Cybersicherheit

Veeam-Warnung: Startfehler bei virtuellen Maschinen auf AMD EPYC-Servern

Veeam warnt vor Kernel-Panics bei virtuellen Maschinen auf bestimmten AMD EPYC-Prozessoren aufgrund von Konflikten mit Sicherheitsprüfungen im Linux-Kernel.

2026-11-06
3 Min. Lesezeit
2 Aufrufe
certi.news Editorial Team
Veeam-Warnung: Startfehler bei virtuellen Maschinen auf AMD EPYC-Servern

Das Unternehmen Veeam, ein führender Anbieter von Backup-Lösungen, hat seine Kunden vor einem kritischen technischen Problem gewarnt, das dazu führt, dass virtuelle Maschinen (VMs) seiner Software Appliance beim Betrieb auf Servern mit AMD EPYC-Prozessoren nicht starten. Dieses Problem verursacht eine Kernel-Panic, was den Backup-Betrieb und die Datenverwaltung unterbrechen kann.

Details zum technischen Problem

Die Ursache des Problems liegt im Linux-Kernel, der in den Versionen Veeam Software Appliance 13.1 und neuer verwendet wird. Um staatliche und unternehmensweite Sicherheitsrichtlinien zu erfüllen, arbeitet der Kernel im FIPS-Modus, der während der frühen Startphasen Integritäts- und Verschlüsselungstests (wie jitterentropy-Tests) erfordert.

Laut der Warnung des Unternehmens schlagen diese Tests bei bestimmten AMD EPYC-Prozessormodellen sporadisch fehl, insbesondere bei den Modellen 7262, 7302 und 7F72. Wenn der Test fehlschlägt, stoppt der Startvorgang sofort und die Fehlermeldung "Kernel panic - not syncing: jitterentropy: Initialization failed with host not compliant with requirements: 9" wird angezeigt.

Warum ist diese Nachricht wichtig?

Dieses Problem ist von größter Bedeutung, da ein breiter Teil der digitalen Infrastruktur auf Veeam-Lösungen angewiesen ist; das Unternehmen bedient mehr als 550.000 Kunden, darunter 82 % der Fortune 500-Unternehmen. Die Stabilität von Backup-Tools ist der Grundstein für die Geschäftskontinuität, und jede Störung beim Start dieser Systeme könnte Unternehmen im Notfall ohne ausreichenden Schutz lassen. Zudem bringt dieses Problem Systemadministratoren in ein Dilemma zwischen der Einhaltung von Sicherheits-Compliance-Standards (FIPS) und der Gewährleistung der stabilen Serverausführung.

Minderungsmaßnahmen und verfügbare Lösungen

Veeam hat IT-Managern eine Reihe von Empfehlungen für den Umgang mit dieser Situation gegeben:

  • Neuimplementierung: Es wird empfohlen, die virtuelle Maschine auf einem Server neu zu implementieren, der einen anderen, nicht betroffenen Prozessor verwendet.
  • Update-Management: Falls ein Prozessorwechsel nicht möglich ist, sollten automatische Updates deaktiviert und Updates manuell installiert werden, wobei der Neustartvorgang genau zu überwachen ist.
  • Notfallmaßnahmen: Wenn eine Kernel-Panic auftritt, muss die virtuelle Maschine vollständig heruntergefahren und dann neu gestartet werden; ein bloßer Neustart des Gast-Betriebssystems (Guest OS) löst das Problem nicht.

In diesem Zusammenhang wies das Unternehmen darauf hin, dass es auch an der Behebung einer kritischen Sicherheitslücke im Linux-Kernel (CVE-2026-98432) arbeitet, die einige seiner Komponenten betrifft und es Angreifern ermöglichen könnte, Befehle mit root-Rechten aus der Ferne auszuführen. Die entsprechenden Korrekturen werden bereits über die Updates verteilt.

Nachrichtenquelle
BleepingComputer
Originalquelle öffnen ↗
c
Autor

certi.news Editorial Team

Aus derselben Kategorie

Das könnte Sie interessieren

Alle Nachrichten anzeigen