Künstliche Intelligenz

Google ermöglicht KI-Agenten die Steuerung von Google-Home-Geräten

Google hat einen frühen Zugang zum Model Context Protocol-Server für das Google-Home-Ökosystem gestartet. Dadurch können Agenten wie Claude und ChatGPT verbundene Geräte steuern sowie Kamerazusammenfassungen und den Aktivitätsverlauf des Hauses über natürlichsprachliche Befehle abrufen. Der Start ist derzeit auf zahlende Abonnenten des Advanced-Tarifs in den USA beschränkt; das Unternehmen hat keinen Termin für die Ausweitung auf weitere Märkte oder Tarife genannt.

2026-09-16
3 Min. Lesezeit
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certi.news Editorial Team
Google ermöglicht KI-Agenten die Steuerung von Google-Home-Geräten

Google hat am 16. September 2026 damit begonnen, den frühen Zugang zum Model Context Protocol, kurz MCP, für das Google-Home-Ökosystem bereitzustellen. Damit können mit diesem Protokoll kompatible KI-Agenten Aufgaben im Smart Home ausführen. Laut Google können die Agenten verbundene Geräte steuern, Zusammenfassungen von Überwachungskameras prüfen und über natürlichsprachliche Befehle auf den Ereignis- und Aktivitätsverlauf des Hauses zugreifen.

Unterstützt werden Agenten wie Claude, Hermes, OpenClaw, ChatGPT und Google Antigravity, sofern der verwendete Agent MCP unterstützt. Der Geräteumfang beschränkt sich nicht auf Google-Nest-Produkte, sondern umfasst auch Nest-Türklingeln und -Thermostate sowie Geräte, die mit Google Home oder dem Matter-Standard kompatibel sind, etwa intelligente Lampen.

Was ermöglicht die neue Verbindung?

Der Nutzer kann seinem Agenten Anfragen erteilen, anstatt jedes Gerät oder jede Steuerungsoberfläche einzeln zu bedienen. Zu den von Google genannten Anwendungsbeispielen gehören das Prüfen von Kamerazusammenfassungen, die Überwachung der Aktivität im Smart Home, die Steuerung verbundener Geräte und der Aufbau individueller Bedienoberflächen für das Zuhause.

Der Zugriff erfolgt jedoch nicht mit einem einzigen Klick. Der Nutzer muss zunächst ein Projekt in Google Cloud erstellen und für die Verwendung von Home MCP konfigurieren und anschließend dem ausgewählten Agenten MCP-Konfigurationsdaten bereitstellen. Danach fordert der Agent den Nutzer auf, sich anzumelden und die erforderlichen Berechtigungen zu erteilen. Google erklärte, dass das eigene Entwicklerzentrum ebenfalls eine Anleitung zur Einrichtung bereitstellen werde.

Derzeitige Verfügbarkeit und Einschränkungen

Die Einführung beginnt in den USA und wird in den kommenden Wochen für Abonnenten von Google Home Premium Advanced fortgesetzt. Dabei handelt es sich um die teuerste Abonnementstufe, die 20 US-Dollar pro Monat kostet. Dieser Tarif umfasst laut dem Ausgangsmaterial unter anderem die längere Speicherung ereignisbezogener Videos, beschreibende Benachrichtigungen und detaillierte Warnmeldungen, Suchwerkzeuge für den Videoverlauf sowie tägliche Zusammenfassungen.

Google hat nicht erläutert, ob Home MCP später auch Abonnenten anderer Tarife oder in Märkten außerhalb der USA zur Verfügung stehen wird. Außerdem bat das Unternehmen Nutzer des frühen Zugangs, während dieser Phase über die Community Smart Home for Developers Feedback zu geben.

Warum ist diese Nachricht wichtig?

Diese Entwicklung verlagert KI-Agenten von der Beantwortung von Fragen hin zur Ausführung von Aktionen in einer physischen Umgebung und bündelt die Steuerung mehrerer Geräte über eine einzige Sprachschnittstelle. Die Bedeutung von MCP liegt hier darin, dass es eine Verbindungsebene bereitstellt, die verschiedene Agenten mit dem Google-Home-Ökosystem nutzen können, anstatt die Interaktion auf eine einzige App oder einen einzigen Sprachassistenten zu beschränken.

Gleichzeitig zeigt der Einrichtungsprozess, dass diese Art der Integration dem Agenten Berechtigungen für den Zugriff auf Haushaltsgeräte und Aktivitätsdaten erteilen muss, einschließlich kamerabezogener Inhalte. Daher bleiben die Verwaltung der Berechtigungen und der Umfang dessen, was jeder Agent lesen oder ausführen kann, ein zentraler praktischer Punkt für Nutzer. Die Quelle nennt bisher keine weitergehenden Details zu Berechtigungsstufen oder zum Termin der allgemeinen Verfügbarkeit, sodass eine vollständige Bewertung der Nutzererfahrung und der Sicherheitsbeschränkungen bis zur Ausweitung des Programms aussteht.

Nachrichtenquelle
TechCrunch Hardware
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