Cybersicherheit

Apple versendet neue Bedrohungsbenachrichtigungen an Nutzer in 110 Ländern, die mit kommerzieller Spionagesoftware angegriffen wurden

Apple bestätigte, am 13. August eine neue Runde von Bedrohungsbenachrichtigungen an Nutzer versendet zu haben, die Ziel von Angriffen mit kommerzieller Spionagesoftware waren. Das Unternehmen erklärte, dass diese Warnungen auf hochgradig verlässlichen Indikatoren beruhen. Apple bringt diese Benachrichtigungen nicht mit einer bestimmten Spionagesoftware oder einer konkreten Regierungsstelle in Verbindung.

2026-08-13
4 Min. Lesezeit
7 Aufrufe
فريق تحرير certi.news
Apple versendet neue Bedrohungsbenachrichtigungen an Nutzer in 110 Ländern, die mit kommerzieller Spionagesoftware angegriffen wurden

Apple bestätigte gegenüber BleepingComputer, am 13. August eine neue Runde von Bedrohungsbenachrichtigungen an Nutzer in 110 Ländern versendet zu haben, nachdem Hinweise auf Angriffe mit kommerzieller Spionagesoftware entdeckt worden waren, die sich gegen bestimmte iPhones richteten. Einige Nutzer berichteten auf Reddit, die Warnungen erhalten zu haben. Apple stellte jedoch klar, dass diese Funktion nicht neu ist, da das Unternehmen solche Benachrichtigungen seit 2021 mehrmals jährlich versendet.

Die Nachricht wird dem Nutzer in einer Form angezeigt, die besagt, Apple habe einen „Angriff mit kommerzieller Spionagesoftware auf dein iPhone“ festgestellt. Das Unternehmen gibt nicht bei jedem Fall die verwendete Software bekannt. Daher gibt es keinen Beleg dafür, dass die Benachrichtigungen vom 13. August konkret mit der Spionagesoftware Pegasus in Verbindung stehen. Apple nennt die Pegasus-Software der NSO Group jedoch als historisches Beispiel für diese Art von Software. Frühere digitale forensische Untersuchungen bestätigten zudem, dass einige Geräte mit Pegasus infiziert waren, nachdem ihre Besitzer Benachrichtigungen von Apple erhalten hatten.

Benachrichtigungen richten sich an bestimmte Personengruppen

Apple erklärte in einem früheren Support-Dokument, dass das Unternehmen Nutzer in mehr als 150 Ländern über Bedrohungen informiert, wenn hochgradig zielgerichtete Angriffe gegen bestimmte Personen entdeckt werden. Zu den Gruppen, die in der Vergangenheit angegriffen wurden, gehören Journalisten, Aktivisten, Politiker und Diplomaten. Diese Angriffe sind in der Regel kostspielig und komplex und richten sich gegen eine sehr begrenzte Zahl von Personen.

Apple erklärt, dass Angriffe mit kommerzieller Spionagesoftware Millionen von Dollar kosten können. Zudem ist ihre operative Lebensdauer meist kurz, wodurch ihre Entdeckung und Abwehr erschwert werden. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass die überwältigende Mehrheit der Nutzer nicht Ziel solcher Angriffe sein wird.

Warum sollte die Benachrichtigung ernst genommen werden?

Apple stützt sich bei der Identifizierung verdächtiger Aktivitäten auf eigene Bedrohungsinformationen und Untersuchungen. Deshalb bezeichnet das Unternehmen diese Nachrichten als „hochmoderne Vertrauenswarnungen“ und nicht als allgemeine Hinweise. Apple erklärt, dass die Benachrichtigung bedeutet, dass das Unternehmen großes Vertrauen darin hat, dass der Nutzer selbst Ziel eines solchen Angriffs war, auch wenn es in jeder Untersuchung keine absolute Gewissheit erlangen kann.

Apple schreibt einzelne Benachrichtigungen weder einer bestimmten Regierung oder einem Unternehmen noch einer bestimmten geografischen Region zu. Außerdem legt das Unternehmen nicht die detaillierten Gründe offen, die zur Ausstellung jeder einzelnen Warnung geführt haben. Es erklärt, dass die Veröffentlichung dieser Informationen Angreifern dabei helfen könnte, ihr Verhalten anzupassen und künftig einer Entdeckung zu entgehen. Das Unternehmen kündigte außerdem eine Überarbeitung der Darstellung von Bedrohungsbenachrichtigungen an, um den Zugriff auf wichtige Informationen und die Umsetzung der empfohlenen Schritte zum Schutz von Konten und Geräten zu erleichtern.

So lässt sich die Echtheit der Nachricht überprüfen

Wenn diese Aktivität entdeckt wird, sendet Apple eine E-Mail und eine Benachrichtigung über iMessage an die mit dem Apple Account verknüpften E-Mail-Adressen und Telefonnummern. E-Mails stammen häufig von der Adresse threat-notifications@email.apple.com. Das Unternehmen warnt jedoch vor gefälschten Nachrichten, die diese Benachrichtigungen imitieren.

  • Konto überprüfen: Öffne account.apple.com und melde dich an. Wenn Apple eine echte Benachrichtigung gesendet hat, wird sie oben auf der Seite angezeigt.
  • Inhalt der Nachricht prüfen: Apple wird dich in seinen Nachrichten niemals auffordern, auf einen Link zu klicken, eine Datei zu öffnen, eine App oder ein Profil zu installieren oder das Passwort deines Apple Accounts beziehungsweise einen Bestätigungscode zu nennen.
  • Geräte schützen: Apple empfiehlt, den Lockdown-Modus zu aktivieren, die Geräte auf die neuesten Softwareversionen zu aktualisieren und einen Cybersicherheitsexperten zu kontaktieren, wenn der Verdacht auf eine Betroffenheit besteht.
Nachrichtenquelle
BleepingComputer
Originalquelle öffnen ↗
ف
Autor

فريق تحرير certi.news

Aus derselben Kategorie

Das könnte Sie interessieren

Alle Nachrichten anzeigen