Microsoft hat eine Reihe von Sicherheitsupdates für August 2026 angekündigt, die sich auf drei miteinander verbundene Herausforderungen konzentrieren: die Überwachung der Aktivitäten von KI-Agenten, den Schutz von Umgebungen, die Microsoft-Dienste und externe Plattformen kombinieren, sowie die Verwaltung von Identitäten, Geräten und Daten in größerem Maßstab. Die Updates verteilen sich auf Microsoft Defender, Microsoft Entra, Microsoft Intune, Microsoft Purview und Microsoft Sentinel.
Umfassendere Abdeckung von Sicherheitsdatenquellen
Der Dienst Microsoft Defender Experts MDR kann im Rahmen des Plans Microsoft Defender Experts MDR P2 nun Datenquellen von Drittanbietern abdecken, die über Microsoft Sentinel eingespeist werden. Microsoft zufolge erweitert dies den Umfang der rund um die Uhr verwalteten Bedrohungserkennung und Bedrohungssuche auf native Microsoft-Quellen und weitere Quellen, darunter Palo Alto Networks, Amazon Web Services und Okta.
Microsoft Defender Experts Threat Intelligence liefert weiterhin Informationen zur Bedrohungslage und maßgeschneiderte, umsetzbare Erkenntnisse, die an Geografie, Branche und Risikoprofil angepasst sind. Damit sollen Sicherheitsteams Risiken einschätzen und informationsbasierte Entscheidungen treffen können.
Verwaltung von Identitäten und Geräten in Umgebungen mit mehreren Mandanten
Microsoft Entra Tenant Governance bietet eine einheitliche Ansicht der Mandanten eines Unternehmens sowie zentrale Richtlinien und delegierte Verwaltung über Mandanten hinweg in Umgebungen mit mehreren Mandanten. Die angekündigten Funktionen konzentrieren sich auf die Verringerung der Risiken unsichtbarer Mandanten, die Überwachung von Konfigurationsabweichungen und die Durchsetzung einheitlicherer Richtlinien. Diese Punkte stehen in direktem Zusammenhang mit der Verwaltung von Abläufen, die auf künstlicher Intelligenz basieren.
In Microsoft Intune ermöglicht die Funktion Windows Autopilot device association die Zuordnung von Geräten zum Mandanten und die Einrichtung von Erfahrungen vor der Registrierung. Außerdem können Geräte umbenannt und die ersten Einrichtungsschritte verbessert werden. Windows Unattended Support with Remote Sign-In ermöglicht IT- und Supportmitarbeitern die Remoteanmeldung an Geräten ohne Eingreifen des Benutzers, mit rollenbasierten Berechtigungen, Compliance-Prüfungen und Sitzungsüberwachung.
Erweiterung der Datenklassifizierung und Eindämmung von Agenten
Microsoft Purview hat das maximale Verarbeitungslimit für Richtlinien zur automatischen Klassifizierung auf 500.000 Dateien aus SharePoint und OneDrive pro Tag erhöht, gegenüber zuvor 100.000. Nach Angaben des Unternehmens hilft dies dabei, größere Inhaltsmengen zu klassifizieren und zu schützen. Dadurch wird die Durchsetzung von Kontrollen wie Verschlüsselung und Verhinderung von Datenverlust unterstützt und Unternehmen werden auf eine breitere Einführung von Microsoft 365 Copilot vorbereitet.
Microsoft Security Exposure Management hat außerdem Secure Now-Leitlinien zur Eindämmung autonomer Agenten ergänzt. Die Leitlinien empfehlen, Kontrollen einzurichten, bevor sich der Handlungsspielraum der Agenten ausweitet. Im Mittelpunkt stehen dabei die Einschränkung von Aktionen, die der Agent ohne ausdrückliche Zustimmung des Benutzers einleitet, die Stärkung der Angriffsflächen, die Verringerung der möglichen Auswirkungen, die Verwaltung von Identitäten und Berechtigungen sowie eine bessere Transparenz in der gesamten Umgebung.
Warum ist dieses Update wichtig?
Gemeinsam ist diesen Änderungen der Übergang vom Schutz einzelner Dienste zur Verwaltung eines verteilten Sicherheitsökosystems, das externe Quellen, mehrere Geräte, Mandanten und Agenten umfasst, die eigenständig Aktionen ausführen können. In der Praxis könnten Sicherheitsteams, die Microsoft Sentinel einsetzen, von einer Erweiterung des Datenumfangs profitieren, den MDR-Dienste abdecken, während Teams für Geräte- und Datenverwaltung Werkzeuge zur Bewältigung von Herausforderungen bei der Skalierung erhalten.
Die Quelle nennt jedoch weder Preisdetails noch Verfügbarkeitspläne für die einzelnen Funktionen und liefert auch keine unabhängigen Messungen ihrer Auswirkungen auf die Risikoreduzierung. Daher bleiben der erforderliche Plan, die Konfigurationsanforderungen und die Grenzen der Kompatibilität mit externen Umgebungen Punkte, die vor der Einführung dieser Funktionen in Produktionsabläufen geprüft werden müssen.