Elektrofahrzeuge

Das belgische Unternehmen Any setzt auf Ladevolumen, um Elektromotorräder alltagstauglich zu machen

Any hat das modulare Elektromotorrad LUV1 vorgestellt, das eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Kilometern pro Stunde und ein Ladevolumen von 120 Litern mit einer Reichweite von bis zu 87 Meilen dank zweier austauschbarer Batterien verbindet. Das Unternehmen bereitet eine Produktionssteigerung vor und will vor dem Beginn der Auslieferungen 10 Millionen Euro oder mehr einsammeln.

2026-08-28
4 Min. Lesezeit
8 Aufrufe
فريق تحرير certi.news
Das belgische Unternehmen Any setzt auf Ladevolumen, um Elektromotorräder alltagstauglich zu machen

Das belgische Start-up Any will Elektromotorräder zu einer praktischen Option für den täglichen Gebrauch machen und nicht nur zu einem leichten Fortbewegungsmittel. Deshalb hat das Unternehmen LUV1 entwickelt, ein modulares Elektromotorrad mit einem Ladevolumen von bis zu 120 Litern und einer Höchstgeschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde.

Any nimmt ein klares Problem beim Umstieg vom Auto auf zweirädrige Fahrzeuge ins Visier: die Möglichkeit, Einkäufe, Taschen und Arbeitsausrüstung zu transportieren. LUV1 ermöglicht es den Nutzern, zwischen einem offenen Aufbau und einem Aufbau mit verschiedenen Verkleidungen zu wählen, sodass Haustiere, Arbeitsausrüstung oder Campingbedarf transportiert werden können. Zu den zusätzlichen Optionen gehören außerdem eine Windschutzscheibe, Gepäckträger, eine regenschützende Abdeckung und weitere Ausstattungen für Pendler, Familien und Outdoor-Fans.

Ein Motorrad, das über den traditionellen Einsatz hinausgeht

Lowie Vermeersch, der ehemalige Designdirektor von Pininfarina, entwarf das modulare Konzept des Motorrads. Vermeersch, Gründer von Granstudio, ist bei Any als Kreativdirektor tätig und gehört außerdem zu den Investoren des Unternehmens. Die Prototypen der LUV1 wurden im Mai während der Mailänder Designwoche vorgestellt, bevor das Unternehmen eine Vorbestellungskampagne und ein Tool zur Individualisierung des Fahrzeugs startete.

Die Preise beginnen bei 7.000 Euro, während der Endpreis von der vom Kunden gewählten Ausstattung abhängt. Any zufolge liegt LUV1 preislich näher an Elektromotorrädern für den Gütertransport als an Autos, zeichnet sich jedoch durch eine höhere Geschwindigkeit aus. Nach Angaben des Unternehmens soll für das Fahren eine A1-Lizenz ausreichen, die an den meisten Orten leichter zu erwerben ist; die tatsächlichen Anforderungen hängen jedoch weiterhin von den örtlichen Vorschriften ab.

Frühe Indikatoren und benötigte Finanzierung

Eric De Winter, Mitgründer und Chief Commercial Officer, erklärte, dass das Unternehmen in den ersten 100 Tagen mehr als 600 Reservierungen erhalten habe. Für die Reservierung ist eine Gebühr von 49 Euro erforderlich, die auf den Kaufpreis angerechnet wird. Laut den Bedingungen von Any ist sie vollständig erstattungsfähig.

Das Unternehmen sammelte im November 1,5 Millionen Euro ein und fügte im Mai weitere 1,25 Millionen Euro hinzu, womit sich die Gesamtfinanzierung auf 2,75 Millionen Euro beläuft. Geleitet wird es von Peter Van de Velde, der vor einem Jahr die Position des CEO übernommen hat. Alessandro Mangano übernahm die Leitung der Entwicklung, nachdem er bei Aprilia, Ferrari und der Piaggio Group gearbeitet hatte.

Warum ist diese Nachricht wichtig?

Any setzt darauf, dass das Ladevolumen und nicht allein die Geschwindigkeit oder Reichweite Autofahrer davon überzeugen könnte, ein elektrisches Zweirad auszuprobieren. LUV1 wird mit zwei austauschbaren Batterien betrieben, die eine Reichweite von bis zu 87 Meilen pro Ladung ermöglichen. Das Modell tritt jedoch in einen Markt ein, in dem sich elektrische Modelle von Unternehmen wie Piaggio und Harley-Davidson ausbreiten.

Das Unternehmen erklärt, dass es Interesse von Akteuren aus dem Bereich der Zustellung auf der letzten Meile erhalten habe und dass sein Plan die Entwicklung einer Fahrzeugfamilie vorsieht, zu der auch ein dreirädriges Modell gehören könnte. Dieser Schritt hat derzeit jedoch keine Priorität. Any muss zunächst die Produktion hochfahren, um sich auf die ersten Auslieferungen vorzubereiten. Deshalb strebt das Unternehmen eine Series-A-Finanzierungsrunde von etwa 10 Millionen Euro oder mehr an und hofft, sie bis zum Jahresende abzuschließen.

Die eigentliche Bewährungsprobe für LUV1 wird darin bestehen, die Reservierungen in eine tatsächliche Produktion und Auslieferung umzuwandeln und dabei das Versprechen von Flexibilität und Ladevolumen einzuhalten, ohne dass die Vielzahl der Optionen die Fertigung verkompliziert oder den Endpreis erhöht. Die Quelle nennt weder einen konkreten Termin für den Beginn der Auslieferungen noch Einzelheiten zu den Märkten, in denen das Motorrad erhältlich sein wird.

Nachrichtenquelle
TechCrunch Startups
Originalquelle öffnen ↗
ف
Autor

فريق تحرير certi.news

Aus derselben Kategorie

Das könnte Sie interessieren

Alle Nachrichten anzeigen