NTT Docomo Business und ExaWizards haben am 17. August 2026 mit der Bereitstellung des geschlossenen KI-Agenten begonnen. Der Dienst richtet sich an Unternehmen, die ihre wichtigen Daten in einer isolierten Netzwerkumgebung nutzen möchten, anstatt sie an öffentliche KI-Dienste zu senden. Zu den genannten Anwendungsfällen gehören Konstruktionszeichnungen, technische Materialien, Dokumente und kundenspezifische Daten.
Der Dienst kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Unternehmen zunehmend Agenten erproben, die mehrere Aufgaben ausführen können, während der Schutz von Daten und die Festlegung klarer Grenzen für den Zugriff der Modelle weiterhin zu den wichtigsten praktischen Herausforderungen zählen. Dem Artikel zufolge wurde der Dienst so konzipiert, dass er über ein geschlossenes Netzwerk genutzt werden kann und dabei die Verarbeitung von Daten innerhalb der Unternehmensumgebung mit den Anforderungen an die Betriebssicherheit verbindet.
Was bietet der Dienst?
Der Dienst basiert auf Technologien für den Betrieb von Grafikprozessoren (GPU) und die Orchestrierung von Containern mithilfe der Kubernetes-Architektur. Dadurch kann der KI-Agent innerhalb einer für das Unternehmen bestimmten Umgebung betrieben werden, wobei wichtige Daten verarbeitet werden, ohne sie gemäß der Beschreibung in der Ankündigung in ein öffentliches Netzwerk zu übertragen.
ExaWizards stellt Vorlagen innerhalb der Plattform zur Entwicklung von KI-Diensten exaBase Studio bereit. Außerdem kann der Agent in die spezifischen Aktivitäten und Prozesse jedes Unternehmens integriert werden. Dazu gehört die Nutzung des japanischen großen Sprachmodells tsuzumi 2, das von NTT entwickelt wurde, sowie von Open-Source-Großsprachmodellen, die innerhalb der geschlossenen Umgebung betrieben werden können.
Bereitstellungsoptionen und betriebliche Verantwortlichkeiten
NTT Docomo Business übernimmt die Konzeption der Infrastruktur, deren Betriebsmanagement und die Sicherheitsmaßnahmen, während der Kunde Unterstützung beim Aufbau einer geeigneten Betriebsumgebung in seinem Unternehmen erhält. Der Dienst bietet zwei Bereitstellungsoptionen: eine Private Cloud oder die Bereitstellung am Unternehmensstandort.
Bei der lokalen Bereitstellung kann der gesamte Prozess umgesetzt werden – von der Bereitstellung der Hardware bis zum Betrieb des KI-Agenten. Dadurch können die Daten innerhalb der Infrastruktur des Kunden verbleiben, was den Anforderungen von Unternehmen entspricht, die ihre sensiblen Daten nicht außerhalb ihres betrieblichen Geltungsbereichs übertragen möchten.
Warum ist diese Ankündigung wichtig?
Die tatsächliche Veränderung besteht hier nicht allein in der Einführung eines neuen Sprachmodells, sondern in der Bereitstellung einer Betriebsschicht, die Modell, Hardware, Netzwerk und Sicherheitsmanagement in einem einzigen Dienst für sensible Daten zusammenführt. Das könnte für Branchen relevant sein, die auf interne Dokumente oder Konstruktionsinformationen angewiesen sind, die sich nur schwer über allgemeine KI-Tools verwalten lassen.
Der Artikel erwähnt außerdem Maßnahmen gegen Prompt-Injection-Angriffe sowie ein Aktivitätsprotokoll des KI-Agenten, das die Nachverfolgung von Vorgängen ermöglicht. Zudem werden in Zusammenarbeit mit dem HPC-Dienst Rechentechnologien beworben, die die Vertraulichkeit der Daten während der Verarbeitung wahren. Der verfügbare Artikel enthält jedoch nicht genügend technische Details, um den Umfang dieser Zusammenarbeit oder das erreichte Schutzniveau zu bewerten.
Einschränkungen und offene Fragen
Die Ankündigung enthält im verfügbaren Text keine Angaben zu Preisen, Nutzungsgrenzen oder den unterstützten Open-Source-Modellen. Außerdem wird nicht festgelegt, in welchen Branchen oder Ländern der Dienst außerhalb des japanischen Marktes verfügbar ist. Daher hängt die Eignung der Private-Cloud-Option oder der lokalen Bereitstellung von den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens und seiner Fähigkeit ab, Infrastruktur und Daten zu verwalten. Diese Punkte müssen potenzielle Kunden vor einer Einführung direkt prüfen.