Cybersicherheit

US-Abgeordnete fordern die Aufnahme von drei indischen Unternehmen für Auftrags-Hacking auf die Sanktionsliste

US-Abgeordnete beider Parteien haben beantragt, BellTroX, CyberRoot und Sunkissed Organic Farms, früher bekannt als Appin, in die Entity List des Handelsministeriums aufzunehmen. Sie werfen den Unternehmen vor, Cyber-Spionageoperationen gegen US-Amerikaner durchgeführt und gestohlene Daten genutzt zu haben, um Rechtsstreitigkeiten zu beeinflussen. Das Ministerium hat bislang keine öffentlich bekannt gegebene Entscheidung über den Antrag getroffen.

2026-09-09
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فريق تحرير certi.news
US-Abgeordnete fordern die Aufnahme von drei indischen Unternehmen für Auftrags-Hacking auf die Sanktionsliste

US-Abgeordnete beider Parteien haben beantragt, BellTroX, CyberRoot und Sunkissed Organic Farms, früher bekannt als Appin, in die Entity List des Handelsministeriums aufzunehmen. Sie werfen den Unternehmen vor, Cyber-Spionageoperationen gegen US-Amerikaner durchgeführt und gestohlene Daten genutzt zu haben, um Rechtsstreitigkeiten zu beeinflussen. Das Ministerium hat bislang keine öffentlich bekannt gegebene Entscheidung über den Antrag getroffen.

Eine Gruppe demokratischer und republikanischer US-Abgeordneter hat beantragt, drei indische Unternehmen, denen die Durchführung von Auftrags-Cyberangriffen vorgeworfen wird, auf die Entity List des US-Handelsministeriums zu setzen. Der Antrag richtet sich gegen BellTroX, CyberRoot und Sunkissed Organic Farms, die früher unter dem Namen Appin tätig waren.

Die demokratischen Senatoren Ron Wyden aus Oregon und Sheldon Whitehouse aus Rhode Island sowie der republikanische Abgeordnete Pat Harrigan aus North Carolina richteten am Mittwoch ein Schreiben an Handelsminister Howard Lutnick. Die Abgeordneten forderten das Ministerium auf, die Entity List zu nutzen, um den Umgang US-amerikanischer Unternehmen mit den drei Firmen einzuschränken.

Was bedeutet die Entity List?

Eine Aufnahme in die Liste führt in der Praxis dazu, dass US-Unternehmen Geschäfte mit dem gelisteten Unternehmen nicht tätigen dürfen oder diese stark eingeschränkt werden. Außerdem kann sie den Zugang zu grundlegenden Technologien wie Softwarelizenzen und Cloud-Infrastruktur begrenzen. Das Schreiben stellt jedoch einen politischen Antrag und keine Entscheidung über die Verhängung von Sanktionen dar; es ist unklar, ob das Handelsministerium ihm zustimmen wird.

Die Abgeordneten erklärten, die drei Unternehmen hätten über mehr als ein Jahrzehnt Cyberangriffe und Spionageoperationen gegen US-Amerikaner, Geschäftsleute und Anwälte durchgeführt. Dem Schreiben zufolge wurden die gestohlenen Informationen genutzt, um laufende Gerichtsverfahren zu beeinflussen. Zudem wurde den Unternehmen vorgeworfen, an einer Druck- und Vertuschungskampagne beteiligt gewesen zu sein, die darauf abzielte, die Veröffentlichung von Informationen über ihre mutmaßlichen Aktivitäten einzuschränken.

Hintergrund der Vorwürfe

Der Antrag folgt auf Berichte und journalistische Untersuchungen, die die Aktivitäten der Auftrags-Hacking-Branche dokumentiert haben. Dabei bezahlen Kunden Angreifer dafür, die E-Mail-Postfächer und privaten Geräte von Führungskräften, Abgeordneten und Militärangehörigen zu hacken, um sich in Rechtsstreitigkeiten einen Vorteil zu verschaffen oder deren Ausgang zu beeinflussen.

Appin hatte zuvor von einem indischen Gericht eine weltweit geltende gerichtliche Anordnung erwirkt, die Reuters vorübergehend zwang, einen Bericht über das Unternehmen zu entfernen, bevor die Anordnung aufgehoben und der Bericht erneut veröffentlicht wurde. Die Electronic Frontier Foundation erklärte außerdem, sie habe Techdirt und die MuckRock Foundation gegen rechtliche Drohungen verteidigt, die mit einer von ihr als Einschüchterungs- und Zensurkampagne beschriebenen Aktion verbunden waren.

Das Schreiben der Abgeordneten enthielt den Vorwurf, Auftrags-Hacking-Unternehmen hätten im Auftrag der Regierung Katars gearbeitet, und zu ihren Zielen habe ein ehemaliger republikanischer US-Abgeordneter gehört. Frühere Berichte brachten Appin mit einer Angriffskampagne gegen FIFA-Funktionäre in Verbindung, die Berichten zufolge von Katar gesteuert wurde, um dessen Pläne zur Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2022 zu schützen. Die katarische Regierung und die betroffenen Unternehmen reagierten vor der Veröffentlichung des Berichts nicht auf Bitten um Stellungnahme.

Warum ist dieser Antrag wichtig?

Der Antrag verlagert den Fall aus dem Bereich von Berichten und Untersuchungen in ein staatliches Verfahren, das wirtschaftliche und technologische Beschränkungen für Anbieter von Auftrags-Hacking verhängen könnte. Sollte das Handelsministerium zustimmen, würde sich die unmittelbare Auswirkung auf die Fähigkeit der betroffenen Unternehmen richten, US-amerikanische Dienste und Technologien zu nutzen. Die Entscheidung selbst, der Umfang etwaiger Beschränkungen und die Frage, ob die Vorwürfe offiziell bestätigt werden, bleiben jedoch offen.

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TechCrunch Government & Policy
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