Microsoft hat in der ersten Hälfte des Oktobers 2026 mehrere Vorschauversionen im Rahmen des Windows-Insider-Programms veröffentlicht. Sie bringen Verbesserungen für die Suche, die Dateiverwaltung, die Systemwiederherstellung und die Barrierefreiheit. Diese Funktionen befinden sich weiterhin in der Testphase; ihre Verfügbarkeit hängt außerdem vom Insider-Kanal und der jeweiligen Windows-11-Version ab.
Neue Suche führt direkte Aktionen aus
Microsoft hat mit der Version 26340.9616 von Windows 11 26H2 damit begonnen, die überarbeitete Windows-Search-Oberfläche bereitzustellen. Die neue Oberfläche basiert auf WinUI 3 und soll die Suche beschleunigen sowie den Speicherverbrauch reduzieren. Besonders wichtig ist, dass sie Aktionen direkt im Suchfeld ermöglicht, etwa den Wechsel zwischen hellem und dunklem Modus, das Aktivieren von Bluetooth, das Anpassen der Helligkeit und das Anordnen von Fenstern.
Die Testversion umfasst außerdem Verbesserungen beim Verständnis von Tippfehlern und Synonymen. Derzeit ist sie als Vorschau in den Versionen 26H2 und 26H1 über den Experimental-Kanal verfügbar.
Praktischere Akku- und Wiederherstellungswerkzeuge
Dieselbe Version fügt dem Widgets-Board das Tool Battery Status hinzu. Es zeigt den Akkustand des Computers und verbundener Peripheriegeräte wie Maus, Tastatur und Kopfhörer an, ohne dass dafür Tools von Drittanbietern erforderlich sind.
Cloud Rebuild, eine Wiederherstellungsfunktion, die das System neu installiert, indem Installationsdateien und Treiber über Windows Update heruntergeladen werden, ist in den Versionen 26H2 und 25H2 über die Option „Rebuild this PC“ leichter über die Recovery-Seite erreichbar. In 26H1 fügte Microsoft die Option „Remove & sanitize files“ hinzu, um Daten vor der Neuinstallation des Systems sicher zu löschen. Außerdem kann der Wiederherstellungsprozess über Recovery CSP eingerichtet und aus der Ferne ausgeführt werden.
Änderungen im File Explorer und bei der Prozessverwaltung
Der File Explorer erhielt mehrere Verbesserungen. Dazu gehört die Verwendung des Zeichens ~, um schnell den Ordner der Benutzerdateien oder einen Unterordner wie ~\AppData aufzurufen. Auch die Einstellungen für die Ordneransicht, einschließlich Sortierung und Symbolgröße, sind über verschiedene Zugriffspfade und Anwendungen hinweg konsistenter geworden. Zudem wurde die Unterstützung für Pfade mit zwei umgekehrten Schrägstrichen oder Anführungszeichen verbessert.
In der Version Future Platforms 29680 zeigt der Vorschaubereich aus dem Internet heruntergeladene Dateien an. Bei HTML-Dateien muss vor der Anzeige die Warnung bestätigt werden, während Dateien wie PDF automatisch angezeigt werden. Der Task Manager ermöglicht außerdem, zu einer Anwendung gehörende Hintergrundprozesse in einer Kategorie zusammenzufassen. Diese Funktion arbeitet derzeit jedoch nur mit Microsoft Defender.
Verbesserungen bei Barrierefreiheit und Freigabe
Narrator kann in unterstützten Microsoft-365-Anwendungen wie Word und PowerPoint mathematische Gleichungen strukturierter vorlesen. Ein Navigationsmodus ermöglicht es, Brüche, Exponenten und Wurzeln Element für Element zu durchlaufen. Die Funktion arbeitet auch mit unterstützten Webinhalten in Microsoft Edge und Google Chrome und verwendet die Tastenkombination Narrator key + Alt + N.
Magnifier akzeptiert nun eine präzise Eingabe des Vergrößerungsprozentsatzes über die Symbolleiste und bietet voreingestellte Optionen bis zu 400 %. Microsoft fügte außerdem die Möglichkeit hinzu, bevorzugte Anwendungen in der Windows-Share-Oberfläche anzuheften. Die Seite Installed apps zeigt die Versionsnummer nun direkt für paketierte Anwendungen an.
Was ändert sich in der Praxis?
Die Bedeutung dieses Pakets liegt vor allem in der Verbesserung grundlegender Alltagsfunktionen und nicht in einer grundlegenden Änderung der Nutzung von Windows 11. Die Suche, die Systemwiederherstellung mit Datenlöschung und die Verbesserungen am File Explorer scheinen die praktisch größten Auswirkungen zu haben. Da sich die meisten Funktionen jedoch noch in Insider-Kanälen befinden, können sich ihr Verhalten und ihre Verfügbarkeit vor der allgemeinen Veröffentlichung ändern. Zudem sind einige Funktionen weiterhin auf bestimmte Versionen oder einzelne Anwendungen beschränkt.