Der stellvertretende Generaldirektor der Raumfahrtagentur der VAE, Ibrahim Hamza al-Qasim, erklärte, die bevorstehende Phase werde die Rückkehr der Menschen zum Mond und die Festigung einer dauerhaften Präsenz dort mit Missionen zur Nutzung seiner Ressourcen verbinden. Er betonte, dass derzeit mehr als die Hälfte der in den Raumfahrtsektor der VAE fließenden Finanzierung aus dem privaten Sektor stammt.
Die Raumfahrtprogramme der VAE steuern laut Ibrahim Hamza al-Qasim, dem stellvertretenden Generaldirektor der Raumfahrtagentur der VAE, auf eine Phase zu, die sich auf eine langfristige menschliche Präsenz auf dem Mond und die Entwicklung von Missionen zur Nutzung von Weltraumressourcen konzentriert. Parallel dazu soll die Rolle privater Unternehmen bei der Finanzierung und Durchführung von Raumfahrtaktivitäten gestärkt werden.
Al-Qasim erklärte in einem Gespräch mit der Agentur Anadolu am Rande des 77. Internationalen Raumfahrtkongresses in der türkischen Stadt Antalya, dass die kommenden Jahre die Rückkehr der Menschen auf die Mondoberfläche und Versuche zur Errichtung einer dauerhaften Präsenz dort erleben würden. Hinzu kämen Programme, die sich nicht auf die Erforschung beschränkten, sondern die Gewinnung seltener Metalle und von Ressourcen untersuchten, die auf der Erde nur in begrenzten Mengen, im Weltraum jedoch in größerer Fülle vorkommen.
Pläne der VAE reichen bis zu den Asteroiden
Al-Qasim sagte, die Mission der VAE zum Asteroidengürtel werde im ersten Quartal 2028 beginnen. Die Quelle nannte keine zusätzlichen technischen Einzelheiten zur Raumsonde oder zu den konkreten Zielen der Mission, ordnete sie jedoch in eine umfassendere Ausrichtung zur Erweiterung des Spektrums der Raumfahrterkundung der VAE ein.
Er wies außerdem darauf hin, dass das Programm der VAE vier Astronauten umfasst. Zwei von ihnen seien zur Internationalen Raumstation gereist, während die beiden anderen auf künftige Gelegenheiten für Raumflüge warteten.
Privater Sektor gewinnt bei der Finanzierung der Raumfahrt an Bedeutung
Die künftige Strategie der VAE räumt dem privaten Sektor größeres Gewicht ein. Al-Qasim zufolge stammen derzeit mehr als 50 % der in die Raumfahrt fließenden Gelder von privaten Unternehmen. Dies spiegelt den Übergang der Raumfahrtaktivitäten von einem ausschließlich von Regierungen geführten Bereich zu einem System wider, an dem Investoren und Unternehmen zunehmend beteiligt sind.
Al-Qasim ist der Ansicht, dass Regierungen aufgrund der Auswirkungen des technologischen Fortschritts auf die Wirtschaft Ressourcen für die Raumfahrt bereitstellen, während die Ausweitung des privaten Sektors den Raumfahrtprogrammen zusätzliche Finanzierungsquellen und Umsetzungskapazitäten verschafft. Die Quelle nennt weder die Namen der beteiligten Unternehmen noch die Höhe der Investitionen oder die mit der Nutzung von Ressourcen verbundenen Geschäftsmodelle.
Was ändert sich konkret?
Der Vertreter der VAE bringt diesen Wandel mit den raschen Fortschritten bei künstlicher Intelligenz und fortgeschrittenen Robotern in Verbindung, die Ländern mit kleineren Programmen dabei helfen könnten, Missionen durchzuführen, die über ihre traditionellen Möglichkeiten hinausgehen. Konkret bedeutet dies, dass Mond- und Asteroidenmissionen nicht nur auf bemannten Flügen beruhen werden, sondern auch auf robotischen und autonom betriebenen Systemen, die in der Lage sind, in entlegenen Umgebungen zu forschen und zu arbeiten.
Die Äußerungen al-Qasims zeichnen jedoch eher eine künftige Entwicklung vor, als dass sie bereits laufende kommerzielle Aktivitäten ankündigen. Einzelheiten zur wirtschaftlichen Rentabilität, zu den regulatorischen Rahmenbedingungen für die Nutzung von Ressourcen und zur Fähigkeit der Missionen, Materialien zur Erde zurückzubringen, sind im Quellenmaterial weiterhin nicht festgelegt. Die Bedeutung der Nachricht liegt daher in der Bestimmung der erklärten Prioritäten der VAE und des Raumfahrtsektors, nicht im Nachweis, dass der tatsächliche Abbau von Ressourcen im Weltraum begonnen hat.