Das Unternehmen für Leistungselektronik Optivolt hat den erfolgreichen Abschluss einer Finanzierungsrunde der Serie A in Höhe von 32 Millionen Dollar bekannt gegeben. Die Runde wurde von VXI Capital angeführt, unter Beteiligung namhafter Investoren wie RA Capital, Valo Ventures und Atlas Innovate. Mit dieser Runde steigt das seit der Gründung insgesamt eingeworbene Kapital auf 42 Millionen Dollar.
Die Finanzierungsrunde wurde zudem von prominenten Persönlichkeiten aus der modernen Solarbranche unterstützt, darunter Paul Nahi, CEO und Gründer von Enphase, Tom Werner, ehemaliger CEO von SunPower, und Richard Kauffman, ehemaliger Energiebeauftragter des Bundesstaates New York.
Ein intelligentes Gehirn für herkömmliche Solarmodule
Herkömmliche Solarmodule waren lange Zeit passive physische Komponenten, die auf ideale Laborbedingungen angewiesen waren, während sie in der Realität mit Schatten, Verschmutzung und ungleichmäßiger Degradation konfrontiert sind, die ihre Effizienz mindern. Um dies zu überwinden, hat Optivolt die „Power Balancer“-Technologie entwickelt, die aktive Leistungselektronik direkt in das Solarmodul integriert, um die Energie zwischen den Zellgruppen in Echtzeit zu steuern.
Diese Technologie kann Energie zurückgewinnen, die durch Schatten, Wetter oder Verschmutzung verloren geht. Sie ersetzt herkömmliche Bypass-Dioden und integriert Mechanismen für die Schnellabschaltung sowie Überwachungsfunktionen direkt in das Modul, ohne dass separate Optimierer auf Modulebene erforderlich sind. Das Unternehmen hat bereits mehr als 20.000 mit dieser Technologie ausgestattete Module ausgeliefert und plant, die neuen Mittel für die Ausweitung der Fertigung auf Großprojekte zu nutzen, einschließlich Kraftwerken zur Versorgung von KI-Rechenzentren.
Bewältigung technischer Herausforderungen und Lösung des Wärmeproblems
Die Platzierung aktiver Leistungselektronik innerhalb eines Solarmoduls erforderte die Lösung einer grundlegenden technischen Herausforderung: der Wärmeableitung. Zu diesem Zweck nutzte das Team die Expertise von Systemdesignern aus der Satelliten- und Raumfahrtindustrie, wo jedes Watt entscheidend ist und Geräte jahrzehntelang wartungsfrei funktionieren müssen. Infolgedessen arbeitet das „Power Balancer“-System unter typischen Bedingungen mit einem Wirkungsgrad von bis zu 99,4 Prozent.
Das Unternehmen hält derzeit 19 erteilte Patente und 27 laufende Patentanmeldungen. Zudem verfügt es über UL-Zertifizierungen (Underwriters Laboratories), die integrierte Anschlussdosen, Elektronikgehäuse und Schnellabschaltsysteme für Solarmodule abdecken.
Warum ist diese Entwicklung von Bedeutung?
- Veränderung der Energieökonomie: Investoren wiesen darauf hin, dass die Technologie über die bloße Steigerung der Laboreffizienz hinausgeht und die tatsächliche Energiemenge adressiert, die ein Modul über seine gesamte Lebensdauer unter realen Bedingungen erzeugt.
- Unterstützung von Rechenzentren: Das Unternehmen zielt darauf ab, die wachsende Nachfrage nach sauberer und zuverlässiger Energie für Großprojekte wie KI-Rechenzentren zu decken.
- Vereinfachung der Infrastruktur: Das neue Design macht separate Mikro-Wechselrichter oder externe Schnellabschaltgeräte überflüssig, was die Komplexität des Systems reduziert.