Das in New York ansässige Start-up General Intuition führt Gespräche über eine neue Finanzierungsrunde mit einer Pre-Money-Bewertung von 6 Milliarden US-Dollar. Beteiligt sind laut mit der Transaktion vertrauten Quellen unter anderem neue Investoren wie Valor Equity Partners, Point72 Ventures und Seven Seven Six. Die Runde ist noch nicht abgeschlossen, sodass sich die Bewertung und die endgültige Finanzierungssumme noch ändern können.
Die Gespräche finden nur wenige Wochen statt, nachdem das Unternehmen 320 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 2,3 Milliarden US-Dollar eingesammelt hatte. Neben den neuen Investoren beteiligen sich an der aktuellen Runde auch bestehende Geldgeber wie Khosla Ventures und General Catalyst. Eine der Transaktion nahestehende Quelle erklärte, die Runde sei überzeichnet, während das Unternehmen weiterhin Interesse von anderen Investoren erhalte.
Von Bewegungsmodellen zu robotischen Körpern
General Intuition entwickelt ein Basismodell, das allgemeine KI-Agenten darauf trainieren soll, sich durch Raum und Zeit zu bewegen. Das Unternehmen will die neuen Mittel zur Verbesserung seines allgemeinen Modells einsetzen, mit einem stärkeren Fokus auf das, was es als „robotische Verkörperungen“ bezeichnet – also die Übertragung der Fähigkeiten des Modells auf robotische Körper, die mit der physischen Welt interagieren können.
Dazu sollen die Ausgaben für Recheninfrastruktur erhöht und weitere Fachkräfte eingestellt werden. Nach Angaben des Ausgangsmaterials unterhält das Unternehmen über eine Einheit oder ein Unternehmen namens neolab eine Partnerschaft mit CoreWeave, um die mit der Rechenleistung verbundene Infrastruktur bereitzustellen.
Wie begann die Idee?
CEO Pim de Witte gründete General Intuition, nachdem das Unternehmen im Oktober vergangenen Jahres von der Plattform Medal für das Teilen von Videospielclips abgespalten worden war. Das Start-up nutzte Hunderte Millionen aufgezeichneter Spielstunden sowie „Aktionsmarkierungen“, die festhalten, welche Tasten ein Spieler gedrückt hat und wann dies geschah, als ersten Datensatz.
Investor Vinod Khosla ist der Ansicht, dass diese Markierungen eine wichtige Rolle bei der Entstehung dessen spielen könnten, was er als „Intuition“ bezeichnete – also die Fähigkeit eines Modells, zwischen Aufgaben zu verallgemeinern, für die es nicht ausdrücklich trainiert wurde. Die Quelle liefert jedoch keine operativen Ergebnisse oder unabhängigen Demonstrationen, die belegen, wie erfolgreich dieser Ansatz in der Robotik ist. Daher bleibt der Übergang von Spieldaten zur Steuerung physischer Körper eine noch in Entwicklung befindliche Frage.
Warum ist diese Finanzierung wichtig?
Die Nachricht stellt nicht die Einführung eines neuen Roboterprodukts dar, sondern zeigt die Größe der Investitionswette auf KI-Modelle, die Bewegungen verstehen und in physischen Umgebungen handeln können. Sollte die Runde zu den diskutierten Bedingungen abgeschlossen werden, würde General Intuition größere Ressourcen für die Entwicklung des Modells, die Rechenleistung und die personellen Ressourcen erhalten – nur kurze Zeit nach einer bereits großen vorherigen Runde.
Die Transaktion unterstreicht zudem das Interesse bekannter Investoren an kapitalintensiven Technologiebereichen. Valor Equity Partners ist für seine Unterstützung von SpaceX bekannt. Sollte die Investition bestätigt werden, wäre General Intuition laut dem Material das erste KI-Labor, in das das Unternehmen seit SpaceX investiert. TechCrunch kontaktierte Valor zur Bestätigung der Investition; im Ausgangsmaterial lag keine endgültige Bestätigung vor.
Die Nachricht befindet sich weiterhin in Entwicklung, und das Material enthält keine Angaben zur Höhe der neuen Finanzierung, zum Eigentumsanteil oder zum Zeitplan für den Abschluss. Daher sollte die Bewertung von 6 Milliarden US-Dollar als angestrebte Pre-Money-Bewertung und nicht als abgeschlossene Transaktion betrachtet werden.