Künstliche Intelligenz

Google-Studie: Die meisten Jugendlichen nutzen KI als Lernpartner, nicht als Abkürzung zum Lernen

Eine von Google und seinem Partner RXN durchgeführte Untersuchung unter mehr als tausend US-amerikanischen Jugendlichen zeigte, dass Bildungszwecke und die Überprüfung von Informationen gegenüber dem Versuch, Lernen zu umgehen, überwiegen. Die Jugendlichen fordern eine frühe Vermittlung digitaler Kompetenz und verlassen sich bei Sicherheitshinweisen auf ihre Familien.

2026-09-16
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certi.news Editorial Team
Google-Studie: Die meisten Jugendlichen nutzen KI als Lernpartner, nicht als Abkürzung zum Lernen

Google veröffentlichte die Ergebnisse einer neuen, gemeinsam mit RXN durchgeführten Untersuchung darüber, wie US-amerikanische Jugendliche generative künstliche Intelligenz wahrnehmen. Daraus geht hervor, dass die meisten Teilnehmenden diese Werkzeuge als interaktiven Partner betrachten, der ihnen beim Verstehen und bei der Ideenfindung hilft, und nicht als Abkürzung, um Lernen zu umgehen. An der Untersuchung nahmen mehr als 1.000 US-amerikanische Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren teil. Hinzu kamen separate Stichproben von jeweils 1.000 Jugendlichen in sechs Bundesstaaten. Die Untersuchung kombinierte quantitative Daten mit ausführlichen Diskussionsgruppen.

Google veröffentlichte den Bericht dem veröffentlichten Text zufolge am 16. September 2026, während die Angaben des Beitrags als Veröffentlichungsdatum den 15. September 2026 nennen. Die Ergebnisse zeichnen ein Bild des Verhaltens von Jugendlichen in den Vereinigten Staaten und repräsentieren nicht zwangsläufig Nutzer künstlicher Intelligenz in anderen Märkten.

Bildungsnutzung geht über die Idee einer Abkürzung hinaus

94 % der an der Untersuchung beteiligten US-amerikanischen Jugendlichen gaben an, im vergangenen Jahr künstliche Intelligenz genutzt zu haben. Von ihnen verwenden 74 % die Werkzeuge wöchentlich oder häufiger als interaktiven Lernpartner, der ihnen hilft, komplexe Themen aufzuschlüsseln und neue Ideen zu entwickeln.

Die Recherche für schulische Hausaufgaben führte mit 61 % die Liste der konkreten Nutzungsmöglichkeiten an. Es folgten die Beantwortung alltäglicher Fragen mit 52 % sowie Rechtschreibprüfung und Textüberarbeitung mit 51 %. Diese Zahlen belegen nicht, dass die Nutzung frei von Risiken wie Betrug oder Fehlern ist. Sie weisen jedoch darauf hin, dass das Bild, die Nutzung künstlicher Intelligenz durch Jugendliche lasse sich auf die Suche nach fertigen Antworten reduzieren, ihr gesamtes Verhalten nicht abdeckt.

Künstliche Intelligenz als Werkzeug zur Erkundung und Überprüfung

74 % der Jugendlichen berichteten, dass Werkzeuge künstlicher Intelligenz ihnen geholfen hätten, neue Interessen oder Fähigkeiten zu entdecken. Die Untersuchung bringt dies mit kreativem Ausdruck und digitaler Erkundung in Verbindung, nicht mit einem Ersatz der menschlichen Vorstellungskraft.

Die Ergebnisse zeigten außerdem, dass viele von ihnen vorsichtig mit den von diesen Werkzeugen erzeugten Informationen umgehen. 55 % gaben an, Fakten mit anderen zuverlässigen Quellen zu vergleichen, etwa Nachrichtenorganisationen, Schulbüchern und verifizierten Websites. 54 % wenden sich an eine vertrauenswürdige erwachsene Person, beispielsweise Eltern oder Lehrkräfte, während 46 % die Glaubwürdigkeit der Website oder des ursprünglichen Autors überprüfen.

Was verändert sich in der Praxis?

Die Ergebnisse weisen auf eine Lücke zwischen individueller Praxis und institutioneller Bildung hin. 64 % der Jugendlichen waren der Ansicht, dass die Vermittlung digitaler Kompetenz und technologischer Verantwortung bis zur fünften Klasse beginnen sollte. Doch nur 57 % sagten, dass ihre Schulen derzeit Unterricht zu digitaler Kompetenz oder Technologie anbieten. Dem Bericht zufolge bedeutet dies, dass etwa einer von drei Jugendlichen keinen Zugang zu formaler Bildung in diesen Bereichen hat.

Die Familie bleibt die wichtigste Anlaufstelle für digitale Sicherheit: 67 % gaben an, ihren Eltern oder einer erwachsenen Person in der Familie mehr als jeder anderen Quelle zu vertrauen, wenn es um Ratschläge zu gesunden Online-Gewohnheiten geht. Keine andere Quelle erreichte 9 %. Außerdem bezeichneten 78 % ihr derzeitiges Gleichgewicht zwischen Online- und Offline-Leben als gesund. Acht von zehn gaben an, sich an ein Elternteil oder eine erziehungsberechtigte Person wenden zu können, wenn sie mit Betrug, einem Datenschutzproblem, einer unangenehmen Interaktion oder Cybermobbing und Belästigung konfrontiert würden.

Der praktische Wert der Untersuchung besteht darin, dass sie Schulen, Familien und Technologieunternehmen drei parallele Verantwortlichkeiten vor Augen führt: die frühzeitige Vermittlung der Überprüfung von Informationen, die Bereitstellung klarer Hinweise zur digitalen Sicherheit und die Berücksichtigung der Erfahrungen von Jugendlichen bei der Gestaltung digitaler Räume. Die Quelle liefert jedoch keine ausreichenden Details zur Methode der Auswahl der Teilnehmenden oder zu den Unterschieden zwischen den Bundesstaaten. Außerdem stammen die Ergebnisse aus einer Untersuchung, an der Google beteiligt war. Daher sollten die Zahlen innerhalb dieses Rahmens gelesen werden und nicht als umfassendes Urteil über alle Jugendlichen.

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Google Official News
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