Künstliche Intelligenz

Meta-Muse überschreitet dank umfassender Werbeunterstützung 3,4 Millionen Downloads

Die künstliche Intelligenz-App Muse wurde seit ihrem Start am 8. September mehr als 3,4 Millionen Mal heruntergeladen und führte die App-Stores in den USA an. Dies geschah zeitgleich mit einer intensiven Werbekampagne von Meta und der Ankündigung künftiger Funktionen für die App, darunter Videounterhaltungen und die Integration mit Smart Glasses.

2026-09-25
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certi.news Editorial Team
Meta-Muse überschreitet dank umfassender Werbeunterstützung 3,4 Millionen Downloads

Die KI-App Muse hat seit ihrem Start am 8. September die Marke von 3,4 Millionen Downloads überschritten. Das geht aus den neuesten Schätzungen des Unternehmens Sensor Tower hervor. Dabei profitierte die App von positiven ersten Bewertungen und intensiver Werbung durch Meta über Facebook, Instagram und weitere Plattformen. Derzeit ist die App in den USA und Kanada verfügbar.

Muse erreichte am 18. September den ersten Platz im US-amerikanischen App Store und behauptet diese Position seither. Am 19. September gelangte die App außerdem an die Spitze von Google Play. Daten von Sensor Tower zufolge stieg die Zahl der täglich aktiven Nutzer am Mittwoch nach der Meta-Connect-Konferenz um 27 %.

Schnelles Wachstum bei unterschiedlichen Schätzungen

Die Schätzungen der Marktforschungsunternehmen zur Reichweite unterscheiden sich. Sensor Tower schätzte die Zahl der Downloads bis Donnerstag auf mehr als 3,4 Millionen, während Apptopia die Zahl auf 4,3 Millionen bezifferte, darunter 2,6 Millionen Downloads auf iOS-Geräten. Appfigures schätzte die Downloads hingegen auf rund 2,3 Millionen, die sich ungefähr gleichmäßig auf iOS und Android verteilten. Diese Unterschiede spiegeln die Beschaffenheit von Schätzdaten wider. Außerdem umfassen die Zahlen von Sensor Tower möglicherweise nicht die vollständige Wirkung der Werbung, die die Meta-Connect-Konferenz begleitete.

In den ersten zwei Wochen nach dem Start verzeichnete Muse ein durchschnittliches tägliches Download-Wachstum von 55 %, verglichen mit 24 % bei ChatGPT in den ersten zehn Tagen nach dessen Start. Das Download-Wachstum von Claude und Grok ging während ihrer jeweiligen Startzeiträume hingegen zurück. Vor Beginn der Konferenz hatte die App laut Schätzungen von Sensor Tower bereits rund 2,8 Millionen Downloads erreicht.

Meta verstärkt die Werbung und kündigt neue Funktionen an

Meta begann am 9. September, also einen Tag nach dem Start, mit der Ausspielung von Eigenwerbung für die App. Innerhalb von zehn Tagen war Muse dann die App mit dem größten Anteil an Eigenwerbung über die Dienste des Unternehmens und lag damit vor Facebook, Instagram und WhatsApp. Außerdem startete Meta Kampagnen in weiteren Werbenetzwerken und sozialen Plattformen, darunter Reddit, TikTok und YouTube. Bis zum 22. September gelangte die App laut Sensor Tower gemessen an den Werbeausgaben unter die zehn größten Marken.

Dennoch lässt sich diese Entwicklung nicht allein durch Werbung erklären: Anzeigen, die für Muse warben, machten zwischen dem Start und dem 19. September nur etwa 6 % der gesamten Anzeigenimpressionen aus. Dies deutet darauf hin, dass die Reichweite auch von der Sichtbarkeit in den App-Stores und von frühen Rezensionen sowie von Metas bestehender Nutzerbasis profitierte.

Was ändert sich konkret?

Auf der Meta Connect kündigte das Unternehmen geplante Funktionen an, darunter Videounterhaltungen mit einer Muse-Figur, die Unterstützung der Computernutzung auf Mac-Geräten, eine eigene E-Mail-Adresse, weitere Partner und Dienstanbieter sowie Pläne zur Integration der App in Smart Glasses. Diese Funktionen wurden jedoch als zukünftige Pläne angekündigt; die Quelle nennt weder Termine für ihre Einführung noch den Umfang ihrer Verfügbarkeit.

Die aktuelle Bedeutung der Nachricht liegt darin, dass Meta nicht nur eine neue KI-App auf den Markt bringt, sondern sein Verständnis des Nutzerverhaltens in seinen Diensten nutzt, um Werbemodule zu entwickeln, die einem bestimmten Nutzer zeigen, was ein intelligenter Agent leisten kann. Das unterscheidet sich von der Werbung für soziale Apps wie Threads, bei der in größerem Umfang darauf zurückgegriffen werden kann, veröffentlichte Inhalte an die Interessen der Nutzer anzupassen. Offene Fragen betreffen die Fähigkeit von Muse, die schnellen Downloads in eine dauerhafte Nutzung umzuwandeln, sowie die Ausweitung der Verfügbarkeit über die USA und Kanada hinaus.

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