Das Team Cortera gewann den ersten Platz beim Onkoloji-3T-Wettbewerb im Rahmen des TEKNOFEST Güneydoğu, nachdem es einen auf künstlicher Intelligenz und Nanopartikeln basierenden Ansatz zur gezielten Bekämpfung des Glioblastoms entwickelt hatte. Das Projekt befindet sich weiterhin in der Phase der Laborvalidierung, wobei das Team an einer Weiterentwicklung zu fortgeschritteneren Stadien arbeitet.
Das Team Cortera, das aus fünf Studierenden der Fachrichtungen Chemie, Chemieingenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen, Molekularbiologie und Medizin besteht, gewann den ersten Platz beim Onkoloji-3T-Wettbewerb für Onkologie, der im Rahmen der Veranstaltung TEKNOFEST Güneydoğu in der Türkei stattfand. Das Team arbeitet unter der Betreuung von Doç. Dr. Berat İlhan Ceylan aus dem Fachbereich Chemie der Ingenieurfakultät der Universität Istanbul-Cerrahpaşa, mit Unterstützung der Can Sağlığı Vakfı und unter Beteiligung von Studierenden der İstanbul Üniversitesi-Cerrahpaşa, der Yıldız Teknik Üniversitesi und der Koç Üniversitesi.
Das Projekt konzentriert sich auf die Entwicklung eines durch künstliche Intelligenz unterstützten Ansatzes zur Behandlung des Glioblastoms, einer der aggressivsten Formen von Hirnkrebs. Laut Sı̇nem Taş, einem Teammitglied und Studentin des Chemieingenieurwesens und Wirtschaftsingenieurwesens, nutzt das Projekt Deep-Learning-Techniken, um bei der Bestimmung geeigneter Arzneimittelkombinationen zu helfen und diese Medikamente anschließend in Nanopartikel einzubringen.
Wie funktioniert der vorgeschlagene Ansatz?
Das Team strebt an, die Oberfläche der Nanopartikel mit Proteinen zu beschichten, die ihnen dabei helfen, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, wobei gleichzeitig mehrere krankheitsbezogene Mechanismen angegriffen werden sollen. Nach Angaben des Teams besteht das Ziel darin, eine Methode zu entwickeln, die die Ausbreitung von Hirntumoren begrenzen kann, und nicht lediglich ein neues Molekül unabhängig von dessen Verabreichungsmechanismus zu entwerfen.
Die Studierenden führten Laborarbeiten zur Validierung der Projektergebnisse durch. Das Ausgangsmaterial enthält jedoch keine detaillierten Daten zur Wirksamkeit oder Sicherheit des Moleküls sowie zu Tests an tierischen oder menschlichen Modellen. Der Wettbewerbserfolg stellt daher eine Anerkennung des Forschungsprojekts und einen wichtigen Meilenstein für das Team dar, ist jedoch kein Beleg für die Bereitschaft einer klinischen Behandlung.
Was verändert sich in der Praxis?
Der technische Wert des Projekts liegt in der Verbindung der computergestützten Auswahl von Arzneimittelverbindungen mit dem Entwurf eines nanotechnologischen Verabreichungssystems zur Bewältigung des Hindernisses der Blut-Hirn-Schranke. Die Zusammensetzung des Teams verdeutlicht zudem die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Fachgebieten Chemie, Ingenieurwesen, Biologie und Medizin bei der Entwicklung eines komplexen Arzneimittelkandidaten. Der Betreuer und das Team beabsichtigen, die Arbeit nach dem Sieg in fortgeschrittenere Stadien zu überführen, ohne einen Zeitplan oder einen angekündigten Entwicklungsweg festzulegen.
Mehr als 400 Teams nahmen an dem Wettbewerb teil, und Cortera präsentierte sein Projekt vor einer aus acht Juroren bestehenden Kommission in Şanlıurfa. Der Betreuer erklärte, das Team habe über mehrere Monate hinweg intensiv gearbeitet, und das Projekt sei Dr. Büşra Kaya gewidmet, die an Krebs gestorben ist.
Für technisch interessierte Leser hebt die Nachricht den Einsatz künstlicher Intelligenz als Werkzeug innerhalb einer umfassenderen Forschungskette hervor, die die Auswahl von Arzneimitteln, Nanotechnologie und Laborvalidierung umfasst. Offene Fragen betreffen die Fähigkeit des Moleküls oder der Formulierung, eine reproduzierbare Wirksamkeit zu zeigen, ihre Sicherheit sowie die tatsächliche Möglichkeit, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Diese Fragen wurden von der Quelle nicht geklärt.