Cybersicherheit

USA beschuldigen 17 Iraner des Diebstahls geistigen Eigentums im Wert von 3,4 Milliarden Dollar

Die Vereinigten Staaten haben 17 Iraner beschuldigt, angeblich im Rahmen des Mabna-Instituts an Hackerangriffen beteiligt gewesen zu sein, die sich gegen Universitäten, Unternehmen und staatliche Einrichtungen richteten und zum Diebstahl von 31,5 Terabyte an Daten führten. Das US-Außenministerium kündigte Belohnungen von bis zu 10 Millionen Dollar für Informationen über fünf der Beschuldigten an.

2026-08-19
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فريق تحرير certi.news
USA beschuldigen 17 Iraner des Diebstahls geistigen Eigentums im Wert von 3,4 Milliarden Dollar

Die Vereinigten Staaten haben 17 Iraner beschuldigt, angeblich mit dem Mabna-Institut in Verbindung zu stehen, einer Einrichtung, die US-Behörden als Hackerunternehmen „zur Miete“ bezeichnen. Hintergrund ist eine jahrelange Kampagne zum Diebstahl von Forschungsergebnissen, geistigem Eigentum und privaten Daten aus US-amerikanischen und internationalen Einrichtungen.

Das US-Justizministerium erklärte, dass acht Beschuldigte in das Verfahren aufgenommen wurden, während neun weitere bereits in einer im März 2018 veröffentlichten Anklageschrift angeklagt worden waren. Ihnen wurde damals vorgeworfen, mehr als 300 Universitäten und private Unternehmen angegriffen zu haben. Nach Angaben des Ministeriums begannen die Operationen etwa 2013 und richteten sich gegen die Konten von mehr als 100.000 Hochschulprofessoren weltweit; etwa 8.000 dieser Konten wurden kompromittiert.

Umfang der Daten und betroffene Einrichtungen

Nach Angaben der US-Regierung nutzten die Angreifer die kompromittierten Konten, um auf 31,5 Terabyte akademischer Daten zuzugreifen. Dazu gehörten wissenschaftliche Zeitschriften, Abschlussarbeiten und Dissertationen, E-Books sowie Forschungsarbeiten aus verschiedenen Fachgebieten. Die Behörden schätzten den Wert dieser Materialien auf etwa 3,4 Milliarden Dollar.

Von der Operation waren der Ankündigung des Justizministeriums zufolge 178 Universitäten betroffen, darunter 144 Universitäten in den Vereinigten Staaten. Hinzu kamen mindestens 53 private Unternehmen, davon 42 US-amerikanische, zwei Nichtregierungsorganisationen und mindestens 10 staatliche Behörden US-Bundesstaaten. Das Ministerium erklärte, dass HBO zu den Opfern gehörte, nachdem das Unternehmen laut der Ankündigung mit einer Forderung von 6 Millionen Dollar in Bitcoin erpresst worden war.

Anklagen und Belohnungen für Informationen

Die Anklagepunkte umfassen die Verschwörung zur Durchführung von Computerangriffen, Überweisungsbetrug, unbefugten Zugriff zur Erlangung finanzieller Vorteile sowie schweren Identitätsdiebstahl. Für einige dieser Anklagepunkte kann die Höchststrafe bis zu 20 Jahre Gefängnis betragen.

Das US-Außenministerium kündigte Belohnungen von bis zu 10 Millionen Dollar für Informationen an, die zur Ermittlung des Aufenthaltsorts von fünf Beschuldigten führen: Behzad Mesri, Mojtaba Galekuhi, Arman Kahzadian, Keyvan Fayaz und Saber Shahbazi Ballojeh. Außerdem stellte es einen Link über das Tor-Netzwerk bereit, um die anonyme Übermittlung von Informationen zu ermöglichen.

Zu den weiteren Beschuldigten gehören Saeid Houshyar, Manouchehr Hashemloo und Amir Barati sowie Behzad Mesri, bekannt unter dem Namen „Skote Vahshat“, und Keyvan Fayaz, der auch unter den Namen „Achilles“ und „The Joker“ sowie dem Benutzernamen „bc.monster“ bekannt ist, ferner Mojtaba Galekuhi, bekannt unter dem Namen „Mojtaba Ghaleh Koui“.

Warum ist diese Nachricht wichtig?

Der Fall zeigt, dass der Diebstahl akademischer Forschung nicht auf einen einzelnen Hackerangriff beschränkt sein muss, sondern sich zu einer organisierten Operation entwickeln kann, die eine große Zahl von Konten ins Visier nimmt, um auf wissenschaftlich und kommerziell wertvolle Daten zuzugreifen. Die Ankündigung verdeutlicht außerdem, dass die Verwendung gültiger Zugangsdaten Angreifern ermöglichen kann, sich lange Zeit unentdeckt innerhalb von Systemen zu bewegen. Deshalb sind der Schutz der Konten von Forschern und Beschäftigten sowie die Überwachung des Datenzugriffs ein wesentlicher Bestandteil der Abwehrmaßnahmen von Einrichtungen.

Die US-Behörden erklären, dass die Operationen im Auftrag der Islamischen Revolutionsgarde Irans, iranischer Regierungsstellen, Universitäten und zahlender Auftraggeber durchgeführt wurden. Für alle Beschuldigten gilt jedoch die Unschuldsvermutung, bis ihre Schuld vor Gericht nachgewiesen ist.

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