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Amazon EC2 nach 20 Jahren: Von einem einzigen virtuellen Server zu einer Betriebsschicht für künstliche Intelligenz

AWS blickt auf die Entwicklung von Amazon EC2 seit dem Start der Betaversion im Jahr 2006 zurück, als der Dienst auf einen Servertyp und eine Region beschränkt war, bis hin zu mehr als 1.200 Instance-Typen in 39 Regionen. Die jüngsten Meilensteine zeigen, wie sich der Dienst von allgemeiner Datenverarbeitung auf KI-Chips, Mac-Geräte, Bereitstellungen außerhalb der AWS-Regionen und durch formale Verifikation unterstützte Sicherheitsisolierungsmechanismen ausgeweitet hat.

2026-08-25
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certi.news Editorial Team
Amazon EC2 nach 20 Jahren: Von einem einzigen virtuellen Server zu einer Betriebsschicht für künstliche Intelligenz

AWS hat den 20. Jahrestag der Einführung der Betaversion von Amazon EC2 gefeiert, die 2006 in einem von Jeff Barr verfassten Blogbeitrag vorgestellt wurde und skalierbare virtuelle Linux-Server mit stündlicher Abrechnung bereitstellte. Damals gab es nur einen Instance-Typ, m1.small, und eine Region, US East. Laut AWS stellte dieses einfache Modell einen Wandel in der Art und Weise dar, wie Computerinfrastrukturen aufgebaut und verwaltet werden.

Seit dieser Einführung hat sich der Kernnutzen von EC2 nicht verändert: Innerhalb weniger Minuten skalierbare Rechenkapazität bereitzustellen, nach Verbrauch zu bezahlen und Ressourcen ohne langfristige Verpflichtungen auf- oder abzubauen. Der Umfang des Dienstes hat sich jedoch grundlegend verändert: von einem einzigen Instance-Typ auf mehr als 1.200 Typen, die allgemeine Datenverarbeitung, für Verarbeitung, Arbeitsspeicher oder Speicherung optimierte Workloads, beschleunigte Datenverarbeitung und High-Performance Computing abdecken. Außerdem wurde der Dienst von einer AWS-Region auf 39 Regionen weltweit ausgeweitet.

Das Fundament, auf dem das Ökosystem aufgebaut wurde

AWS führt die Entwicklung von EC2 auf mehrere zentrale Dienste zurück, die schrittweise hinzugefügt wurden. Amazon Elastic Block Store stellte 2008 dauerhaften Blockspeicher bereit, während Elastic Load Balancing, Auto Scaling und Amazon CloudWatch 2009 Skalierbarkeit und hohe Verfügbarkeit unterstützten. Im selben Jahr führte Amazon Virtual Private Cloud logisch isolierte Netzwerke ein. 2017 folgte das AWS Nitro System, das die Grundlage für eine beschleunigte Innovation und verbesserte Sicherheit bildete. 2018 kam das AWS-Graviton-Prozessordesign für kostenempfindliche Workloads in großem Maßstab hinzu.

EC2 ist nicht mehr auf die traditionellen AWS-Regionen beschränkt. Mit AWS Outposts, das 2018 eingeführt wurde, können EC2-Instances lokal betrieben werden. AWS Local Zones bieten seit 2019 Standorte näher bei den Nutzern, und AWS Wavelength ermöglicht den Betrieb von Instances innerhalb der globalen 5G-Netze von Telekommunikationsanbietern.

Von allgemeiner Datenverarbeitung zum Lebenszyklus künstlicher Intelligenz

AWS hebt die Erweiterung von EC2 um Chips für künstliche Intelligenz hervor. Die mit AWS-Inferentia-Chips ausgestatteten Inf1-Instances wurden für maschinelles Lernen im großen Maßstab eingeführt. Anschließend wurden Inf2-Instances im April 2023 allgemein verfügbar und auf große generative Inferenz-Workloads ausgerichtet. Parallel dazu zielen Trainium-Instances auf Training und Inferenz: Trn1 wurde im November 2021 vorgestellt, anschließend wurden im Dezember 2024 Trn2-Instances mit Trainium2 eingeführt.

Trn2 UltraServers verbinden bis zu 64 Beschleuniger über NeuronLink, um Basismodelle mit Billionen von Parametern zu trainieren. AWS zufolge können die auf der AWS re:Invent 2025 vorgestellten Trn3 UltraServers bis zu 144 Trainium3-Chips für Trainings- und Serving-Workloads fortschrittlicher Modelle sowie für Agenten-Anwendungen, Inferenz und Video verbinden.

Was hat sich praktisch verändert?

Die Erweiterung beschränkte sich nicht auf Chips. EC2 Mac startete 2020 mit Mac mini-Geräten mit Intel-Core-i7-Prozessoren. Im Juli 2022 folgten M1-Mac-Instances als erste Arm-basierte macOS-Instances in EC2. 2023 kamen M2-Pro-Instances hinzu, 2025 M4 und M4 Pro sowie 2026 M3 Ultra und M4 Max. Damit stehen Cloud-Umgebungen zum Erstellen und Testen von macOS-, iOS-, iPadOS-, tvOS-, watchOS- und visionOS-Anwendungen bereit.

EC2 Capacity Blocks for ML führte außerdem ein Modell für die zeitlich begrenzte Reservierung von GPU-Kapazitäten ein. Kunden können GPU-Instances, beginnend mit P5, für ein künftiges Datum und ausschließlich für die benötigte Dauer reservieren. Im November 2024 wurden die Bereitstellung innerhalb weniger Minuten und eine Verlängerung auf bis zu sechs Monate ergänzt. Anschließend wurde die Unterstützung neben P5 auf P6-B300, P6-B200, P5e, P5en, P4d, P4de, Trn1, Trn2 und Trn3 ausgeweitet.

Die Bedeutung des Jubiläums und seine Grenzen

Diese Entwicklung zeigt, dass EC2 zu einer Betriebsschicht geworden ist, auf die Dienste wie Amazon ECS, Amazon EKS, AWS Lambda, AWS Fargate, AWS Batch, Amazon EMR, Amazon SageMaker AI und Amazon Bedrock aufbauen. AWS weist außerdem darauf hin, dass der auf der AWS re:Invent 2025 vorgestellte Graviton5 über 192 Kerne, einen um das Fünffache größeren Cache und eine um bis zu 33 % geringere Latenz bei der Kommunikation zwischen den Kernen verfügt. Im Juni 2026 sollen anschließend M9g- und M9gd-Instances sowie C9g- und C9gd-Instances eingeführt werden.

Als jüngste Entwicklung nennt AWS die AWS Nitro Isolation Engine im Jahr 2026. Dabei handelt es sich um eine Komponente innerhalb des Nitro Hypervisor, die formale Verifikation nutzt, um eine mathematische Garantie für die Isolation der Kunden-Workloads voneinander und von den AWS-Betreibern zu bieten. Dieser Punkt bleibt, ebenso wie die vom Unternehmen genannten Leistungs- und Token-Effizienzwerte, eine Darstellung aus der Quelle selbst und keine unabhängige Bewertung. Der allgemeine Verlauf ist jedoch eindeutig: Was als Dienst für flexible virtuelle Server begann, ist zu einer Grundlage für den Betrieb unterschiedlichster Workloads geworden – von Webservern bis zum Training von KI-Modellen mit Billionen von Parametern.

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certi.news Editorial Team

Das Wichtigste

AWS feierte das 20-jährige Bestehen von Amazon EC2. Der Dienst entwickelte sich von einem einzigen Typ virtueller Server in einer Region im Jahr 2006 zu mehr als 1.200 Instance-Typen in 39 Regionen. EC2 ist zu einer Plattform für verschiedenste Workloads geworden, darunter künstliche Intelligenz, Mac-Geräte und lokale Bereitstellungen. Zu den Sicherheitsentwicklungen gehört die AWS Nitro Isolation Engine.

  • Amazon EC2 startete 2006 mit virtuellen Linux-Instances des Typs m1.small in der Region US East.
  • Der Dienst umfasst heute laut AWS mehr als 1.200 Instance-Typen in 39 Regionen weltweit.
  • EC2 wurde um KI-Beschleuniger wie AWS Inferentia und AWS Trainium erweitert, darunter Trn2 und Trn3 UltraServers.
  • EC2 Mac ermöglicht das Erstellen und Testen von Anwendungen für Apple-Betriebssysteme. Outposts, Local Zones und Wavelength erlauben den Betrieb von Instances außerhalb der herkömmlichen AWS-Regionen.
  • Die AWS Nitro Isolation Engine verwendet eine formale Verifizierung, um laut AWS eine mathematische Garantie für die Isolation von Kunden-Workloads zu bieten.

FAQ

Wann startete AWS die Betaversion von Amazon EC2?

AWS startete die Betaversion von Amazon EC2 im Jahr 2006.

Wie viele EC2-Instance-Typen bietet AWS derzeit an?

AWS zufolge wurde EC2 auf mehr als 1.200 Instance-Typen erweitert.

Wofür werden Trainium-Instances in EC2 eingesetzt?

Trainium-Instances zielen auf das Training und die Inferenz von KI-Workloads ab, darunter große Modelle.

Welche Funktion hat die AWS Nitro Isolation Engine?

Sie ist eine Komponente des Nitro Hypervisor und verwendet eine formale Verifizierung, um laut AWS eine mathematische Garantie für die Isolation von Kunden-Workloads voneinander und von AWS-Betreibern zu bieten.

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