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Volkswagen erzwingt Software-Beschränkungen für das Laden von ID.4-Batterien zur Vermeidung von Brandrisiken

Volkswagen hat einen technischen Rückruf für ID.4-Fahrzeuge gestartet, der per Software-Update aus der Ferne ein Ladelimit von 80 % erzwingt, um Brandrisiken der Batterien bis zur Findung einer endgültigen Lösung zu begrenzen.

2026-10-20
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certi.news Editorial Team
Volkswagen erzwingt Software-Beschränkungen für das Laden von ID.4-Batterien zur Vermeidung von Brandrisiken

Präventivmaßnahme durch Software-Updates

Volkswagen hat einen technischen Rückruf für 22.524 Fahrzeuge des Modells ID.4 (Modelljahre 2023 bis 2026) in den Vereinigten Staaten angekündigt. Dies geschieht als Vorsichtsmaßnahme, um mit potenziellen Risiken im Batteriesystem umzugehen. Das Unternehmen verpflichtet die Besitzer dieser Fahrzeuge dazu, die maximale Ladekapazität auf 80 % zu begrenzen, wobei eine Option zur automatischen Umsetzung dieser Maßnahme per Software-Update aus der Ferne (Over-the-Air) aktiviert wird.

Warum ist diese Nachricht wichtig?

Diese Maßnahme erfolgt, nachdem das Unternehmen Fälle festgestellt hat, in denen bestimmte Ladeprofile bei Überschreitung der 80-Prozent-Kapazität zu dem führen können, was das Unternehmen als "thermische Ausbreitung" (thermal propagation) bezeichnet, was wiederum einen Brand innerhalb des Batteriepakets verursachen könnte. Dieser Schritt ist ein prominentes Beispiel dafür, wie Hersteller von Elektrofahrzeugen die Software-Konnektivität (OTA) nutzen, um die Fahrzeugsicherheit proaktiv zu verwalten, bevor eine endgültige mechanische oder technische Reparatur verfügbar ist.

Details zum Rückruf und technische Beschränkungen

Volkswagen erklärte, dass das Software-Update automatisch angewendet wird, sofern der Nutzer es nicht manuell über die myVW-App vor dem 21. Oktober 2026 ablehnt. Diese Anpassung wird den Nutzern unter der Bezeichnung "Hochvolt-Batterieeinstellungen 93EX" angezeigt. Es ist geplant, dass sich diese Änderung bis zum 27. Oktober 2026 in der App widerspiegelt.

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Die verfügbaren Daten zeigen, dass das Unternehmen zwischen Januar 2024 und August 2026 in den Vereinigten Staaten 22 Meldungen im Zusammenhang mit diesem Problem erhalten hat. Volkswagen arbeitet derzeit mit dem Batteriezellenlieferanten SK Battery America zusammen, um weitere Klärungen zu den Herstellungsprozessen zu erhalten und den Umfang des Problems präzise zu bestimmen.

Umfang der globalen Auswirkungen

Dieser Rückruf beschränkt sich nicht nur auf den US-Markt; ein Unternehmenssprecher bestätigte gegenüber der deutschen Zeitung Handelsblatt, dass sich die Auswirkungen auf "einige Tausend" Elektrofahrzeuge des Volkswagen-Konzerns weltweit erstrecken, einschließlich der Modelle ID.3, ID.7 und ID. Buzz sowie des Cupra Born.

Das Unternehmen betont, dass diese Lösung vorübergehend ist und weiterhin an der Entwicklung einer grundlegenden Behebung des Problems gearbeitet wird. Offizielle Benachrichtigungen an die Besitzer werden voraussichtlich am 27. November 2026 versandt, mit dem Versprechen, zusätzliche Updates bereitzustellen, sobald die endgültige Lösung bereitsteht.

Nachrichtenquelle
Electrek - EV Technology
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