Künstliche Intelligenz

Jensen Huang präsentiert den Plan von NVIDIA zum Aufbau eines KI-Ökosystems in Europa

Der CEO und Gründer von NVIDIA stellte während der GTC Paris die Ausweitung der KI-Infrastruktur in Europa vor – von Blackwell-Systemen und souveränen Modellen bis hin zu Quantencomputing und Robotik. Zu den Ankündigungen gehörten eine industrielle KI-Cloud in Deutschland, der Ausbau der Technologiezentren sowie die Bereitstellung von CUDA-Q auf dem Supercomputer Gefion.

2025-06-11
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فريق تحرير certi.news
Jensen Huang präsentiert den Plan von NVIDIA zum Aufbau eines KI-Ökosystems in Europa

Jensen Huang, Gründer und CEO von NVIDIA, präsentierte während der parallel zur Veranstaltung VivaTech stattfindenden Konferenz GTC Paris eine Vision, nach der Europa von der Einführung künstlicher Intelligenz zum Aufbau ihrer Industrie und Infrastruktur übergeht. Huang sagte, künstliche Intelligenz sei zu einer neuen Industrie und zu einem Teil einer „Intelligenzinfrastruktur“ geworden, die von jedem Land und jeder Gesellschaft genutzt werden werde.

Die Präsentation behandelte das Wachstum der Inferenz-Workloads, Quantencomputing, Infrastruktur, agentische künstliche Intelligenz und Robotik sowie einen Schwerpunkt auf den Partnerschaften von NVIDIA mit europäischen Regierungen, Telekommunikationsunternehmen und Cloud-Anbietern.

Blackwell-Systeme und KI-Fabriken

Huang sagte, das System GB200 NVL72, das er als „eine riesige GPU“ bezeichnete, sei in die Vollproduktion eingetreten und betreibe Anwendungen, zu denen souveräne Modelle und Quantencomputing gehören. Das System sei laut seiner Präsentation als „Denkmaschine“ konzipiert, die Inferenz und Planung durchführen und mehr Zeit mit der Interaktion mit sich selbst verbringen könne.

NVIDIA-Partner produzierten derzeit 1.000 GB200-Systeme pro Woche, erklärte Huang. Die verfügbare Systempalette umfasse außerdem NVIDIA DGX Spark und in Racks installierte RTX PRO Servers. Das Unternehmen arbeite mit Staaten am Aufbau von zwei Arten von Infrastrukturen: einer KI-Infrastruktur, die Dienstleistungen für Dritte bereitstelle, und „KI-Fabriken“, die Unternehmen für den eigenen Gebrauch und zur Erzielung von Einnahmen errichteten.

NVIDIA kündigte außerdem den Ausbau seines Netzwerks von Technologiezentren in Europa an, darunter neue Zentren in Finnland, Deutschland, Spanien, Italien und dem Vereinigten Königreich, um die Entwicklung von Kompetenzen und das Wachstum im Bereich Quantencomputing zu beschleunigen.

Quantencomputing und souveräne Modelle

Die NVIDIA-Plattform CUDA-Q ist auf dem Supercomputer Gefion in Dänemark verfügbar geworden und eröffnet damit Möglichkeiten für Anwendungen, die künstliche Intelligenz und Quantenengineering verbinden. Das Unternehmen kündigte außerdem die Verfügbarkeit von CUDA-Q auf NVIDIA-Grace-Blackwell-Systemen an sowie seine Zusammenarbeit mit Supercomputing-Zentren und Entwicklern von Quantenhardware zur Unterstützung der Forschung an hybrider Datenverarbeitung und Quantenfehlerkorrektur.

Huang stellte die NVIDIA-Nemotron-Modelle vor, die für den Aufbau großer Sprachmodelle bestimmt sind, die an lokale Bedürfnisse angepasst werden können. Diese Modelle werden die Inferenzsuchmaschine Perplexity erreichen und damit die Bereitstellung mehrsprachiger künstlicher Intelligenz ermöglichen, wobei laut Präsentation die Sprache, Kultur und Sensibilität jedes Landes berücksichtigt werden.

Agenten und die industrielle Cloud

NVIDIA präsentierte eine Reihe von Blueprints für den Aufbau agentischer künstlicher Intelligenz, darunter einen Blueprint für die Sicherheit von Agenten, der sich an Unternehmen und Regierungen richtet, sowie die NVIDIA NeMo Agent Suite und einen Blueprint zum Aufbau von Datenkreisläufen, die die Entwicklung von Agenten speisen. Das Unternehmen werde mit Regierungen, Telekommunikationsunternehmen und Cloud-Anbietern zusammenarbeiten, um die Plattform DGX Cloud Lepton in der Region bereitzustellen und sie mit Hugging Face zu integrieren, damit direkter Zugang zu globalen Rechenkapazitäten möglich werde.

Im Industriesektor kündigte NVIDIA den Start der weltweit ersten industriellen KI-Cloud an. Sie soll in Deutschland aufgebaut werden, um europäischen Herstellern die Simulation, Automatisierung und Optimierung in großem Maßstab zu ermöglichen, basierend auf digitalen Zwillingen und der Omniverse-Plattform.

Huang sagte, NVIDIA DRIVE, die integrierte Plattform des Unternehmens für autonomes Fahren, sei in die Produktion eingetreten, um die großflächige Einführung sicherer und intelligenter Transportmittel zu beschleunigen. Außerdem sprach er über die Newton-Engine zum Training von Robotern in Physik, die NVIDIA in Partnerschaft mit DeepMind und Disney entwickelt hat.

Das Wachstum der Inferenz und die nächste Phase

Huang schätzte, dass die Zahl der Inferenznutzer von 8 Millionen auf 800 Millionen gestiegen sei – eine Verhundertfachung innerhalb weniger Jahre. Seiner Ansicht nach erfordert dieses Wachstum Computer, die für Denken und Inferenz konzipiert sind, wobei Blackwell-Systeme in einer neuen Klasse von Rechenzentren eingesetzt werden, die er „KI-Fabriken“ nannte, um die Tokens zu erzeugen, die den Rohstoff der modernen künstlichen Intelligenz bilden.

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