Google hat neue Aktualisierungen für Discover und Google News angekündigt, die Nutzern eine direktere Kontrolle über die Art der Inhalte ermöglichen, die ihnen angezeigt werden. Das Update umfasst die Anpassung des Discover-Feeds über Befehle in natürlicher Sprache, die Steuerung der Themen, die in die täglichen Audiozusammenfassungen in Google News einfließen, sowie ein neues Tool, mit dem Nutzer Nachrichtenseiten als bevorzugte Quellen auswählen können.
Discover per Unterhaltung anpassen
Nutzer können auf das Dreipunkt-Symbol neben einem Discover-Inhalt oder auf eine spezielle Karte tippen, die im Feed angezeigt wird, und anschließend in natürlicher Sprache beschreiben, was sie sehen möchten. Die Anfrage kann beispielsweise beinhalten, dass bestimmte Themen oder Links häufiger oder seltener angezeigt werden sollen.
Google kann zusätzliche Fragen stellen, um die Präferenzen genauer zu verstehen. Nach Eingang der Anfrage wird der Feed sofort entsprechend der neuen Anweisung aktualisiert. Der Dienst kann sich diese Präferenzen außerdem für die spätere Nutzung merken. Google hatte im vergangenen Jahr mit dem Test dieser Funktion begonnen; die Einführung soll in den kommenden Tagen über die mobile Google-App starten. Auf Discover kann auch über Chrome und Android-Geräte zugegriffen werden.
Weitere Optionen für Audiozusammenfassungen in Google News
Die Aktualisierungen umfassen außerdem die täglichen Audiozusammenfassungen in der Google-News-App für Android. Nutzer wählen die Themen aus, die sie interessieren, und zwar aus Hauptkategorien wie allgemeine Nachrichten, Wirtschaft, Unterhaltung und Lifestyle, Sport sowie Wissenschaft und Technologie.
Die Anpassung beschränkt sich nicht auf diese allgemeinen Kategorien; auch spezifischere Unterthemen können ausgewählt werden. Im Bereich Unterhaltung stehen beispielsweise Kunst und Design, Film, Musik, Theater und Fernsehen zur Verfügung. Die Zusammenfassungen zeigen die Namen der Nachrichtenquellen deutlich an und enthalten Links, über die zu den vollständigen Texten gewechselt werden kann.
Die Schaltfläche „Bevorzugte Quellen“ für Publisher
Google führt außerdem die Schaltfläche „Bevorzugte Quellen“ ein, die Publisher auf ihren Websites platzieren können. Wenn Nutzer darauf klicken, wird die Website zu ihrer Liste bevorzugter Quellen bei Google hinzugefügt. Anschließend werden sie zu der Seite zurückgeleitet, die sie auf der Website des Publishers angesehen hatten.
Inhalte dieser Quellen können im Bereich Top Stories innerhalb der Google-Suche häufiger erscheinen. Laut den Entwicklerdokumenten von Google kann die Funktion weltweit in allen Sprachen verwendet werden, in denen die Suchmaschine den Bereich Top Stories unterstützt.
Was ändert sich praktisch?
Diese Tools bieten Nutzern eine direkte Möglichkeit, anzupassen, was sie erreicht, anstatt sich nur über einen langen Zeitraum auf die indirekte Interaktion mit Inhalten zu verlassen. Für Publisher kann die Schaltfläche „Bevorzugte Quellen“ einen zusätzlichen Kanal bieten, um bei Lesern präsent zu bleiben, die ihre Websites ausdrücklich ausgewählt haben.
Die Auswirkungen der Schaltfläche auf die tatsächlichen Besuche sind jedoch weiterhin unklar. Ausgewählte Inhalte können auch in AI Overviews und im AI Mode mit dem Hinweis „Bevorzugte Quelle“ erscheinen. Bei beiden handelt es sich um Erfahrungen, die Nutzer innerhalb der Google-Dienste halten können, anstatt sie auf die Website des Publishers weiterzuleiten. Daher bleibt offen, ob der potenzielle Anstieg des Empfehlungsverkehrs zu Nachrichtenseiten tatsächlich eintreten wird.