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Musikverlage verklagen Anthropic wegen Piraterie und der Nutzung geschützter Werke zum Training von Claude

Sony Music Publishing, Warner Chappell und weitere Verlage haben Anthropic und dessen Gründer verklagt. Sie werfen dem Unternehmen vor, Millionen urheberrechtlich geschützter Werke heruntergeladen und per Torrent bezogen zu haben, um Claude zu trainieren. Der Fall folgt auf ein früheres Urteil, das Anthropic wegen der Beschaffung geschützter Inhalte durch Piraterie zur Zahlung von 1,5 Milliarden US-Dollar verpflichtete, obwohl deren Nutzung für das Training als rechtmäßig angesehen wurde.

2026-08-29
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certi.news Editorial Team
Musikverlage verklagen Anthropic wegen Piraterie und der Nutzung geschützter Werke zum Training von Claude
Sony Music Publishing, Warner Chappell und weitere Verlage haben Anthropic und dessen Gründer verklagt. Sie werfen dem Unternehmen vor, Millionen urheberrechtlich geschützter Werke heruntergeladen und per Torrent bezogen zu haben, um Claude zu trainieren. Der Fall folgt auf ein früheres Urteil, das Anthropic wegen der Beschaffung geschützter Inhalte durch Piraterie zur Zahlung von 1,5 Milliarden US-Dollar verpflichtete, obwohl deren Nutzung für das Training als rechtmäßig angesehen wurde.

Sony Music Publishing, Warner Chappell und eine Reihe von Musikverlagen haben eine Klage gegen Anthropic und dessen Gründer Dario Amodei und Benjamin Mann eingereicht. Sie werfen dem KI-Labor vor, eine umfassende Kampagne durchgeführt zu haben, um urheberrechtlich geschützte Werke illegal zu beschaffen und anschließend zum Training des Modells Claude zu verwenden.

Die Klage wurde am späten Freitag vor dem US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien eingereicht. Nach Angaben der Kläger umfassten die Praktiken von Anthropic die Nutzung von Torrents, Scraping und das unbefugte Herunterladen Tausender geschützter Werke. TechCrunch konnte vor der Veröffentlichung des Berichts keine Stellungnahme des Unternehmens erhalten.

Vorwurf geht über die bloße Nutzung von Inhalten für das Training hinaus

In dem Fall geht es nicht nur um die übliche Frage, ob das Training von KI-Modellen mit geschützten Materialien als rechtmäßige Nutzung gilt. Die Klage wirft Anthropic vor, illegal Millionen Kopien von Büchern per Torrent beschafft zu haben, darunter Bücher mit Liedtexten und Musiknoten.

Die Verlage bezeichnen das Geschehen als „dreisten Diebstahl“ und „offensichtliche Piraterie“. Diese Bezeichnungen stellen jedoch Behauptungen der Kläger in der Klage dar und sind kein endgültiges Gerichtsurteil gegen Anthropic. Außerdem enthielt das Material keinen Hinweis auf die rechtliche Position des Unternehmens oder dessen Antwort auf die Vorwürfe.

Verbindung zu früheren Streitigkeiten

Die neue Klage reiht sich in eine Serie von Verfahren ein, mit denen Anthropic wegen geistigen Eigentums konfrontiert ist. Einige der beteiligten Anwälte vertreten auch Concord Music Group und Universal Music Group in einem im Januar eingereichten Verfahren. Zudem standen sie im Zusammenhang mit dem Fall Bartz v. Anthropic, in dem Autoren dem Unternehmen vorwarfen, geschützte Bücher zum Training von Produkten wie Claude verwendet zu haben.

Dem Material zufolge wurde Anthropic im Fall Bartz zur Zahlung von 1,5 Milliarden US-Dollar verpflichtet, nachdem ein Richter zu dem Schluss gekommen war, dass die Nutzung geschützter Werke zum Training von KI-Systemen rechtmäßig war, die Beschaffung dieser Werke durch Piraterie jedoch nicht.

Warum ist diese Nachricht wichtig?

Die aktuelle Klage fügt dem Streit über Trainingsdaten für künstliche Intelligenz eine spezifischere Ebene hinzu: Selbst wenn Gerichte das Prinzip akzeptieren, dass geschützte Inhalte unter bestimmten Umständen für das Training verwendet werden dürfen, können die Quelle der Daten und die Art ihrer Beschaffung eine eigenständige rechtliche Haftung begründen. Damit stehen Modellanbieter vor einer praktischen Frage, die sich auf die Aufzeichnungen über Trainingsquellen und die Verfahren zur Beschaffung von Inhalten bezieht, nicht nur auf das Design des Modells oder dessen Ausgaben.

Der Ausgang dieses Verfahrens bleibt offen; das verfügbare Material enthält weder eine Antwort von Anthropic noch ein neues Gerichtsurteil. Der Umfang der Klage, die Bücher mit Liedtexten und Musiknoten umfasst, unterscheidet sie zudem von früheren Verfahren hinsichtlich der Arten von Materialien, deren Schutz die Rechteinhaber verlangen.

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certi.news Editorial Team

Das Wichtigste

Sony Music Publishing, Warner Chappell und weitere Verlage haben Anthropic und ihre Gründer verklagt. Sie werfen dem Unternehmen vor, illegal Millionen urheberrechtlich geschützter Werke beschafft und zum Training von Claude verwendet zu haben. Der Artikel enthält keine Stellungnahme von Anthropic und kein abschließendes Urteil im neuen Verfahren. Dabei wird zwischen der Rechtmäßigkeit des Trainings und der Art der Datenbeschaffung unterschieden.

  • Die Klage wirft Anthropic vor, urheberrechtlich geschützte Werke mithilfe von Torrents, Scraping und unbefugten Downloads beschafft zu haben.
  • Zu den umstrittenen Materialien gehören Bücher mit Songtexten und Noten.
  • Die Klage wurde beim US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien eingereicht.
  • Das Verfahren betrifft Claude sowie die Anthropic-Gründer Dario Amodei und Benjamin Mann.
  • Der Artikel erwähnt ein früheres Urteil, das Anthropic wegen der Beschaffung von Inhalten durch Piraterie zur Zahlung von 1,5 Milliarden US-Dollar verpflichtete, während die Nutzung dieser Inhalte zum Training als rechtmäßig angesehen wurde.
  • Die Vorwürfe der Verlage stellen kein abschließendes Gerichtsurteil dar, und der Artikel gibt Anthro­pics Position zu der Klage nicht wieder.

FAQ

Was werfen die Musikverlage Anthropic vor?

Sie werfen dem Unternehmen vor, illegal Millionen urheberrechtlich geschützter Werke beschafft zu haben, darunter Bücher mit Songtexten und Noten, und diese anschließend zum Training von Claude verwendet zu haben.

Ist die neue Klage gegen Anthropic bereits entschieden?

Nein. Die Klage wurde erst vor Kurzem eingereicht, und der Artikel enthält weder ein abschließendes Urteil noch eine Stellungnahme von Anthropic.

Was ist der Unterschied zwischen der Nutzung von Inhalten zum Training und ihrer Beschaffung?

Der Artikel weist darauf hin, dass die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke zum Training von KI-Systemen unter bestimmten Umständen als rechtmäßig gelten kann, während ihre Beschaffung durch Piraterie illegal sein kann.

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