NeoVolta Power hat sich von SK On über fünf Jahre die Lieferung in den USA hergestellter Batteriezellen gesichert. Dies unterstützt die Erweiterung seines Werks für Energiespeichersysteme in der Stadt Gainesville im US-Bundesstaat Georgia. Die unterzeichnete Vereinbarung sieht die Lieferung von 9 Gigawattstunden Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) im Zeitraum von 2027 bis 2031 vor.
Die Zellen werden an das Werk von NeoVolta geliefert, wo sie zu Energiespeichersystemen für gewerbliche und industrielle Projekte sowie Großprojekte von Versorgungsunternehmen zusammengebaut werden. Im Rahmen der Vereinbarung wird SK On zum Hauptlieferanten von prismatischen LFP-Zellen, die in NeoVoltas Energiespeicherprodukten verwendet werden.
Eine bestätigte und eine noch ungeklärte Phase
Die Zusammenarbeit besteht aus zwei Teilen, doch bislang ist nur der erste Teil verbindlich geworden. Die unterzeichnete Verpflichtung umfasst 9 Gigawattstunden Zellen. Der vorgeschlagene Rahmen für den zweiten Teil sieht die Lieferung weiterer 9 Gigawattstunden an NeoVolta vor, die daraus Batteriepacks herstellen würde, welche SK On anschließend kaufen würde.
Wenn die zweite Phase umgesetzt wird, würde das Gesamtvolumen der Zusammenarbeit zwischen 2027 und 2031 18 Gigawattstunden erreichen. Diese zusätzliche Menge ist jedoch nicht garantiert, da sie von künftigen Bestellungen und einer Einigung über die Geschäftsbedingungen abhängt. Daher sollte sie derzeit nicht als gesicherte Lieferkapazität betrachtet werden.
Was ändert sich konkret?
NeoVolta nahm im Januar seine US-amerikanische Batterieproduktionsplattform in Betrieb und erklärte damals, dass die erste Produktionslinie im Werk in Gainesville auf eine jährliche Produktion von 2 Gigawattstunden Energiespeichersystemen ausgelegt sei, mit der Möglichkeit einer Erweiterung auf 8 Gigawattstunden pro Jahr. Die erste Linie befindet sich derzeit in der Testbetriebs- und Hochlaufphase.
Nach Angaben des Unternehmens könnte die Vereinbarung mit SK On den Aufbau einer zweiten Produktionslinie unterstützen, die prismatische LFP-Zellen verwendet. Dadurch würde die angestrebte Jahreskapazität des Werks bis 2028 auf 8 Gigawattstunden steigen. Diese Zahlen bleiben operative Ziele, die mit dem Erfolg der Erweiterung und des Produktionshochlaufs verknüpft sind, und sind kein Beleg dafür, dass die angestrebte Kapazität bereits erreicht wurde.
Warum ist diese Nachricht wichtig?
Die Bedeutung der Vereinbarung liegt darin, dass sie die Erweiterung eines US-amerikanischen Energiespeicherwerks mit zeitlich festgelegten lokalen Lieferungen verknüpft, anstatt sich auf eine allgemeine Absichtserklärung zu beschränken. Außerdem verschafft sie NeoVolta einen Hauptlieferanten für LFP-Zellen. Diese Chemie wird aufgrund ihrer langen Lebensdauer und hohen thermischen Stabilität sowie wegen ihrer Unabhängigkeit von Nickel und Kobalt in großem Umfang für stationäre Speicher eingesetzt.
Andererseits weisen LFP-Zellen eine geringere Energiedichte auf als einige andere Lithium-Ionen-Batteriechemien. Bei stationären Speichern ist diese Einschränkung weniger kritisch, da Masse und Volumen dort in der Regel nicht so entscheidend sind wie bei Fahrzeugen. Offen bleibt weiterhin, ob NeoVolta die erste Linie betreiben, die zweite Linie finanzieren und bauen sowie den zusätzlichen Kooperationsrahmen in verbindliche Bestellungen und Geschäftsbedingungen überführen kann.