SpaceWERX, der Innovationsarm der US Space Force, hat 11 Unternehmen für eine neue Runde von Vereinbarungen über eine Strategic Funding Increase (STRATFI) ausgewählt. Ziel ist es, Raumfahrttechnologien von der frühen Entwicklungsphase zu operativen Anwendungen für militärische Aufgaben voranzubringen. Insgesamt sollen die Vereinbarungen voraussichtlich 562,5 Millionen US-Dollar von staatlichen Stellen und privaten Investoren mobilisieren.
SpaceWERX gab die Auswahl am 20. August während der Fed Supernova-Konferenz in Austin im Bundesstaat Texas bekannt. Die Auswahl stellt noch keine endgültigen Verträge dar; die Unternehmen werden mit SpaceWERX und den zugehörigen Stellen der Space Force über die Vereinbarungen und die Umsetzungsphasen verhandeln und nachweisen, dass ihre Technologien militärische Anforderungen erfüllen können.
Gemeinsame Finanzierung vor dem Übergang zur Beschaffung
Der Wert einer einzelnen STRATFI-Vereinbarung kann bis zu 60 Millionen US-Dollar erreichen und umfasst üblicherweise staatliche Finanzierung und private Investitionen. SpaceWERX kann bis zu 15 Millionen US-Dollar aus Mitteln des Small Business Innovation Research-Programms (SBIR) bereitstellen. Die verbleibenden Beträge sollen von militärischen Kunden und durch entsprechende private Investitionen ergänzt werden.
Dieses Modell unterscheidet sich von den traditionellen SBIR-Zuschüssen in ihren frühen Phasen, da es voraussetzt, dass andere Stellen bereit sind, eigene Mittel hinter das Projekt zu stellen, zusätzlich zu Investoren außerhalb der Regierung. Mit dieser Struktur versucht STRATFI, die Interessen des Start-ups, des operativen Kunden und des privaten Kapitals aufeinander abzustimmen, bevor sich die Regierung zum Kauf der Fähigkeit in größerem Umfang verpflichtet.
Ausgewählte Unternehmen und Technologien
Die Liste umfasst Agile Space Industries, das chemische Antriebssysteme und Triebwerke mit hohem Schub für Raumfahrzeuge entwickelt; sowie Antares Nuclear, das fabrikgefertigte kleine Kernreaktoren für Verteidigungs- und kommerzielle Anwendungen entwickelt und bereits Fördermittel der Air Force erhalten hat, um seine Technologie für den Einsatz im Weltraum anzupassen.
EO Solutions entwickelt Sensoren für das Weltraumlagebewusstsein, Technologien für gerichtete Energie und optische Systeme, während Hydrosat Satelliten mit thermischen Infrarotsensoren betreibt, um Wärmesignaturen und Veränderungen auf der Erdoberfläche zu erfassen. Muon Space arbeitet außerdem an der Entwicklung, dem Bau und dem Betrieb von Satellitenkonstellationen für kommerzielle und verteidigungsbezogene Zwecke, einschließlich der Umweltüberwachung aus dem Weltraum.
Zur Gruppe gehören außerdem Method Security, spezialisiert auf Cybersicherheitssoftware für staatliche Systeme und kritische Infrastrukturen; Scout Space, das optische Sensoren entwickelt, die an Raumfahrzeugen angebracht werden, mit Verarbeitung an Bord des Satelliten und autonomer Software zur Erfassung und Analyse orbitaler Objekte; sowie Sedaro, das Software für digitales Engineering und Simulationen, die Erstellung hochpräziser Modelle und digitaler Zwillinge von Satelliten und militärischen Systemen bereitstellt.
Star Catcher Industries arbeitet an einem orbitalen Energienetz, das Energie optisch an Satelliten überträgt, während ThinkOrbital Technologien für die Inspektion, Wartung und den Bau von Raumfahrzeugen im Orbit entwickelt, darunter automatisierte Schweißwerkzeuge und ein Röntgensystem. Im Haupttext erscheint der Name KMI Space für ein Unternehmen, das Raumfahrzeuge und robotische Systeme für die logistische Versorgung im Orbit und die Beseitigung von Weltraumschrott entwickelt, während die Zusammenfassung den Namen Kall Morris nennt; dieser Punkt bedarf einer redaktionellen Überprüfung.
Warum ist dieses Programm wichtig?
SpaceWERX veröffentlicht für diese Runde keine Einzelheiten zu den jeweiligen Projekten. Daher lässt sich nicht bestimmen, welche Fähigkeiten operativ priorisiert werden oder wann sie in Dienst gestellt werden. Der STRATFI-Mechanismus bedeutet jedoch, dass die ausgewählten Unternehmen öffentliche Finanzierung, militärische Nachfrage und private Investitionen miteinander verbinden und anschließend Verhandlungs- und Testphasen durchlaufen müssen, bevor ein endgültiger Beschaffungsvertrag zustande kommt. Der Direktor von SpaceWERX, Arthur Grijalva, sagte, das Programm helfe der Space Force, der Industrie und den Investoren die Nachfrage zu verdeutlichen.
STRATFI steht Unternehmen offen, die ein Phase-II-Projekt im Rahmen des SBIR- oder STTR-Programms durchführen oder vor Kurzem abgeschlossen haben. Die Auswahl stellt daher einen zusätzlichen Finanzierungs- und Validierungsschritt dar und ist keine Bekanntgabe, dass die genannten Technologien bereits in den militärischen Dienst aufgenommen wurden.