Toyota hat die Einführung des Highlander BEV, ihres ersten dreireihigen Elektro-SUVs, auf 2027 oder später verschoben. Damit kommt es zu einer erneuten Verzögerung gegenüber dem noch vor wenigen Monaten erwarteten Termin. Ursprünglich sollte das Fahrzeug, das als Modelljahr 2027 geführt wird, vor Ende 2026 auf den Markt kommen.
Nach einem Bericht von Nikkei wird sich auch der Produktionsbeginn im Toyota-Werk in Georgetown im US-Bundesstaat Kentucky um mehrere Monate verzögern. Das Unternehmen plante, die Fertigung in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 aufzunehmen. Nach den jüngsten verfügbaren Informationen gilt dieser Zeitplan jedoch nicht mehr.
Toyota hat keinen neuen Termin bestätigt
Toyota hatte im Juli erklärt, die Verzögerung ermögliche „zusätzliche Anpassungen“. Ein Unternehmenssprecher sagte gegenüber Cars.com, die Verschiebung werde mindestens acht Wochen betragen, wodurch sich die Einführung auf Anfang 2027 verschieben könnte. Der jüngste Bericht von Nikkei verwendet jedoch eine weiter gefasste Formulierung: „2027 oder später“, ohne einen Monat oder endgültigen Termin zu nennen.
Die Verzögerung betrifft ausschließlich die Elektroversion. Der aktuelle Highlander, der mit Benzinmotor oder Hybridantrieb erhältlich ist, soll voraussichtlich noch lange im Jahr 2027 bei den Händlern verfügbar bleiben. Toyota hat bislang weder ein neues Datum für den Produktionsbeginn des Highlander BEV noch für dessen Markteinführung bekannt gegeben.
Was sollte der Highlander BEV bieten?
Bei seiner Einführung soll das Fahrzeug in den Ausstattungsvarianten Limited und XLE sowie mit Front- oder Allradantrieb erhältlich sein. Toyota will zwei Batterien mit einer Kapazität von 77 und 95,8 Kilowattstunden anbieten. Die angegebene Reichweite beträgt mit der kleineren Batterie 287 Meilen und mit der größeren Batterie 320 Meilen, jeweils bei Wahl des Frontantriebs.
Zur Innenausstattung gehören das Toyota Audio Multimedia-System mit kabelloser Unterstützung für Apple CarPlay und Android Auto sowie ein 12,3 Zoll großes Kombiinstrument und ein 14 Zoll großer zentraler Informations- und Unterhaltungsbildschirm.
Warum ist diese Verzögerung von Bedeutung?
Der Highlander BEV hätte das vierte Elektrofahrzeug zur Toyota-Modellpalette in den USA hinzugefügt, die laut dem Ausgangsmaterial derzeit bZ, C-HR und bZ Woodland umfasst. Auch der Subaru Getaway, ein dreireihiges Elektro-SUV, das auf derselben TNGA-K-EV-Plattform basiert, wurde verschoben. Er sollte gemeinsam mit dem elektrischen Highlander im Werk in Kentucky produziert werden.
Die wichtigste redaktionelle Einschätzung lautet, dass die Verzögerung nicht nur die angekündigten Fahrzeugspezifikationen verändert, sondern auch Toyotas Einstieg in das Segment der großen dreireihigen Elektrofahrzeuge verschiebt. Electrek zufolge könnte dies Wettbewerbern wie Hyundai und Kia die Möglichkeit geben, potenzielle Käufer zu gewinnen. Dabei wird darauf verwiesen, dass die Verkäufe des Toyota bZ in den USA im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 90 % gestiegen seien und das Modell laut dem Ausgangsmaterial dort zum viertmeistverkauften Elektrofahrzeug geworden sei.
Dieser letzte Punkt stellt jedoch eine redaktionelle Einschätzung von Electrek und keine Ankündigung von Toyota dar. Außerdem hat das Unternehmen keinen konkreten technischen Grund für die Verzögerung genannt, abgesehen von dem Hinweis auf „zusätzliche Anpassungen“. Daher lässt sich anhand der verfügbaren Informationen nicht feststellen, ob die Verschiebung mit der Fertigung, der Software oder den Zulassungstests zusammenhängt. Der tatsächliche Einführungstermin und die Spezifikationen der endgültigen Version müssen weiterhin offiziell bestätigt werden.