Künstliche Intelligenz

Autodesk erweitert KI-Funktionen in Fusion, Inventor und Vault zur Unterstützung der Wiederverwendung von Konstruktionsdaten

Autodesk kündigte während der Autodesk University 2026 neue KI-Funktionen für die Plattformen Fusion, Inventor und Vault an, darunter die Automatisierung von Teilen der Konstruktion und Montage sowie die Verwaltung von Produktlebenszyklusdaten. Das Unternehmen konzentriert sich darauf, Konstruktions- und Fertigungsdaten sowie deren betrieblichen Kontext miteinander zu verknüpfen, um wiederkehrende Arbeit zu reduzieren und die Wiederverwendung technischer Ressourcen zu verbessern.

2026-10-01
4 Min. Lesezeit
11 Aufrufe
certi.news
Autodesk erweitert KI-Funktionen in Fusion, Inventor und Vault zur Unterstützung der Wiederverwendung von Konstruktionsdaten

Autodesk stellte während der Konferenz Autodesk University 2026, die vom 15. bis 17. September 2026 in Las Vegas stattfand, eine Reihe von KI-Funktionen für die Plattformen Fusion, Inventor und Vault sowie Initiativen im Zusammenhang mit dem Produktlebenszyklusmanagement (PLM) vor. Diese Funktionen sollen Teile der Arbeitsabläufe in Konstruktion, Engineering und Fertigung automatisieren und dabei die in den Plattformen verfügbaren Produktdaten und betrieblichen Kontextinformationen nutzen.

Autodesk zufolge besteht das Ziel darin, die Zeit zu reduzieren, die Ingenieure für wiederkehrende Aufgaben aufwenden, etwa für die Anpassung von Modellen, das Schreiben von CNC-Programmen und die Simulation der Produktleistung. Die erklärte Vision beruht darauf, KI zum Verständnis von Daten, Arbeitskontext und domänenspezifischem Wissen einzusetzen und anschließend einige Schritte der Konstruktion und Fertigung in stärker automatisierte Prozesse umzuwandeln.

Automatisierung von Konstruktion und Montage in Fusion

In Fusion arbeitet Autodesk an Funktionen wie AutoConstrain, AutoTimeline und AutoAssemble. AutoTimeline befasst sich mit importierten Modellen, denen eine bearbeitbare Zeitleiste fehlt, und wandelt sie in parametrische Teile um, die angepasst werden können. AutoAssemble erkennt die geometrischen Beziehungen zwischen den Komponenten eines Produkts und erstellt anschließend die für den Aufbau der Baugruppe erforderlichen Bauteilpositionen und Gelenke.

Das Unternehmen stellte außerdem die Funktion System Modeler vor, die auf die Modellierung von Prozessen im Zusammenhang mit der Vorbereitung von Maschinen, die Erstellung von Werkzeugpfaden und die Dokumentation von Fertigungsschritten abzielt. Der Ansatz ermöglicht die Wiederverwendung wiederkehrender Arbeitsabläufe und die Verbindung von Konstruktions- und Produktionsphasen, anstatt jedes Projekt vollständig als eigenständigen Prozess zu behandeln.

Verknüpfung von Produktdaten mit KI-Agenten

Im PLM-Bereich entwickelt Autodesk eine Integration von Produktdaten und Arbeitsanforderungen über KI-Agenten. Dieser Ansatz kann Teams dabei unterstützen, Ergebnisse früherer Projekte wiederzuverwenden, relevantes Wissen zu finden und Aufgaben zwischen Teams entsprechend dem Projektfortschritt zu koordinieren. Das Unternehmen verbindet dies mit dem Aufbau einer digitalen Kette zwischen Konstruktions-, Engineering- und Fertigungsteams und der Verkürzung der Zeit, die zum Auffinden benötigter Informationen erforderlich ist.

Die Quelle legt jedoch nicht fest, wie weit die Autonomie dieser Agenten reicht oder welche Mechanismen zur Überprüfung ihrer Ergebnisse vorgesehen sind. Dies ist ein wichtiger Punkt in Konstruktions- und Fertigungsumgebungen, in denen fehlerhafte Änderungen zu Fehlern am Produkt oder in der Produktion führen können.

Autodesk Assistant in Inventor und Vault

Autodesk kündigte außerdem den Einsatz von Autodesk Assistant in Inventor an, basierend auf Programmierschnittstellen (API), Konstruktionswerkzeugen und iLogic-Regeln. Zu den angekündigten Fähigkeiten gehören die Analyse von Modellen, die Änderung von Parametern und Komponenten, die Erstellung von Modellzuständen sowie die automatische Ausführung bestimmter Aufgaben.

Inventor wird einen Fusion Connected Client erhalten, um die Desktop-Konstruktion mit cloudbasierten Fusion-Daten und Prozessen zur Verwaltung des Produktlebenszyklus zu verbinden. In Vault ermöglicht Autodesk Assistant die Suche in Daten sowie die Anzeige verknüpfter Teile und ihrer Informationen. Dadurch sollen Teams bei der Auswahl geeigneter Komponenten und bei der Wiederverwendung von Konstruktionsdaten unterstützt werden, anstatt diese neu zu erstellen.

Was ändert sich in der Praxis?

Der wichtigste Wert dieser Ankündigungen liegt nicht allein darin, CAD-Werkzeuge um einen Konversationsassistenten zu ergänzen, sondern in dem Versuch von Autodesk, Konstruktions- und Fertigungsdaten über mehrere Phasen und Produkte hinweg nutzbar zu machen. Wenn diese Vision wie vom Unternehmen beschrieben umgesetzt wird, könnte sich KI von isolierten Vorschlägen hin zur Automatisierung miteinander verbundener Schritte entwickeln, die beim Modell beginnen und sich über Montage und Fertigung bis zur Datenverwaltung erstrecken.

Die praktische Anwendbarkeit bleibt jedoch an die Datenqualität, die Konsistenz der Modelle, die Korrektheit der Geschäftsregeln und die Verfahren zur Überprüfung der KI-Ergebnisse gebunden. Außerdem kündigt die Quelle Funktionen an, die sich in Entwicklung befinden oder erweitert werden, ohne vollständige Angaben zu Verfügbarkeitsterminen, dem Unterstützungsumfang für die einzelnen Versionen oder Leistungskennzahlen zu machen. Daher sollte die praktische Wirkung als von Autodesk angekündigte Richtung und nicht als für alle Nutzer nachgewiesenes Ergebnis betrachtet werden.

Nachrichtenquelle
c
Autor

certi.news

Aus derselben Kategorie

Das könnte Sie interessieren

Alle Nachrichten anzeigen