Künstliche Intelligenz

Google.org finanziert 17 Organisationen mit 36 Millionen Dollar, um wissenschaftliche Entdeckungen mithilfe künstlicher Intelligenz zu beschleunigen

Google.org hat Fördermittel in Höhe von 36 Millionen Dollar an 17 Organisationen vergeben, die auf künstlicher Intelligenz basierende Lösungen in den Bereichen Klima, Gesundheit und Grundlagenwissenschaften entwickeln. Die ausgewählten Organisationen können an einem sechsmonatigen Accelerator-Programm mit technischer Beratung, technischer Unterstützung und Infrastruktur von Google teilnehmen.

2026-10-14
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certi.news Editorial Team
Google.org finanziert 17 Organisationen mit 36 Millionen Dollar, um wissenschaftliche Entdeckungen mithilfe künstlicher Intelligenz zu beschleunigen

Google.org hat 17 Organisationen ausgewählt, die im Rahmen der Challenge „Impact Challenge: AI for Science“ insgesamt 36 Millionen Dollar erhalten. Ziel ist es, künstliche Intelligenz zur Beschleunigung von Forschungsarbeiten in den Bereichen Klima, Gesundheit und Grundlagenwissenschaften einzusetzen. Die geförderten Organisationen können an einem sechsmonatigen Accelerator-Programm teilnehmen, in dem die Teilnehmenden technische Beratung, technische Unterstützung und Zugang zur Infrastruktur von Google erhalten.

Die Auswahl erfolgte nach einer offenen Ausschreibung, bei der Bewerbungen aus 30 Ländern eingingen. Die Projekte decken unterschiedliche Bereiche ab – von der Vorhersage von Stürmen und der Entwicklung von Fusionsenergie bis hin zur Entwicklung von Therapien und dem Verständnis genetischer Veränderungen.

Beispiele für Innovationen in Klima und Energie

AfriClimate AI Limited analysiert frühere Wetterindikatoren für gefährliche Sturmsysteme in Afrika. Ziel ist es, die Vorwarnzeit für Sturzfluten von weniger als drei Stunden auf mehr als sechs Stunden zu erhöhen. Das Inria Chile Research Center entwickelt ein multimodales Basismodell für den Ozean, indem es einen digitalen Zwilling der marinen Ökosysteme der Erde erstellt.

Im Energiebereich nutzt das Max Planck Institute for Plasma Physics in Zusammenarbeit mit der TU Eindhoven physikbasierte künstliche Intelligenz, um turbulente Bedingungen in Fusionsreaktoren zu simulieren und die Lücke zwischen Simulation und realer Anwendung zu verkleinern. Die University of Texas at Austin entwickelt außerdem neuronale Netzwerkmodelle, um die Entwicklung kompakter Fusionsreaktoren zu beschleunigen.

Zu den weiteren Projekten gehören die automatisierte Materialentdeckung am Massachusetts Institute of Technology, die Entwicklung interpretierbarer Klimamodelle an der UC San Diego, die Verbesserung von Natrium-Ionen-Batterien an der University of Cambridge sowie der Entwurf von Proteinen mithilfe natürlicher Sprache an der University of Washington für Anwendungen einschließlich des Abbaus von Plastik.

Künstliche Intelligenz in der Gesundheitsforschung

Das AITHYRA Research Institute strebt in Zusammenarbeit mit der EPFL an, zu verstehen, wie Viren Zellen manipulieren, und eine mithilfe künstlicher Intelligenz entwickelte Proteinbibliothek zur Entdeckung von Therapien für Proteine zu erstellen, die medikamentös nur schwer angreifbar sind. Das Allen Institute arbeitet an der Entwicklung von DNA-Sequenzen, die auf bestimmte Gehirnzelltypen abzielen, die besonders anfällig für neurodegenerative Erkrankungen sind. Modelle, Sequenzen und Ergebnisse sollen dabei offen geteilt werden.

Die weiteren Gesundheitsinitiativen reichen von der Entwicklung einer präzisen chemischen Therapie an der Australian National University über die Untersuchung des Einflusses genetischer Varianten auf die Regulierung des RNA-Spleißens an der National University of Singapore bis hin zur Entdeckung bislang unbekannter Ursachen von Mutationen an der New York University Grossman School of Medicine.

Die University of California, Berkeley entwickelt außerdem Methoden, um aus medizinischen Modellen, die als Blackboxen funktionieren, interpretierbare klinische Biomarker zu gewinnen. Die University of Cape Town erstellt eine Plattform zur Kartierung der genetischen Variation in afrikanischen Genen, die Medikamente verstoffwechseln. Die Liste umfasst außerdem ingenieurwissenschaftliche Modelle zum Vergleich der Herzregeneration an der University of Pittsburgh sowie ein Basismodell für den Entwurf von Peptidmedikamenten an der University of Toronto.

Was verändert sich in der Praxis?

Das Programm kündigt weder ein einzelnes KI-Modell noch ein fertiges Produkt an, sondern lenkt Finanzierung und technische Unterstützung auf spezialisierte Forschungsprojekte, die von einer Ausweitung der Rechenkapazitäten und verbesserten Modellen profitieren könnten. Der unmittelbare Wert der Förderung liegt in der Verbindung wissenschaftlicher Expertise mit technischer Infrastruktur. Die endgültigen Ergebnisse – etwa eine höhere Genauigkeit von Vorhersagen oder der Zugang zu nutzbaren Therapien – hängen weiterhin vom Fortschritt jedes einzelnen Projekts und seiner Fähigkeit ab, von der Forschung zu einer überprüfbaren Anwendung überzugehen.

Die Art der Projekte deutet auf eine zunehmende Nutzung multimodaler Modelle, interpretierbarer künstlicher Intelligenz und Basismodelle in Bereichen hin, die spezialisierte Daten und wissenschaftliche Experimente erfordern. Die Ankündigung nennt jedoch weder die Höhe der Förderung für die einzelnen Organisationen noch Zeitpläne für die Projektergebnisse oder einheitliche Messkriterien für deren Vergleich.

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certi.news Editorial Team

Das Wichtigste

Google.org hat im Rahmen der Impact Challenge: AI for Science insgesamt 36 Millionen US-Dollar an 17 Organisationen vergeben, um den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Klima-, Gesundheits- und Grundlagenforschung zu unterstützen. Die Förderempfänger nehmen an einem sechsmonatigen Accelerator-Programm mit technischer Unterstützung, fachlicher Beratung und Infrastruktur von Google teil. Bisher wurden weder Ergebnisse noch fertige Produkte angekündigt.

  • 17 Organisationen wurden aus Bewerbungen aus 30 Ländern für eine Förderung ausgewählt.
  • Die Projekte befassen sich mit der Vorhersage von Stürmen, Fusionsenergie sowie dem Design von Materialien und Batterien.
  • Zu den Anwendungen im Gesundheitsbereich gehören das Design von Proteinen und Medikamenten sowie die Untersuchung von Viren, Mutationen und genetischen Varianten.
  • Das Programm bietet sechs Monate lang technische Unterstützung, fachliche Beratung und Zugang zu Ressourcen der Google-Infrastruktur.
  • In der Ankündigung werden weder die Fördersumme für die einzelnen Organisationen noch Zeitpläne für Ergebnisse oder einheitliche Kriterien zur Erfolgsmessung genannt.
  • Bei dem Programm geht es nicht um die Einführung eines einzelnen Modells oder Produkts, sondern um die Finanzierung spezialisierter Forschungsprojekte.

FAQ

Wie hoch ist die Gesamtfördersumme?

Die Gesamtfördersumme beträgt 36 Millionen US-Dollar und wird auf 17 Organisationen verteilt.

Wie lange dauert das Accelerator-Programm?

Das Accelerator-Programm dauert sechs Monate.

Auf welche Bereiche zielen die Projekte ab?

Die Projekte konzentrieren sich auf Klima, Gesundheit und Grundlagenforschung, darunter Sturmvorhersage, Fusionsenergie und das Design von Therapien.

Wurde ein fertiges KI-Produkt oder -Modell angekündigt?

Nein. Das Programm konzentriert sich auf die Finanzierung und Unterstützung spezialisierter Forschungsprojekte; ein fertiges Modell oder Produkt wurde nicht angekündigt.

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