Ford ermöglicht potenziellen Käufern, sich für eine Einladung zur Vorbestellung seines neuen Elektro-Pick-ups Fathom zu registrieren, bevor die Bestellungen Anfang 2027 offiziell geöffnet werden. Der Preis der Version mit Standardbatterie beginnt bei 28.350 US-Dollar beziehungsweise bei weniger als 30.000 US-Dollar nach Hinzurechnung der Überführungsgebühr von 1.595 US-Dollar.
Der Fathom soll einen Elektro-Pick-up zu einem deutlich niedrigeren Preis als der Ford F-150 Lightning anbieten, der den ersten Versuch des Unternehmens auf dem Markt für Elektro-Pick-ups darstellte. Ford zufolge wird der Fathom das erste Modell auf Basis der Universal Electric Vehicle (UEV)-Plattform sein, die den Übergang von der ersten Generation seiner Elektrofahrzeuge darstellen soll.
Was wissen wir über den Pick-up?
Ford stuft das Fahrzeug als mittelgroßen Elektro-Pick-up mit vier Türen ein. Die während der Tests gesichteten Prototypen wirken jedoch von ihrer Größe her dem Ford Maverick ähnlich, der allgemein als kompakter Pick-up gilt. Das Unternehmen hat bislang weder Angaben zur Reichweite noch zur Anhängelast oder zu den endgültigen Abmessungen veröffentlicht.
Der Fathom verwendet kobalt- und nickelfreie Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP), wobei sich das Batteriepaket im Fahrzeugboden befindet. Ford zufolge senkt dieses Design den Schwerpunkt, was die Stabilität verbessern und für einen ruhigeren sowie geräumigeren Innenraum sorgen könnte. Zudem behauptet das Unternehmen, dass die Beschleunigung von null auf 60 Meilen pro Stunde nahe an der Leistung des Mustang EcoBoost liegen werde.
Alle Varianten werden das BlueCruise-System für freihändiges Fahren auf Autobahnen sowie bidirektionales Laden unterstützen. Zu den angekündigten Ausstattungsmerkmalen gehören ein großer Touchscreen, die direkte Integration von Apple Maps in das Navigationssystem – erstmals bei Ford –, außerdem ein digitaler Schlüssel, die Fernsteuerung über die Ford-App sowie Unterstützung für Apple CarPlay und Android Auto. Das Fahrzeug wird außerdem über einen NACS-Anschluss verfügen, wie an Testmodellen zu sehen war, die an einer Tesla-Ladestation gesichtet wurden.
Was ändert sich praktisch?
Wenn Ford den angekündigten Preis beibehält, könnte der Fathom Elektro-Pick-ups im Vergleich zu den teureren Modellen einer größeren Käufergruppe zugänglich machen. Die Kombination aus bidirektionalem Laden, BlueCruise und einem NACS-Anschluss ordnet das Fahrzeug zudem in ein Nutzungssystem ein, das über das tägliche Fahren allein hinausgeht. Dieser Vorteil bleibt jedoch davon abhängig, dass Reichweite, Anhängelast und die tatsächliche Ausstattung der einzelnen Varianten bekannt gegeben werden.
Ford zufolge werden die Kosten für den Besitz eines Fathom über fünf Jahre niedriger sein als die Kosten für den Besitz eines drei Jahre alten gebrauchten Tesla Model Y, ohne dass die Quelle Einzelheiten zur Berechnung oder den verwendeten Annahmen liefert. Auch die Batteriespezifikationen und die endgültige Preisgestaltung über den Einstiegspreis hinaus stehen noch nicht fest.
Produktionsbeginn und offene Fragen
Die ersten Prototypen sollen 2027 das 3 Millionen Quadratfuß große Werk Louisville Assembly Plant verlassen; die Auslieferungen sollen später im selben Jahr beginnen. CEO Jim Farley sagte, die groß angelegte Einführung des Fahrzeugs zu den geplanten Kosten und zum vorgesehenen Termin werde eine große Herausforderung darstellen. Ford bestätigte unterdessen, dass es keine Änderung am Plan für die Einführung des Fathom im Jahr 2027 gebe.
Die derzeitige Registrierung dient daher dazu, Updates zu erhalten und sich der Liste der Interessenten anzuschließen, und stellt keine endgültige Kaufbestellung dar. Vor der Markteinführung muss Ford noch Reichweite, Anhängelast, Abmessungen sowie die tatsächlichen Varianten und Preise erläutern.