Chips und Halbleiter

Huawei enthüllt Roadmap für Ascend-Chips und Atlas-Architektur zur Erweiterung der KI-Kapazitäten

Huawei hat neue Ascend-Chips und Atlas-SuperPoD-Systeme für das Training und den Betrieb von KI-Modellen angekündigt; die Markteinführungstermine reichen von 2027 bis 2029. Der Plan umfasst eine optische Verbindungsarchitektur. Das Unternehmen erklärt zudem, dass seine neue Architektur bis 2031 eine Leistung ermöglichen könnte, die der von Chips mit 1,4-Nanometer-Strukturbreite entspricht, ohne auf eine vergleichbare Verkleinerung der Fertigungsstrukturen angewiesen zu sein.

2026-09-17
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certi.news
Huawei enthüllt Roadmap für Ascend-Chips und Atlas-Architektur zur Erweiterung der KI-Kapazitäten

Huawei hat während der Huawei Connect in Shanghai eine neue Generation von Ascend-Chips und Atlas-SuperPoD-Systemen vorgestellt. Damit soll eine Hardware-Infrastruktur für das Training und den Betrieb von KI-Modellen bereitgestellt werden. Die Ankündigungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem chinesische Unternehmen versuchen, heimische Alternativen zu fortschrittlicher Hardware zu entwickeln, deren Export in die Volksrepublik die USA beschränken.

Roadmap der Markteinführungen bis 2029

Wang Tao, Vizepräsident von Huawei, erklärte, dass der für das Training von KI-Modellen bestimmte Ascend 960DT im ersten Quartal 2027 auf den Markt kommen soll. Der für Inferenzprozesse vorgesehene Ascend 960PR, also für die Verarbeitung von Daten nach dem Training des Modells, soll im dritten Quartal desselben Jahres folgen.

Das Unternehmen kündigte außerdem an, dass die beiden nächsten Generationen, Ascend 970 und Ascend 980, in den Jahren 2028 beziehungsweise 2029 auf den Markt kommen sollen. Huawei zufolge trägt der derzeit eingesetzte Ascend 950 dazu bei, einen Teil der Lücke zu schließen, die durch die US-Exportbeschränkungen für fortschrittliche Nvidia-Chips entstanden ist, ergänzt durch die von dem Unternehmen bereitgestellte Rechen- und Netzwerkausrüstung.

Neue Architektur soll laut Huawei die Grenzen der Strukturverkleinerung überwinden

Huawei stützte seine Präsentation auf ein von dem Unternehmen als „Taos Skalierungsgesetz“ bezeichnetes Prinzip, das es im Mai als Ansatz zur Überwindung einiger mit dem Mooreschen Gesetz verbundener Grenzen vorgestellt hatte. Der Ansatz beruht dem Unternehmen zufolge auf einer gefalteten Architektur, die die Signallaufzeit verkürzt, anstatt sich ausschließlich auf die Verringerung der Abmessungen von Komponenten zu stützen.

Wang erklärte, Huawei strebe an, bis 2031 Halbleiterschaltungen mit einer Leistung zu entwickeln, die der von Chips mit 1,4-Nanometer-Strukturbreite entspricht, ohne auf fortschrittliche Lithografiemaschinen angewiesen zu sein, die vergleichbaren Exportbeschränkungen für China unterliegen. Außerdem behauptete er, die Architektur könne die Prozessorleistung, die Bandbreite, die Speicherkapazität und die Verbindungsgeschwindigkeiten erheblich steigern, ohne eine vergleichbare Verkleinerung der Fertigungsstrukturen.

Huawei hatte zuvor auf den Beginn des Einsatzes dieser Architektur in Mate-2-Smartphones hingewiesen, doch ihre Anwendung auf KI-Chips blieb fraglich. Die Präsentation enthielt den verfügbaren Details zufolge keine unabhängigen Testergebnisse, die diese Versprechen belegen oder die Fertigungsmethode der betreffenden Chips vollständig erläutern.

Optische Verbindungen innerhalb des Atlas SuperPoD

Das Unternehmen stellte außerdem das Atlas-960E-SuperPoD-System vor. Es soll die NPO-Technologie, also Near-Package Optics, einsetzen, um Schaltkreise und Module über optische Verbindungen statt über elektrische Verbindungen zu verknüpfen. Diese Architektur soll den Datentransfer zwischen einer großen Zahl von Grafikprozessoren innerhalb eines einzelnen Clusters verbessern.

Huawei zufolge wurde das System entwickelt, um das Training und den Betrieb von KI-Modellen zu beschleunigen, wenn diese 10 Billionen Parameter erreichen. Die Quelle nennt jedoch weder einen Termin für die kommerzielle Verfügbarkeit des Systems noch detaillierte Spezifikationen oder mit Konkurrenzplattformen vergleichbare Leistungswerte.

Warum ist diese Ankündigung wichtig?

Die tatsächliche Veränderung beschränkt sich nicht auf die Hinzufügung eines neuen Chips, sondern besteht in der Vorstellung einer integrierten Roadmap, die Prozessoren, die Verbindung zwischen Recheneinheiten und Netzwerkausrüstung zusammenführt. Dies könnte chinesischen Unternehmen unter den Beschränkungen beim Zugang zu bestimmten ausländischen Chips und Anlagen eine stärker integrierte Option für die Entwicklung von KI-Systemen bieten.

Die meisten langfristigen Angaben, etwa das Ziel für 2031, bleiben jedoch Aussagen von Huawei und sind keine unabhängig überprüften Ergebnisse. Der praktische Wert der Ankündigung wird daher davon abhängen, wann der Ascend 960 auf den Markt kommt, wie gut er tatsächlich mit Alternativen konkurrieren kann und wie erfolgreich sich die NPO-Technologie in groß angelegten Produktionssystemen einsetzen lässt.

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Anadolu Agency Technology
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