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Gudea sammelt 7 Millionen Dollar ein, um die Verbreitung von Narrativen im Internet vorherzusagen

Das US-Start-up Gudea hat in einer Seed-Finanzierungsrunde 7 Millionen Dollar eingesammelt, um eine Plattform zu entwickeln, die die Verbreitungswege von Informationen über mehr als 600 soziale Plattformen hinweg abbildet und vorhersagt, welche Narrative sich zu weit verbreiteten Phänomenen entwickeln könnten.

2026-10-08
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certi.news Editorial Team
Gudea sammelt 7 Millionen Dollar ein, um die Verbreitung von Narrativen im Internet vorherzusagen

Das in Minneapolis ansässige Start-up Gudea hat in einer Seed-Finanzierungsrunde 7 Millionen Dollar eingesammelt, die von Mudita Venture Partners und Silicon Road Ventures gemeinsam angeführt wurde. Damit stieg die Gesamtfinanzierung des 2023 gegründeten Unternehmens auf rund 15 Millionen Dollar, wie Crunchbase News unter Berufung auf den Mitgründer und CEO Keith Presley berichtete.

Gudea entwickelt eine Plattform, die Unternehmen dabei helfen soll, aufkommende digitale Narrative zu erkennen, bevor sie sich weit verbreiten, die mögliche Reichweite sowie den Zeitpunkt ihres Aufstiegs und Rückgangs vorherzusagen und außerdem die Personen und Gruppen zu bestimmen, die ihre Verbreitung über verschiedene Plattformen vorantreiben.

Von der Verfolgung von Signalen zur Abbildung von Informationswegen

Das Unternehmen ist der Ansicht, dass die Beobachtung von Signalen und Hashtags nur einen Teil der Geschichte offenlegt. Statt lediglich die Erwähnungen einer bestimmten Marke oder eines bestimmten Themas zu zählen, versucht Gudea abzubilden, wie Informationen zwischen Personen, Gruppen und Plattformen weitergegeben werden, und anschließend die daraus entstehenden Muster zu nutzen, um die Zukunft eines Narrativs einzuschätzen.

Presley vergleicht die Plattform mit einem „Sturmbeobachter für das Internet“ und sagt, das Unternehmen nutze Muster der Informationsverbreitung ähnlich wie Meteorologen Muster zur Wettervorhersage einsetzen. Gudea zufolge deckt die Technologie mehr als 600 soziale Plattformen ab.

Vom Reputationsmanagement zu breiteren Anwendungsbereichen

Die Technologie entstand aus der George Washington Initiative, einer gemeinnützigen Organisation, die Methoden anpasste, die Nachrichtendienste zur Störung der Online-Netzwerke von al-Qaida und ISIS eingesetzt hatten, um sie für innenpolitische Informationskampagnen zu verwenden. Nachdem das Team keine Social-Listening-Tools gefunden hatte, die die Wege der Informationsverbreitung sichtbar machen konnten, begann James Thomin, Mitgründer und CTO, mit der Entwicklung einer Technologie zur Abbildung dieser Wege.

Die Analyse der Reaktionen auf die Marketingkampagne von Bud Light mit dem Schauspieler Dylan Mulvaney stellte für das Team einen Wendepunkt dar. Dabei stellte es fest, dass die bei den Reaktionen verwendeten Informationswege den Wegen ähnelten, die bei der Verbreitung von Fehlinformationen über Covid-19 aufgetreten waren. Das Team kam zu dem Schluss, dass sich dieselben Muster in unterschiedlichen Kontexten wiederholen, wodurch sich der potenzielle Anwendungsbereich der Technologie erweitert.

Derzeit konzentriert sich das Unternehmen kommerziell auf das Management von Reputationsrisiken, indem es großen Unternehmen hilft, Geschichten zu beobachten, die noch vor ihrer Verbreitung einflussreich werden könnten. Das Unternehmen erklärt, dass das System keine vorherige Kenntnis von Schlüsselwörtern benötigt, um potenziell positive oder negative Narrative zu finden.

Warum ist diese Nachricht wichtig?

Die Finanzierung stellt eine Wette darauf dar, dass sich Tools zur Inhaltsüberwachung von der Analyse dessen, was geschehen ist, hin zu dem Versuch entwickeln, vorherzusagen, was geschehen wird. Dies könnte Unternehmen zugutekommen, die mit schnell zunehmenden Reputationsrisiken konfrontiert sind. Gleichzeitig wirft es offene Fragen dazu auf, wie sich natürliche Verbreitung von koordinierter Manipulation unterscheiden lässt und wie genau Vorhersagen über eine derart große Zahl von Plattformen sind. Der Artikel nennt weder Kundennamen noch Einzelheiten zur Funktionsweise der Vorhersage, da das Unternehmen erklärte, die Sensibilität seiner Arbeit hindere es daran, Kunden offenzulegen. Daher lässt sich die kommerzielle oder technische Leistung der Plattform anhand der verfügbaren Informationen nicht unabhängig bewerten.

Zum Kundenstamm von Gudea gehören große Unternehmen aus den Bereichen künstliche Intelligenz, Telekommunikation, Unterhaltung und Einzelhandel. Außerdem teilte das Unternehmen mit, dass sein Umsatz im Jahresvergleich um 357 % gestiegen sei, ohne weitere Finanzdetails vorzulegen.

Nachrichtenquelle
Crunchbase News
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