Microsoft hat Administratoren der Plattform Microsoft Teams eine neue Funktion bereitgestellt, die ihnen die Kontrolle darüber gibt, wie mit Schimpfwörtern in Besprechungstranskripten (Transcripts) umgegangen wird. Dieses Update ermöglicht es Unternehmen zu wählen, ob unangemessene Wörter in den Protokollen unverändert angezeigt oder automatisch maskiert (Masking) werden.
Details des Updates und technische Funktionsweise
Diese Änderung betrifft sowohl Live-Transkripte (Live transcription) als auch gespeicherte Besprechungstranskripte. Technisch gesehen bleibt die Funktion zur Schimpfwortfilterung standardmäßig aktiviert. Das bedeutet, dass Unternehmen, die ungefilterte Texte sehen möchten, die Einstellungen manuell über die administratorspezifischen Besprechungsrichtlinien (Meeting policies) ändern müssen.
Es ist wichtig, zwischen zwei Arten der Textanzeige in einer Besprechung zu unterscheiden: Während Transkripte der Richtlinie des Administrators (Admin) unterliegen, die das Filterungsniveau festlegt, funktioniert die Live-Untertitelung (Live captions) weiterhin gemäß den persönlichen Einstellungen jedes einzelnen Besprechungsteilnehmers. Dadurch wird sichergestellt, dass die individuellen Benutzerpräferenzen nicht durch die allgemeinen Unternehmensrichtlinien beeinträchtigt werden.
Warum dieses Update für Unternehmen wichtig ist
Die Kontrolle von Schimpfwörtern mag zunächst wie eine Frage der Bürodisziplin erscheinen, hat jedoch in professionellen Arbeitsumgebungen wichtige technische, rechtliche und regulatorische Dimensionen. Die Bedeutung dieser Funktion zeigt sich in folgenden Fällen:
- Interne Untersuchungen: Bereitstellung eines genauen und wörtlichen Protokolls des Gesagten ohne Änderungen oder Maskierungen, die die Bedeutung verändern könnten.
- Personalbeschwerden (HR): Genaue Dokumentation von Gesprächen bei beruflichen Streitigkeiten.
- Compliance und rechtliche Prüfungen: Gewährleistung absolut realitätsgetreuer Texte für den Fall, dass diese als rechtliche Beweismittel oder für Compliance-Prüfungen benötigt werden.
Darüber hinaus umfassten die jüngsten Updates für Teams weitere Funktionen zur Verbesserung der Produktivität, wie die Möglichkeit, Anrufe in einem separaten Fenster zu öffnen, um Multitasking zu erleichtern, sowie die Option, vor Beginn der Besprechung die vorherige Zustimmung aller Teilnehmer einzuholen, um die Transparenz zu erhöhen.