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Solarmodulfabrik mit 1,3 Gigawatt unterstützt die Expansion von Translucent Energy in den USA

Translucent Energy hat die erste Phase seiner neuen Fabrik in South Carolina mit einer Produktionskapazität von 1,3 Gigawatt in Betrieb genommen und plant eine Erweiterung auf die Herstellung von Solarzellen und -wafern. Die Fabrik ist zudem mit dem Netzwerk des Unternehmens aus transportablen Mikronetzen und Lösungen für das Laden von Elektrofahrzeugen verbunden.

2026-08-22
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certi.news Editorial Team
Solarmodulfabrik mit 1,3 Gigawatt unterstützt die Expansion von Translucent Energy in den USA

Das Unternehmen Translucent Energy hat am 17. August 2026 die erste Phase einer neuen Fabrik für Solarmodule in der Stadt Summerville im US-Bundesstaat South Carolina mit einer Produktionskapazität von 1,3 Gigawatt in Betrieb genommen. Nach Angaben des Unternehmens wird die Fabrik bis zum Jahresende 167 Arbeitsplätze schaffen; bei Umsetzung der späteren Ausbauphasen sollen weitere Arbeitsplätze hinzukommen.

Das Projekt verschafft dem in Charleston ansässigen Unternehmen eine US-amerikanische Produktionsbasis für die Herstellung von Modulen für Versorgungsprojekte sowie für kommerzielle, industrielle und private Anwendungen. Der Quelle zufolge beabsichtigt Translucent Energy, seine Aktivitäten künftig auf die Herstellung von Solarzellen und -wafern innerhalb der USA auszuweiten, anstatt sich auf die Montage von Modulen zu beschränken.

Warum ist diese Nachricht wichtig?

Die Bedeutung der Fabrik ergibt sich aus ihrer Größe im Vergleich zur Lage der Solarbranche in South Carolina. Der Bundesstaat belegt bei der installierten Solarleistung den 24. Platz unter den US-Bundesstaaten, und Solarenergie macht dort nur 3,9 % der Stromerzeugung aus. Schätzungen der Solar Energy Industries Association (SEIA) zufolge sollen in dem Bundesstaat in den kommenden fünf Jahren etwas mehr als 1,7 Gigawatt Solarleistung hinzukommen, womit South Carolina beim erwarteten Wachstum den 36. Platz belegt.

Den Angaben der Quelle zufolge gab es im Juni lediglich 516 Solararbeitsplätze, verteilt auf 105 Einrichtungen im Bundesstaat, darunter Installations-, Entwicklungs- und Fertigungsunternehmen. Daher spiegelt die angekündigte Kapazität der Fabrik nicht unbedingt eine lokale Nachfrage wider, sondern könnte das Unternehmen dazu veranlassen, andere US-Märkte anzusprechen, insbesondere wenn es ihm gelingt, die Qualität aufrechtzuerhalten und sein Kundennetzwerk auszubauen.

Fertigung und Handelspolitik

Translucent Energy begrüßte eine Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump vom 6. August gemäß Section 232 des Trade Expansion Act von 1962. Sie betrifft die Einschränkung von Importen von Polysilizium, einem wesentlichen Bestandteil von Solarzellen, sowie Maßnahmen zur Förderung seiner inländischen Produktion.

Der General Manager des Unternehmens, Augustus Rylands, erklärte, die angekündigten Zölle auf Polysilizium und seine Derivate gäben US-amerikanischen Herstellern aus Sicht des Unternehmens mehr Sicherheit für Investitionen in großem Umfang. Der technische Leiter Dr. Nabih Cherradi bestätigte seinerseits, dass die Fabrik für die Herstellung in den USA gefertigter Module nach internationalen Qualitätsstandards konzipiert worden sei. Die Auswirkungen der Handelspolitik auf Produktionskosten, Preise und Lieferketten bleiben offene Fragen, die der Artikel nicht beantwortet.

Von der Fabrik zu Mikronetzen und dem Laden von Fahrzeugen

Die Aktivitäten von Translucent Energy beschränken sich nicht auf die Herstellung von Modulen. Das Unternehmen entwickelt das TAU-System, ein transportables, in Containern untergebrachtes Mikronetz, bei dem die Solarmodule auf einer aufklappbaren Plattform installiert werden. Diese kann auf Dächern oder am Boden befestigt, anschließend zusammengeklappt und an einen anderen Standort transportiert werden.

TAU zielt auf Anwendungen wie die Elektrifizierung ländlicher Gebiete, Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Notfallhilfsdienste, temporäre Siedlungen, Wasseraufbereitungsanlagen, landwirtschaftliche Anlagen und Gewächshäuser, netzunabhängige Telekommunikationseinrichtungen sowie industrielle und militärische Standorte und abgelegene Inseln.

Das Unternehmen vermarktet außerdem das EV-E-System mit integrierten Ladestationen. Die Version EV-E4 ermöglicht das gleichzeitige Laden von bis zu vier Fahrzeugen, während die Version EV-E7 die Zahl auf sieben Fahrzeuge erhöht. Das Unternehmen bietet maßgeschneiderte Flottenlösungen an, die netzunabhängig oder netzgekoppelt betrieben werden können. Größe der Solaranlage und des Speichers sowie die Zahl der Ladegeräte werden entsprechend der Fahrzeuganzahl und der erforderlichen Ladegeschwindigkeit festgelegt.

Das EV-E BASE-System richtet sich an Entwickler, die sich im Voraus für Ladestationen entschieden haben und diese mit einem solaren Mikronetz verbinden müssen, um Netzbeschränkungen zu umgehen. Nach Angaben des Unternehmens kann das System unabhängig betrieben oder an das Netz angeschlossen werden, um von Strompreisen außerhalb der Spitzenzeiten zu profitieren.

Was ist noch nicht geklärt?

Translucent Energy kündigt eine große Kapazität und mehrere Expansionspläne an, doch die Quelle enthält keine Angaben zur Höhe der Investition, zur tatsächlich erwarteten Zahl der produzierten Module, zu Kundenverträgen oder zum Zeitplan für den Übergang zur Herstellung von Zellen und Wafern. Daher stellt die Inbetriebnahme der ersten Phase eine bedeutende Entwicklung für die Solarproduktion in den USA dar. Der praktische Wert des Projekts wird jedoch davon abhängen, ob die angekündigte Kapazität erreicht wird, die Expansion fortgesetzt werden kann und die Lösungen für Mikronetze und das Laden den Zugang zu Standorten finden, die tatsächlich flexible Energie benötigen.

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certi.news Editorial Team

Das Wichtigste

Translucent Energy hat die erste Phase einer Solarmodulfabrik in Summerville, South Carolina, in Betrieb genommen. Die angekündigte Produktionskapazität beträgt 1,3 Gigawatt. Später plant das Unternehmen, Solarzellen und Solarwafer in den USA zu fertigen sowie transportable Mikronetze und Lösungen zum Laden von Elektrofahrzeugen zu entwickeln.

  • Die erste Phase der Fabrik wurde am 17. August 2026 in Betrieb genommen; die angekündigte Produktionskapazität beträgt 1,3 Gigawatt.
  • Das Unternehmen erwartet, bis Ende 2026 167 Arbeitsplätze zu schaffen, sowie weitere Stellen bei der Umsetzung der Ausbauphasen.
  • Translucent Energy plant, von der Modulfertigung zur lokalen Herstellung von Solarzellen und Solarwafern überzugehen; die Vorlage nennt dafür jedoch keinen Zeitplan.
  • Das Unternehmen entwickelt das TAU-System, ein transportables solarbetriebenes Mikronetz für ländliche Gebiete, Notfälle, netzferne Standorte und andere Einsatzbereiche.
  • Das Unternehmen vermarktet EV-E-Ladesysteme für Elektrofahrzeuge, darunter EV-E4 für vier Fahrzeuge und EV-E7 für sieben Fahrzeuge gleichzeitig.
  • Die Vorlage enthält keine bestätigten Angaben zu Investitionen, Kundenverträgen, dem tatsächlichen Produktionsvolumen oder dem Zeitplan für den Ausbau.

FAQ

Wo befindet sich die neue Fabrik von Translucent Energy?

Die Fabrik befindet sich in Summerville im US-Bundesstaat South Carolina.

Welche angekündigte Produktionskapazität hat die Fabrik?

Die angekündigte Produktionskapazität beträgt 1,3 Gigawatt.

Was ist der Unterschied zwischen den Systemen EV-E4 und EV-E7?

EV-E4 kann bis zu vier Fahrzeuge gleichzeitig laden, während EV-E7 bis zu sieben Fahrzeuge gleichzeitig laden kann.

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