Künstliche Intelligenz

CTC bringt ProcessLens zur Analyse von Arbeitsabläufen mithilfe von KI aus Videos auf den Markt

Das japanische Unternehmen Itochu Techno-Solutions, kurz CTC, hat mit der Bereitstellung der Lösung ProcessLens zur Analyse von Videoaufnahmen und zur Gewinnung von Daten begonnen, die Unternehmen bei der Verbesserung ihrer Abläufe unterstützen. Das Unternehmen strebt an, innerhalb von drei Jahren nach der Einführung der Lösung Aufträge im Wert von 5 Milliarden Yen zu erzielen.

2026-08-24
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certi.news
CTC bringt ProcessLens zur Analyse von Arbeitsabläufen mithilfe von KI aus Videos auf den Markt

Das Unternehmen Itochu Techno-Solutions, kurz CTC, gab am 21. August 2026 den Beginn der Bereitstellung der Lösung ProcessLens bekannt. Dabei handelt es sich um ein System, das künstliche Intelligenz nutzt, um Arbeitsabläufe anhand von Videos zu analysieren, die von tragbaren Kameras und anderen Aufnahmegeräten aufgezeichnet werden. Die Lösung soll das, was an Arbeitsplätzen tatsächlich geschieht, in Daten umwandeln, die für das sogenannte Process Mining genutzt werden können.

CTC zufolge liest ProcessLens den Inhalt der Videos, das Verhalten der Beschäftigten und die Arbeitsdetails aus und analysiert sie anschließend, um Prozessmuster, Abweichungen, Wartezeiten und Aktivitäten zu ermitteln, die sich auf die Produktivität auswirken. Auf diese Weise können Unternehmen von der Abhängigkeit von Mitarbeiterinterviews oder manueller Beobachtung zu einer Analyse übergehen, die auf visuellen Daten basiert, die direkt aus dem Arbeitsablauf erhoben wurden.

Was bietet ProcessLens in der Praxis?

Die Lösung konzentriert sich darauf, die Abfolge von Aktivitäten vor Ort zu erfassen und zwischen Beschäftigten oder verschiedenen Prozessphasen zu vergleichen. Als Beispiel nennt CTC die Möglichkeit, Unterschiede zwischen den Arbeitsschritten der Beschäftigten am Anfang und am Ende eines Prozesses automatisch zu überprüfen. Dies kann dabei helfen, Quellen von Verzögerungen oder Abweichungen zu bestimmen, die sich auf Produktivität und Zeit auswirken. Die Daten können außerdem genutzt werden, um Wartebereiche oder Bewegungen innerhalb von Arbeitsstätten zu analysieren und zu untersuchen, wie sie die Effizienz des gesamten Prozesses beeinflussen.

Diese Funktionen richten sich laut der Ankündigung an Unternehmen, die ein Verständnis der tatsächlich ausgeführten Abläufe vor Ort benötigen, insbesondere in Produktions- und Bauumgebungen. CTC stellt die Lösung als Möglichkeit dar, den Aufwand für die Erhebung von Prozessdaten zu verringern und die Nutzung von Process Mining von den Unternehmensbüros auf die tatsächlichen Arbeitsstätten auszuweiten.

Warum ist diese Ankündigung wichtig?

Der grundlegende Wert von ProcessLens liegt nicht allein in der Videoanalyse, sondern in dem Versuch, die Beobachtung vor Ort mit analysierbaren Prozesskennzahlen zu verknüpfen. Herkömmliches Process Mining stützt sich häufig auf Systemprotokolle, während bestimmte manuelle Aktivitäten oder Arbeitsschritte außerhalb von Unternehmensanwendungen in diesen Protokollen nicht sichtbar sind. Der Einsatz von Videos könnte CTC ermöglichen, diese Lücke zu schließen, vorausgesetzt, dass die Aufzeichnung und Analyse für die jeweiligen Bedingungen vor Ort geeignet sind und die Daten der Beschäftigten sorgfältig verwaltet werden.

Die Ankündigung stellt außerdem eine Ausweitung der Aktivitäten von CTC im Bereich Process-Mining-Dienstleistungen und Risikomanagement dar. Das Unternehmen erklärte, es habe zuvor den Dienst MiningLab entwickelt, um die digitale Transformation seiner Kunden zu unterstützen, und arbeite daran, den Anwendungsbereich von Process Mining von Büros auf Produktionsstätten und Einsatzorte vor Ort auszuweiten. Das Unternehmen verknüpft dies außerdem mit seinem Dienstleistungspaket Data&AI Offering Suite sowie mit dem Ausbau branchenspezifischer Dienstleistungen.

Auswirkungen und offene Einschränkungen

CTC strebt an, innerhalb von drei Jahren Aufträge im Wert von 5 Milliarden Yen zu erzielen. Die Ankündigung enthält jedoch keine Einzelheiten zu Preisen, zum Bereitstellungsmodell oder zu den Branchen, in denen die Expansion beginnen soll. Ebenso nennt sie keine unabhängigen Zahlen zur Analysegenauigkeit oder zum Umfang der Zeit- und Kostensenkungen, die die Lösung bei tatsächlichen Kunden erzielt hat.

Der Schutz der Privatsphäre und der Umgang mit Aufzeichnungen von Beschäftigten bleiben wichtige praktische Fragen, da das System auf Videos beruht, die das Verhalten von Personen innerhalb der Arbeitsstätten erfassen. Die Quelle legt weder die Dauer der Datenspeicherung noch die Zugriffskontrollen oder das Verfahren zur Einholung von Einwilligungen fest. Daher wird der Nutzen von ProcessLens für Unternehmen nicht allein von seiner technischen Leistungsfähigkeit abhängen, sondern auch davon, wie es in Governance-, Sicherheits- und tägliche Arbeitsprozesse integriert wird.

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