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Hoomanely entwickelt einen intelligenten Napf und eine KI-Plattform zur Überwachung von Krankheitsanzeichen bei Hunden

Hoomanely nutzt die EverBowl-Futterstation, um Daten über das Fressen, Trinken und die Geschwindigkeit der Nahrungsaufnahme von Hunden sowie über Kau- und Schluckgeräusche zu sammeln und anschließend anhaltende Veränderungen gegenüber dem üblichen Verhalten zu erkennen. Die Plattform verfügt jedoch noch nicht über unabhängige Messungen ihrer Sensitivität und Fehlalarmraten; außerdem umfasste ihre erste Erprobung nur etwas mehr als 80 Hunde.

2026-08-27
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فريق تحرير certi.news
Hoomanely entwickelt einen intelligenten Napf und eine KI-Plattform zur Überwachung von Krankheitsanzeichen bei Hunden

Das in Palo Alto ansässige Start-up Hoomanely entwickelt ein System, das tägliche Daten über Hunde sammelt, um deren Haltern und Tierärzten dabei zu helfen, Anzeichen von Krankheiten früher zu erkennen. Das System besteht aus der intelligenten Futterstation EverBowl und einer auf künstlicher Intelligenz basierenden Analyseplattform, die die Ergebnisse über eine App und langfristige Berichte darstellt.

EverBowl misst die Menge an Futter und Wasser, die ein Hund zu sich nimmt, sowie die Geschwindigkeit der Aufnahme. Außerdem zeichnet das Gerät Kau- und Schluckgeräusche, die mit dem Gesicht verbundene Temperatur, Mundbewegungen und weitere Signale auf. Die Plattform nutzt diese Daten, um eine individuelle Ausgangsbasis und eine fortlaufende Gesundheitsakte für jeden Hund zu erstellen, und benachrichtigt den Nutzer, wenn anhaltende und deutliche Veränderungen gegenüber dieser Ausgangsbasis auftreten. Der Tierhalter kann zusätzliche Informationen manuell eingeben, um die Akte um Daten zu ergänzen, die von den Sensoren nicht erfasst werden können.

Warum ist diese Nachricht wichtig?

Hoomanely ist der Ansicht, dass die Fütterungsroutine eine wiederkehrende Umgebung für die Datenerfassung bietet: Ort, Körperhaltung und Zeitpunkt sind ähnlich, und das Verhalten wiederholt sich üblicherweise zweimal täglich über Jahre hinweg. Nach Angaben des Unternehmens können Appetit, Flüssigkeitsversorgung und das Wohlbefinden des Mauls durch zahlreiche Probleme beeinflusst werden – von Zahnschmerzen und Magenbeschwerden bis hin zu hormonellen Veränderungen und Krankheiten. Das Ziel besteht daher nicht nur darin, die Futtermenge zu messen, sondern eine Zeitreihe zu erstellen, die eine Veränderung aufdecken kann, die der Halter nur schwer unmittelbar bemerkt.

Während einer 18 Monate dauernden Pilotphase sammelte das Unternehmen rund 5 Millionen Datenpunkte von mehr als 80 Hunden. Nach eigenen Angaben stellte das System eine Veränderung im Fressverhalten eines Hundes fest, die später mit einem gebrochenen Zahn in Verbindung gebracht wurde, der sich zu infizieren begonnen hatte. In einem anderen Fall zeigte die App eine anhaltende Veränderung der Fressmuster und Temperaturen im Vergleich zur Ausgangsbasis. Dies veranlasste den Halter, einen Tierarzt aufzusuchen, der bei dem Hund Zeckenfieber diagnostizierte.

Einschränkungen vor der medizinischen Nutzung

Diese Beispiele belegen nicht, dass die Plattform ein Diagnoseinstrument ist. Das Unternehmen räumte ein, dass ihm bislang unabhängige Daten zur Sensitivität, Spezifität oder zu den Fehlalarmraten bei klinischen Ereignissen fehlen. Zur Messung dieser Kennzahlen ist eine Studie erforderlich, die die Warnmeldungen des Systems mit tatsächlichen Diagnosen vergleicht. Auch die Testgruppe ist vergleichsweise klein, und offenbar wurden bislang nur etwa 50 Geräte versandt.

Hoomanely zufolge sind EverBowl und die damit verbundenen Berichte über ein monatliches Abonnement für 29 US-Dollar erhältlich. Dabei wird betont, dass der Dienst keinen Ersatz für eine tierärztliche Diagnose darstellt. Das Unternehmen plant formelle tiermedizinische Studien, in denen Sensitivität, Spezifität, positiver Vorhersagewert und Fehlalarme für jede Warnkategorie gemessen werden sollen, anstatt eine einzige Gesamtzahl vorzulegen.

Von einem intelligenten Napf zu einer Datenplattform

Das Unternehmen beabsichtigt, sein Ökosystem durch ein tragbares Gerät namens EverSense zur Messung von Bewegung und Wohlbefinden sowie durch die EverHub-Plattform zur Zusammenführung von Daten externer Geräte wie intelligenten Halsbändern, Futterautomaten und Haushaltsgeräten zu erweitern. Langfristig möchte Hoomanely ein Unternehmen für Tiergesundheitsdaten aufbauen und die Daten für Forschung, Ernährungsdienstleistungen und Versicherungen nutzen sowie künftig möglicherweise auf Katzen, Nutztiere und Pferde expandieren.

Das Unternehmen sammelte in einer Pre-Seed-Runde 1,8 Millionen US-Dollar und gibt an, Gespräche über eine Seed-Runde aufgenommen zu haben. Der praktische Wert des Projekts liegt derzeit in der kontinuierlichen Überwachung und darin, dem Tierarzt eine längere Datenaufzeichnung bereitzustellen. Die kommenden Studien werden zeigen, ob die Warnmeldungen über die begrenzten experimentellen Fälle hinaus zuverlässig sind.

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TechCrunch Startups
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