Das Nationale Zentrum zur Überwachung der Qualität von Telekommunikationsdiensten der Nationalen Regulierungsbehörde für Telekommunikation veröffentlichte den Bericht über die Ergebnisse der Messungen der Mobilfunknetze in Ägypten im zweiten Quartal 2026, das sich von April bis Juni erstreckte. Die Messungen umfassten Stichproben von Sprachanrufen und Datendiensten. Dabei legten die Messausrüstung und Fahrzeuge vor Ort 129.000 Kilometer auf Haupt- und Nebenstraßen innerhalb von Städten und Dörfern zurück.
Der Bericht stützte sich auf Indikatoren wie nicht aufgebaute Anrufe, nicht abgeschlossene Anrufe, die für den Verbindungsaufbau benötigte Zeit und Sprachqualität sowie auf die Download- und Upload-Geschwindigkeiten der Daten. Dabei wurden die Download- und Upload-Geschwindigkeiten für die niedrigsten 10 % der Messstichproben berechnet.
Unterschiedliche Ergebnisse bei der Anrufqualität
Die Ergebnisse zeigten bei drei Unternehmen eine Verbesserung der durchschnittlichen Zahl der Gebiete, in denen Überschreitungen der Qualitätsindikatoren für Sprachdienste festgestellt wurden. Bei Vodafone sank die Zahl auf 3 von insgesamt 119 getesteten Gebieten, verglichen mit 7 Gebieten im ersten Quartal. Orange verzeichnete 8 betroffene Gebiete gegenüber 10 Gebieten im vorherigen Quartal, während die Zahl bei e& auf 5 Gebiete gegenüber 8 Gebieten zurückging.
Demgegenüber stieg die durchschnittliche Zahl der betroffenen Gebiete bei WE im zweiten Quartal auf 15, verglichen mit 10 Gebieten im ersten Quartal. Der Bericht enthält in dem veröffentlichten Material keine gesonderte Aufschlüsselung nach den einzelnen Sprachindikatoren und keine geografische Verteilung der erfassten Gebiete.
Daten: Verbesserungen bei drei Unternehmen und geringere Geschwindigkeiten bei zwei
Die durchschnittliche Zahl der von den Qualitätsindikatoren für die Datenübertragung betroffenen Gebiete bei Vodafone sank auf 15, verglichen mit 16 Gebieten im ersten Quartal, während die durchschnittliche Download-Geschwindigkeit von 62 auf 66 Mbit/s stieg.
Orange hielt in beiden Quartalen, dem ersten und dem zweiten, einen Durchschnitt von 4 betroffenen Gebieten, doch die durchschnittliche Download-Geschwindigkeit sank von 53 auf 49 Mbit/s. Bei e& sank die Zahl der betroffenen Gebiete hingegen von 2 auf 1, während die Download-Geschwindigkeit von 61 auf 62 Mbit/s stieg.
Bei WE stellte die Behörde im zweiten Quartal keine von der Qualität der Datenübertragung betroffenen Gebiete fest, gegenüber 2 Gebieten im ersten Quartal, obwohl die durchschnittliche Download-Geschwindigkeit von 83 auf 76 Mbit/s sank.
Was ändert sich praktisch?
Die Zahlen spiegeln keine einheitliche Entwicklung bei den Unternehmen und Indikatoren wider. Die Verfügbarkeit des Dienstes kann sich in bestimmten Gebieten verbessern, während gleichzeitig die durchschnittliche Geschwindigkeit sinkt, wie im Fall von WE, während Vodafone sowohl bei der Zahl der betroffenen Gebiete als auch bei der Download-Geschwindigkeit Verbesserungen verzeichnete. Daher vermittelt die Zahl der Gebiete allein kein vollständiges Bild der Nutzererfahrung, da der Bericht mehrere Aspekte misst, darunter den Erfolg und die Kontinuität von Anrufen sowie die Datengeschwindigkeit.
Maßnahmen der Behörde zur Verbesserung der Netze
Die Behörde gab die Zuteilung des ersten Frequenzpakets an Betreiber von Mobilfunkdiensten im Rahmen der Frequenzspektrumstrategie 2026–2030 bekannt, die das Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie unter dem Motto „Spektrum ohne Grenzen. Für eine digitale Zukunft“ aufgelegt hat. Die Zuteilung umfasste Vodafone Ägypten im ersten Quartal 2026 sowie die Zuteilung von Frequenzen an Orange Ägypten und e& Ägypten im dritten Quartal des Jahres.
Außerdem schloss die Behörde Messungen auf den Küstenstraßen, den wichtigsten Verkehrsachsen und in den Ferienorten entlang der Nordküste, in der Stadt Al-Alamein und in Veranstaltungsgebieten ab, um die Abdeckung zu überprüfen und die Netze während der Sommersaison besser vorzubereiten. Im zweiten Quartal genehmigte sie 799 neue Mobilfunkstationen. Nach ihren Angaben soll damit die Abdeckung verdichtet und die Qualitätsindikatoren verbessert werden.
Rufnummernmitnahme zwischen Unternehmen
Der Beitrag erinnerte außerdem an die Verfahren zur Übertragung einer Mobilfunknummer zu einem anderen Unternehmen unter Beibehaltung der Nummer. Voraussetzung ist, dass der Antragsteller der Inhaber der Leitung ist und für Ägypter einen gültigen Personalausweis beziehungsweise für Ausländer einen gültigen Reisepass vorlegt. Außerdem muss die Leitung seit vier Monaten im Besitz des Antragstellers sein und etwaige finanzielle Verpflichtungen gegenüber der Mobilfunk-Wallet müssen beglichen sein.
Der Teilnehmer begibt sich zu einer Verkaufsstelle des neuen Unternehmens, um den Übertragungsantrag zu unterzeichnen und eine nicht aktivierte SIM-Karte sowie eine abgestempelte Kopie des Antrags entgegenzunehmen. Nach der Aktivierung der SIM-Karte geht eine Textnachricht ein, die über den Austausch der alten SIM-Karte informiert. Der Vorgang wird gemäß den regulatorischen Regeln für die Rufnummernmitnahme innerhalb von 24 Stunden vollständig abgeschlossen.