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Geely testet eine Festkörperbatterie mit einer Energiedichte von 500 Wattstunden/kg als Vorbereitung auf einen begrenzten Versuch im Jahr 2027

Geely zufolge könnte ihre neue elektrische Festkörperbatterie eine Energiedichte von 500 Wattstunden pro Kilogramm erreichen. Praxistests haben begonnen, bevor für 2027 eine Versuchseinführung geplant ist. Das Unternehmen hat jedoch weder die Zellchemie noch den Zeitpunkt einer breiten kommerziellen Produktion offengelegt. Auch die Behauptung einer Lebensdauer von bis zu einer Million Kilometern wird bislang nicht durch veröffentlichte unabhängige Daten gestützt.

2026-08-20
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فريق تحرير certi.news
Geely testet eine Festkörperbatterie mit einer Energiedichte von 500 Wattstunden/kg als Vorbereitung auf einen begrenzten Versuch im Jahr 2027

Geely arbeitet an einer Festkörperbatterie für Elektrofahrzeuge, deren Energiedichte nach Angaben des Unternehmens 500 Wattstunden pro Kilogramm erreichen soll. Das Unternehmen hat bereits 2026 Validierungstests unter realen Bedingungen begonnen, bevor 2027 eine Versuchseinführung der Zellen über mehrere seiner Marken erfolgen soll.

Diese Dichte wäre, sofern sie auf Zellebene erreicht wird, ein großer Sprung gegenüber den derzeit eingesetzten Technologien. Nickelreiche NMC-Zellen in Elektrofahrzeugen erreichen auf Zellebene üblicherweise etwa 250–300 Wattstunden pro Kilogramm, während Teslas 4680-Zellen sich 245 Wattstunden/kg nähern. LFP-Zellen, die in preisgünstigeren Fahrzeugen weit verbreitet sind, weisen eine geringere Dichte auf. Die Werte sinken weiter, wenn Module, Struktur und Verbindungen in das Batteriepaket einbezogen werden.

Was könnte sich bei Elektrofahrzeugen verändern?

Eine Verdopplung der Energiedichte eröffnet zwei wesentliche Möglichkeiten: die gleiche Reichweite bei einer annähernden Halbierung des Batteriegewichts beizubehalten oder dasselbe Gewicht zu nutzen, um die Reichweite deutlich zu erhöhen. Geely zufolge könnten Fahrzeuge mit diesen Zellen eine Reichweite von mehr als 1.000 Kilometern mit einer einzigen Ladung bieten – eine Reichweite, die das Unternehmen als vergleichbar mit dieselbetriebenen Fahrzeugen beschreibt. Außerdem gab das Unternehmen an, dass die Betriebslebensdauer eine Million Kilometer beziehungsweise etwa 621.000 Meilen erreichen könnte.

Eine Verringerung des Batteriegewichts wirkt sich nicht nur auf die Reichweite aus. Aus technischer Sicht könnte sie auch eine Reduzierung der Gesamtmasse des Fahrzeugs ermöglichen und dadurch die für die Fortbewegung benötigte Energie senken. Diese Vorteile hängen jedoch davon ab, dass die Werte in einem für die Fertigung geeigneten und preislich angemessenen Produkt erreicht werden – nicht in experimentellen oder in kleinen Stückzahlen produzierten Zellen.

Geelys Programm und der Materialpartner

Das Projekt wird innerhalb von Geely Holding entwickelt, dem Eigentümer der Marken Geely, Zeekr, Lynk & Co, Volvo, Polestar, Lotus und Smart. Nach Angaben des Unternehmens begann die Validierung unter realen Bedingungen 2026. Die Versuchseinführung bei diesen Marken ist für 2027 vorgesehen, ohne dass konkrete Modelle oder das erwartete Produktionsvolumen genannt wurden.

Geely nannte Dow Chemical als Materialpartner. Dow entwickelte einen Klebstoff für Festkörperzellen, der laut Bo Tong, dem technischen Verantwortlichen bei Dow, zwischen 40 Grad Celsius unter null und 120 Grad Celsius stabil bleiben soll. Die Fähigkeit, in einem großen Temperaturbereich zu funktionieren, zählt zu den wichtigen Herausforderungen bei der Entwicklung von Festkörperbatterien.

Die Ankündigung erfolgte, nachdem sich Geely im Januar verpflichtet hatte, das erste Festkörperbatteriepaket im eigenen Unternehmen zu bauen und es zu Testzwecken auf einer bestehenden Plattform für Elektrofahrzeuge zu installieren. Das Ziel von 500 Wattstunden/kg stellt eine fortgeschrittene Phase dieses Programms dar.

Was ist noch unklar?

Eine Versuchseinführung im Jahr 2027 bedeutet nicht, dass im selben Jahr in großen Stückzahlen produzierte Fahrzeuge bei den Kunden ankommen. Eine Pilotproduktionslinie prüft die Fähigkeit, Zellen wiederholt und in begrenztem Umfang herzustellen. Die kommerzielle Produktion erfordert dagegen Kostensenkungen sowie die Gewährleistung von Zuverlässigkeit und Sicherheit in großem Maßstab. Geely hat keinen Termin für die Massenproduktion genannt.

Das Unternehmen hat außerdem die Batteriechemie nicht offengelegt, einschließlich der Frage, ob der Elektrolyt auf Sulfid- oder Oxidbasis besteht oder welcher Anodentyp verwendet wird. Die Unternehmensmaterialien enthielten zudem widersprüchliche Hinweise dazu, ob die Dichte von 500 Wattstunden/kg auf Zellebene oder auf Ebene des Batteriepakets berechnet wurde. Unabhängige Daten zu den Lade- und Entladezyklen, auf denen die Angabe einer Lebensdauer von einer Million Kilometern beruht, liegen ebenfalls noch nicht vor.

Wettbewerbskontext

Auch CATL strebt für 2027 eine Pilotproduktion einer Festkörperzelle auf Sulfidbasis mit einer Dichte von 500 Wattstunden/kg an. BYD stellt im selben Zeitraum vollständig festkörperbasierte Batterieangebote in Aussicht, bevor später in diesem Jahrzehnt die kommerzielle Produktion beginnen soll. Toyota hat ebenfalls auf eine Einführung seiner Festkörperbatterie zwischen 2027 und 2028 hingewiesen. Daher entscheidet die Ähnlichkeit der Zeitpläne allein noch nicht darüber, welches Unternehmen ein zuverlässiges kommerzielles Produkt auf den Markt bringen kann.

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Electrek - EV Technology
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