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Kelvin-Welle im Pazifik bewegt sich auf Kalifornien zu – mit Risiken durch Regen und Küstenüberschwemmungen

Eine Kelvin-Welle bewegt sich im Zusammenhang mit einem starken El Niño vom Pazifik auf die Westküste der Vereinigten Staaten zu. Dadurch könnte der Meeresspiegel nahe Kalifornien um 6 bis 12 Zoll steigen und die Wahrscheinlichkeit von Stürmen, Regenfällen und Überschwemmungen im Winter zunehmen.

2026-09-29
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certi.news Editorial Team
Kelvin-Welle im Pazifik bewegt sich auf Kalifornien zu – mit Risiken durch Regen und Küstenüberschwemmungen

Eine Warmwassermasse bewegt sich auf die Südküste des Bundesstaates Kalifornien zu. Dabei handelt es sich um ein ozeanisches Phänomen, das als „Kelvin-Welle“ bezeichnet wird. Forschende erwarten, dass ihre Auswirkungen San Francisco innerhalb von etwa drei Wochen erreichen. Dies geschieht gleichzeitig mit einem starken El Niño, der laut der Quelle voraussichtlich der stärkste seit etwa tausend Jahren sein wird, wodurch im Winter die Risiken von Stürmen, höheren Wellen und Küstenüberschwemmungen steigen.

Eine Kelvin-Welle entsteht, wenn die Passatwinde schwächer werden, die normalerweise warmes Wasser aus der tropischen Region des Pazifiks in Richtung Australien und Südostasien treiben. Wenn sich die Windrichtung ändert oder der Wind nachlässt, bewegt sich das angestaute Wasser ostwärts auf die Küsten Südamerikas zu und teilt sich beim Auftreffen auf das Land nach Norden und Süden. Ein Teil dieser Bewegung erreicht die Westküste der Vereinigten Staaten.

Was könnte sich an der Westküste verändern?

Forschende erwarten, dass das warme Wasser den Meeresspiegel an der Westküste um 6 bis 12 Zoll anheben wird. Dieser Anstieg ist relativ vorübergehend und mit der Welle verbunden, kommt jedoch zu einem langfristigen Anstieg von etwa 8 Zoll im vergangenen Jahrhundert hinzu und erhöht dadurch die Überschwemmungsgefährdung tiefliegender Gebiete.

Die Auswirkungen der Welle könnten außerdem im Winter bis zum Beginn des folgenden Jahres anhalten, wobei mit mehr Regen und Winterstürmen zu rechnen sein könnte. Eine Kelvin-Welle verursacht keine Oberflächenwellen, die wie gewöhnliche Strandwellen brechen, sondern hebt den Wasserstand an und erhöht die den Stürmen zur Verfügung stehende Energie, wenn sie die Küste erreichen.

Warum ist der Zeitpunkt der Stürme wichtig?

Die Schäden nehmen zu, wenn Stürme mit den höchsten Tidenständen zusammenfallen. Kate Huckelbridge, Vorsitzende der kalifornischen Küstenkommission, erklärte in einem Memo, dass Stürme, die während der Flut ihren Höhepunkt erreichen, mit größerer Wahrscheinlichkeit Schäden verursachen als dieselben Stürme während der Ebbe. Das Gefahrenniveau hängt daher nicht allein von der Stärke des Sturms ab, sondern auch davon, ob er mit der Tide und einem erhöhten Meeresspiegel zusammenfällt.

Nate Mantua, Forscher am Southwest Fisheries Science Center der National Oceanic and Atmospheric Administration, sagte, dass einige Auswirkungen vorhergesagt werden könnten, jedoch nicht alle. El-Niño-Jahreszeiten im Nordpazifik führen üblicherweise zu einer höheren Zahl von Stürmen und höheren Wellen. Wenn dies mit dem erhöhten Meeresspiegel zusammenkommt, könnte es zu mehr Überschwemmungen und einer stärkeren Belastung der Küstengebiete durch die Energie des Ozeans führen.

Beschränkungen und Punkte, die beobachtet werden müssen

Kelvin-Wellen sind ein seit Tausenden von Jahren bekanntes Naturphänomen, und die NOAA verfolgt sie seit Beginn der Aufzeichnung ozeanografischer Daten. Die Quelle bringt ihre derzeitige Gefährlichkeit jedoch mit dem langfristigen Anstieg des Meeresspiegels und der erwarteten Stärke des El Niño in Verbindung. Der Artikel belegt nicht, dass jede lokale Auswirkung in gleichem Ausmaß eintreten wird; die Stärke und Zugbahnen der Stürme sowie der Zeitpunkt der Tide bleiben Faktoren, die das tatsächliche Ergebnis bestimmen.

Die Bedeutung der Entwicklung liegt darin, dass sie zeigt, wie sich eine großräumige ozeanische Veränderung in unmittelbare lokale Risiken verwandeln kann, insbesondere in tiefliegenden Küstengebieten. Die offene Frage besteht darin, in welchem Ausmaß der vorübergehende Meeresspiegelanstieg während der Wintersaison mit den stärksten Stürmen und der Flut zusammenfällt.

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