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Test: Android verleiht Googlebooks-Laptops ihre stärkste Idee und ihre größten Probleme

Ein einwöchiger Test mit Asus- und HP-Laptops mit Android zeigt, dass die Integration von Smartphone und Computer sowie die Nutzung nativer Apps einen klaren Mehrwert bieten. Verbindungsprobleme, die Dateifreigabe und die App-Unterstützung machen die Erfahrung jedoch noch unausgereift.

2026-10-12
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certi.news
Test: Android verleiht Googlebooks-Laptops ihre stärkste Idee und ihre größten Probleme

Nach einer Woche mit den Googlebooks-Laptops von Asus und HP wirkt die Idee klarer als ihre Umsetzung: Beide Geräte setzen auf Android, um ein mit dem Smartphone verbundenes Laptop-Erlebnis zu bieten. Diese Integration funktioniert bislang jedoch nicht stabil genug. Der Autor Dominic Preston ist der Ansicht, dass Android der Grund für die Attraktivität von Googlebooks ist und bei ausbleibender Behebung der Probleme zugleich der Hauptgrund für ihr Scheitern sein könnte.

Schnelle Einrichtung und instabile Verbindung

Bei der Einrichtung lassen sich alle Smartphone-Apps oder eine Auswahl davon übertragen. Außerdem kann man sich bei seinem Google-Konto anmelden, biometrische Anmeldungen einrichten und das Smartphone mit dem Computer verbinden. Nach Abschluss der Einrichtung wird die Verbindung zwischen den beiden Geräten jedoch komplizierter: Im Test mussten auf beiden Seiten die Einstellungen für verbundene Geräte aktiviert, die Geräte mehrmals neu gestartet und dasselbe WLAN verwendet sowie Bluetooth eingeschaltet werden.

Der Wechsel zu einem neuen WLAN führte ebenfalls zum Abbruch der Verbindung, während sich die beiden Geräte unterschiedlich gut mit Smartphones verbinden konnten. Das Asus-Gerät ließ sich zuverlässiger mit einem Oppo-Smartphone verbinden, ignorierte jedoch andere Smartphones. Das HP-Gerät wechselte zwischen Oppo und Vivo X Fold 6, erkannte das Pixel 11 Pro Fold während der einwöchigen Testphase jedoch nur einmal.

Native Apps: klarer Nutzen und eingeschränkte Kompatibilität

Native Apps bieten einige wichtige Vorteile, etwa das Herunterladen von Folgen bei HBO Max und Netflix zur Offline-Wiedergabe. Dadurch könnte ein Googlebook für bestimmte Einsatzzwecke ein Ersatz für ein Android-Tablet sein. Viele Apps bieten jedoch keine echten Desktop-Oberflächen. Die mobile Version von Slack wirkt auf dem Computerbildschirm unpraktisch, während den unter Android laufenden Adobe-Apps die Funktionen der Desktop-Versionen fehlen.

Selbst Apps, die als für den Desktop optimiert eingestuft werden, beschränken sich möglicherweise darauf, die Benutzeroberfläche zu strecken und nur eingeschränkte Unterstützung für Maus und Tastatur hinzuzufügen. Dem Test zufolge ist die Kennzeichnung Made for desktop aussagekräftiger, sie erscheint jedoch nur bei wenigen Apps. Auch Chrome fehlen Funktionen, die auf anderen Plattformen vorhanden sind, darunter der Wechsel zwischen Profilen, das Öffnen von Tabs in einer geteilten Ansicht und das Erstellen von Verknüpfungen für Suchmaschinen.

Trotz der Ankündigung, die vollständige Play-Store-Bibliothek bereitzustellen, ließen sich Bluesky und das Okta-Tool zur Autorisierung der Anmeldung weder auf dem Asus- noch auf dem HP-Gerät installieren, einschließlich des HP-Modells mit Arm-Prozessor.

Zugriff auf Smartphone-Apps und Dateifreigabe

Das App-Streaming-System ermöglicht es, Smartphone-Apps auf dem Computer auszuführen und zu steuern, anstatt die gesamte Smartphone-Oberfläche zu spiegeln. Diese Funktion wirkt für kurze Aufgaben nützlich, etwa um eine Nachricht über WhatsApp zu senden oder eine Transaktion in Splitwise zu aktualisieren, insbesondere wenn der Nutzer die App nicht auf dem Computer installieren möchte.

Das Kopieren und Einfügen zwischen nativen und gestreamten Apps wird jedoch nicht unterstützt, und während des Streamings ist kein Zugriff auf das Dateisystem des Googlebooks möglich. Einige sichere Apps, etwa Banking-Apps und Autorisierungstools, funktionieren ebenfalls nicht. Zudem traten Darstellungsprobleme bei Bluesky auf, und bei einigen Streams kam es zu Fehlern, wenn anschließend wieder die App auf dem Smartphone verwendet wurde.

Die Dateiübertragung über den Dateimanager war dem Test zufolge dagegen nahezu unbrauchbar: Das Laden des Smartphone-Speichers dauerte mehrere Minuten, und das Öffnen oder Übertragen eines 5 Megabyte großen Bildes nahm viel Zeit in Anspruch. Quick Share übertrug dieselben Dateien hingegen innerhalb weniger Sekunden.

Warum ist diese Bewertung wichtig?

Der Test zeigt, dass der Erfolg von Googlebooks nicht allein davon abhängt, Android in den Computer zu integrieren, sondern davon, ob Google und die Entwickler Apps sowie die Verbindung zwischen Smartphone und Computer konsistent funktionieren lassen können. Benachrichtigungen vermischen sich zwischen Smartphone und Computer, und die Funktion Continue On arbeitet nur mit einer begrenzten Zahl von Apps und zudem unzuverlässig, was die tägliche Nutzung umständlicher macht.

Dies ist die Zusammenfassung der Meinung und des Tests des Autors und kein allgemeines Urteil über jedes Modell oder jede Version. Dennoch benennt er klare praktische Einschränkungen: Die Softwareunterstützung ist unvollständig, die Verbindung zwischen den Geräten instabil, und Smartphone-Apps ersetzen nicht automatisch das Fehlen echter Desktop-Apps. Daher hält der Autor Googlebooks derzeit nicht für kaufbereit. Zugleich hält er einen künftigen Erfolg von Android-Computern für möglich, wenn sich die Umsetzung verbessert und die Unterstützung durch Entwickler ausgeweitet wird.

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