Start-ups

Floqer entwickelt KI-Agenten zur Automatisierung der Suche nach potenziellen Kunden

Floqer nutzt KI-Agenten, um Unternehmens- und Kontaktdaten zu sammeln und Datensätze potenzieller Kunden kontinuierlich zu aktualisieren. Nach Sicherheitsprüfungen Anfang 2027 will das Unternehmen die Technologie als Open Source verfügbar machen.

2026-10-14
4 Min. Lesezeit
1 Aufrufe
certi.news Editorial Team
Floqer entwickelt KI-Agenten zur Automatisierung der Suche nach potenziellen Kunden

Das Unternehmen Floqer automatisiert einen großen Teil der Vertriebsrecherche im B2B-Bereich. Dazu sammelt eine Plattform Informationen über Unternehmen und Personen und aktualisiert sie in einer Wissensdatenbank für Vertriebs- und Marketingteams. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von mehr als 1,2 Millionen US-Dollar erreicht, während sich sein Gesamtumsatz im vergangenen Jahr etwa verzehnfachte.

Floqer bereitet sich darauf vor, sein Projekt im Rahmen der Veranstaltung TechCrunch Disrupt 2026 auf der Startup-Battlefield-Plattform vorzustellen. Gegenüber der Quelle erklärte das Unternehmen, dass es plant, die Technologie hinter seiner Wissensdatenbank für Kundendaten Anfang 2027 als Open Source verfügbar zu machen, nachdem Sicherheitsprüfungen abgeschlossen sind.

Von der Bereinigung von CRM-Daten zur Kundenrecherche

Das Unternehmen begann 2024 mit einer Chrome-Browsererweiterung namens Super Chat, über die sich Nutzer mit ihrem ChatGPT-Konto anmelden konnten, um Informationen zu verstehen und Notizen zu machen. Die Gründer stellten jedoch fest, dass große Unternehmen das Tool zur Unterstützung bei der Bereinigung von Daten in Customer-Relationship-Management-Systemen (CRM) einsetzten. Dieser Prozess war in hohem Maße von manueller Arbeit abhängig und verfügte über keine festen Verfahren zur Aktualisierung der Datensätze.

Anschließend änderte Floqer seine Ausrichtung und entwickelte eine Plattform, die Informationen über potenzielle Kunden sammelt. Der Nutzer beschreibt, wonach er sucht, woraufhin KI-Agenten mehrere Quellen durchsuchen, um Listen geeigneter Unternehmen und Personen zu erstellen.

Kontinuierliche Aktualisierung und Daten aus mehreren Quellen

Floqer zufolge reichert sein System Kontodaten auf Grundlage von mehr als 100 externen Quellen an. Bei der Suche nach einer verifizierten E-Mail-Adresse oder Telefonnummer verwendet das System einen sequenziellen Ansatz und prüft verschiedene Datenanbieter, bis es nutzbare Informationen findet.

Die Plattform überwacht außerdem kontinuierlich das Web, um Änderungen wie den Wechsel einer Person in eine neue Position, eine Beförderung oder eine neue Finanzierungsrunde des Unternehmens, bei dem sie arbeitet, zu erfassen. Anschließend übernimmt sie diese Aktualisierungen in die Kundendatensätze. Nach Angaben des Unternehmens berichteten seine Kunden von einer Verkürzung der Zeit für die Suche nach potenziellen Kunden um bis zu 70 Prozent.

Warum ist diese Entwicklung wichtig?

Der praktische Wert der Plattform liegt nicht nur in der Erstellung einer ersten Liste, sondern auch in dem Versuch, Vertriebsdaten nach ihrer Erfassung aktuell zu halten. Dies kann Teams zugutekommen, die auf sich ständig verändernde Informationen angewiesen sind. Zugleich rückt es die Genauigkeit und Herkunft der Daten sowie die Methoden zu ihrer Überprüfung in den Mittelpunkt, insbesondere wenn die Plattform mit sensiblen Kontaktinformationen und Kundendatensätzen arbeitet.

Das Unternehmen erklärt, dass die Wissensdatenbank derzeit aufgrund seiner operativen Kapazität zur Bearbeitung der Nachfrage nur einem begrenzten Publikum zur Verfügung steht. Die Entscheidung, den Quellcode teilweise oder vollständig zu öffnen, reagiere auf Kunden, die ihre Daten selbst hosten oder die Technologie anpassen und darauf aufbauen möchten. Die Open-Source-Verfügbarkeit wurde jedoch noch nicht umgesetzt, da aufgrund der Sensibilität der Daten und der Abhängigkeit großer Unternehmen vom System zunächst Sicherheitsprüfungen durchgeführt werden.

Das Unternehmen und die Finanzierung

Shivam Mahajan und Zaaheda Islam gründeten das Unternehmen, nachdem sie sich an der Universität kennengelernt hatten. Floqer sammelte eine Startfinanzierung in Höhe von 2 Millionen US-Dollar ein. Beteiligt waren der zu Perplexity gehörende F7 Fund, N49P und Tidal Venture Partners sowie Denis Yarats, Mitgründer von Perplexity. Das Unternehmen hat acht Mitarbeiter und mehr als 1.000 Kunden, darunter Perplexity, Wise und AngelList.

Nachrichtenquelle
c
Autor

certi.news Editorial Team

Aus derselben Kategorie

Das könnte Sie interessieren

Alle Nachrichten anzeigen