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ULA ernennt Mark Peller zum neuen CEO angesichts der Herausforderungen rund um die Vulcan-Rakete

United Launch Alliance hat Mark Peller mit sofortiger Wirkung zum Präsidenten und CEO des Unternehmens ernannt. Er folgt auf John Elbon, der Ende des Jahres in den Ruhestand geht. Die Ernennung erfolgt, während ULA mit einem Stillstand der Vulcan-Starts und finanziellen Belastungen im Zusammenhang mit einem Problem bei einem ihrer Raketenbooster konfrontiert ist.

2026-08-17
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certi.news Editorial Team
ULA ernennt Mark Peller zum neuen CEO angesichts der Herausforderungen rund um die Vulcan-Rakete

United Launch Alliance, das Gemeinschaftsunternehmen von Boeing und Lockheed Martin, gab am 17. August die Ernennung von Mark Peller zum Präsidenten und CEO des Unternehmens mit sofortiger Wirkung bekannt. Peller war zuvor als Chief Operating Officer tätig und übernimmt nun die Leitung von ULA als Nachfolger von John Elbon, der das Unternehmen seit Dezember vergangenen Jahres interimistisch geführt hatte.

Die Ernennung von Peller stellt nach einer monatelangen Suche, an der Kandidaten aus dem Unternehmen und von außerhalb beteiligt waren, einen internen Übergang dar, erklärte Kay Sears, eine Führungskraft bei Boeing und Mitglied des ULA-Verwaltungsrats. Sears sagte, Pellers Erfahrung und umfassende Kenntnis der Geschäftsbereiche und technischen Fähigkeiten des Unternehmens machten ihn zum geeignetsten Kandidaten für den Posten.

Mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung

Peller trat 1990 als Ingenieur für Antriebssysteme im Space-Shuttle-Programm in das Unternehmen Rockwell International ein. Nachdem Boeing 1996 das Raumfahrtgeschäft von Rockwell übernommen hatte, wechselte er im folgenden Jahr zu Boeings Delta-Trägerraketenprogrammen.

Nach der Zusammenlegung der Trägerraketenprogramme von Boeing und Lockheed Martin zum Unternehmen ULA im Jahr 2006 wurde Peller leitender Ingenieur für die Programme Delta 2 und Delta 4. Vor seiner Ernennung zum Chief Operating Officer im Dezember war er Senior Vice President für die Vulcan- und Advanced-Programs von ULA.

Peller sagte, er schätze das Vertrauen des Verwaltungsrats. Dabei verwies er auf ULAs Geschichte bei Starts wichtiger Missionen für die nationale Sicherheit und die Erforschung sowie auf die neuen Möglichkeiten, die die Vulcan-Rakete bietet.

Führung des Unternehmens in einer kritischen Phase

Der Führungswechsel erfolgt, während Vulcan, die wichtigste Rakete von ULA, nach einem Leistungsproblem bei einem ihrer Feststoffraketenbooster während ihres ersten Starts im Auftrag der US Space Force im Februar mit einem Flugstopp konfrontiert ist. Obwohl die Rakete die Mission erfolgreich abschloss, ist sie seitdem nicht mehr gestartet.

ULA hatte geplant, im Jahr 2026 16 bis 18 Vulcan-Raketen zu starten, wie Peller zuvor erklärt hatte. Northrop Grumman, der Hersteller der Feststoffraketenbooster, teilte jedoch am 21. Juli mit, dass das Unternehmen Korrekturmaßnahmen zur Behebung des Problems ergriffen habe. Die Auslieferung der modifizierten Triebwerke könnte demnach frühestens gegen Jahresende beginnen.

Finanzieller Druck und Risiken im Zusammenhang mit den Triebwerken

Der Stillstand bei Vulcan hat ULA finanziell unter Druck gesetzt. Lockheed Martin erklärte in einer behördlichen Mitteilung vom 23. Juli, der Stillstand wirke sich negativ auf die finanzielle Lage des Unternehmens aus, und stimmte zu, Kredite in Höhe von 500 Millionen US-Dollar für ULA zu garantieren. Boeing gab in einer separaten Mitteilung am 28. Juli bekannt, eine ähnliche Garantie bereitzustellen.

ULA sieht sich außerdem einem weiteren Risiko im Zusammenhang mit den von Blue Origin hergestellten BE-4-Triebwerken ausgesetzt, die in der ersten Stufe von Vulcan eingesetzt werden. Blue Origin führte die Explosion, die am 28. Mai während eines statischen Triebwerkstests eine New-Glenn-Rakete auf der Startrampe zerstörte, auf einen Defekt an einem Flüssigsauerstoffventil im Triebwerk zurück und erklärte, das Unternehmen nehme begrenzte Änderungen vor, die auch auf bereits produzierte Triebwerke angewendet werden können.

Mit Pellers Amtsantritt wird Elbon bis zum Jahresende weiterarbeiten, bevor er in den Ruhestand geht. Damit beendet er eine 45-jährige Laufbahn in der Raumfahrtbranche. Er hatte seinen geplanten Ruhestand verschoben, um interimistischer CEO zu bleiben und bis zur Auswahl seines Nachfolgers einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

Warum ist diese Ernennung wichtig?

Bei dem Wechsel geht es nicht nur um eine Nachfolge in der Führung. Der neue CEO übernimmt die Verantwortung in einer Phase, in der die Einsatzbereitschaft von Vulcan, die Verfügbarkeit ihrer Triebwerke und Booster sowie die finanzielle Leistungsfähigkeit von ULA ineinandergreifen. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung mit Trägerraketenprogrammen und insbesondere mit Vulcan verfügt Peller über direkte Kenntnisse der technischen und betrieblichen Faktoren, die den Zeitpunkt der Rückkehr der Rakete in den Flugbetrieb und die Fähigkeit des Unternehmens zur Umsetzung seiner Pläne für 2026 bestimmen werden.

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certi.news Editorial Team

Das Wichtigste

United Launch Alliance hat Mark Peller mit sofortiger Wirkung zum Präsidenten und CEO ernannt. Er folgt auf Tory Bruno, der Ende des Jahres in den Ruhestand gehen wird. Die Ernennung erfolgt, während die Vulcan-Rakete wegen eines Problems mit einem ihrer Feststoffbooster weiterhin am Boden bleibt und das Unternehmen unter finanziellem Druck sowie zusätzlichen Risiken im Zusammenhang mit den BE-4-Triebwerken steht.

  • Mark Peller, zuvor Chief Operating Officer, übernimmt nach einer monatelangen Suche die Führung von ULA.
  • Tory Bruno wird bis Ende des Jahres weiterarbeiten und danach nach 45 Jahren in der Raumfahrtbranche in den Ruhestand gehen.
  • Die Vulcan-Rakete ist seit ihrem ersten Start für die US Space Force im Februar, bei dem die Mission erfolgreich abgeschlossen wurde, nicht mehr gestartet.
  • Northrop Grumman erklärte, Korrekturmaßnahmen für das Booster-Problem ergriffen zu haben. Mit der Auslieferung der modifizierten Triebwerke könnte jedoch erst Ende des Jahres begonnen werden.
  • Lockheed Martin und Boeing stimmten jeweils einer Kreditgarantie in Höhe von 500 Millionen US-Dollar für ULA zu.
  • Zusätzliche Risiken bestehen im Zusammenhang mit den von Blue Origin gefertigten BE-4-Triebwerken, nachdem eine Fehlfunktion eines Flüssigsauerstoffventils mit der Explosion einer New-Glenn-Rakete während eines statischen Tests in Verbindung gebracht wurde.

FAQ

Wer ist der neue CEO von ULA?

Mark Peller, der zuvor als Chief Operating Officer des Unternehmens tätig war.

Warum wurde der Start der Vulcan-Rakete ausgesetzt?

Wegen eines Leistungsproblems, das bei einem ihrer Feststoffraketenbooster während des ersten Starts im Februar auftrat.

Wann geht Tory Bruno in den Ruhestand?

Er wird bis zum Ende des Jahres weiterarbeiten und anschließend in den Ruhestand gehen.

Wie ist der Stand der in Vulcan eingesetzten BE-4-Triebwerke?

Sie werden von Blue Origin hergestellt. Das Unternehmen hat begrenzte Änderungen angekündigt, nachdem eine Fehlfunktion eines Flüssigsauerstoffventils mit der Explosion einer New-Glenn-Rakete während eines statischen Triebwerkstests in Verbindung gebracht wurde.

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