Medizintechnik

Dexcom und Abbott erwarten eine Ausweitung der Medicare-Erstattung für kontinuierliche Glukosemessgeräte

Dexcom und Abbott warten auf eine Entscheidung der CMS, die die Medicare-Erstattung für kontinuierliche Glukosemessgeräte auf nicht insulinbehandelte Patienten mit Typ-2-Diabetes ausweiten könnte. Dexcom erwartet die Entscheidung vor Ende 2026, wobei eine mögliche Erstattung Mitte 2027 beginnen könnte.

2026-08-27
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فريق تحرير certi.news
Dexcom und Abbott erwarten eine Ausweitung der Medicare-Erstattung für kontinuierliche Glukosemessgeräte

Die Unternehmen Dexcom und Abbott erwarten eine Entscheidung der Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) über eine Ausweitung der Erstattung für kontinuierliche Glukosemessgeräte (CGM). Dieser Schritt könnte diese Geräte einer großen Gruppe von Diabetikern in den Vereinigten Staaten zugänglich machen. Nach der derzeitigen Regelung ist die Medicare-Erstattung auf Menschen mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes beschränkt, die Insulin verwenden, oder auf Personen mit einer Vorgeschichte besorgniserregender Unterzuckerungen.

Die vorgeschlagene Ausweitung dürfte Menschen mit Typ-2-Diabetes einschließen, die kein Insulin einnehmen. Jake Leach, CEO von Dexcom, erklärte Investoren in einer Ende Juli abgehaltenen Ergebniskonferenz, das Unternehmen erwarte vor Jahresende eine Antwort der CMS; die Erstattung solle Mitte 2027 in Kraft treten. Dabei handelt es sich nicht um eine endgültig bekannt gegebene Entscheidung, sondern um eine zeitliche Erwartung des Unternehmens hinsichtlich eines weiterhin ausstehenden regulatorischen Verfahrens.

Ein potenzieller Markt mit Millionen von Anspruchsberechtigten

Dexcom schätzt, dass in den Vereinigten Staaten etwa 25 Millionen Menschen an Typ-2-Diabetes leiden und kein Insulin verwenden. Leach zufolge ist etwa die Hälfte dieser Gruppe im anspruchsberechtigten Alter für Medicare, was bedeutet, dass die Entscheidung die potenzielle Nutzerbasis von CGM-Geräten erheblich erweitern könnte. Der CEO bezeichnete den Schritt als etwas, das die Diabetesversorgung in den Vereinigten Staaten neu gestalten könnte. Diese Einschätzung gibt jedoch die Position des Unternehmens wieder und stellt kein feststehendes regulatorisches Ergebnis dar.

Abbott zufolge könnte die mögliche Änderung etwa 10 Millionen zusätzliche Medicare-Versicherte für den Erhalt von Messgeräten qualifizieren und außerdem zu einer Ausweitung der Erstattung durch private Krankenversicherer führen. Robert Ford, CEO des Unternehmens, erklärte, Abbott bereite sich über Vertrieb, Distribution und weitere Ressourcen darauf vor, die Chance zu nutzen. Er schätzte sie als einen Markt im Wert von mehreren Milliarden Dollar ein, räumte jedoch ein, den Zeitpunkt der Entscheidung nicht genau bestimmen zu können.

Worauf stützen sich die Unternehmen?

Dexcom legte bereits früher im Sommer während der wissenschaftlichen Sitzungen der American Diabetes Association die Ergebnisse einer randomisierten kontrollierten Studie vor. Die Studie erstreckte sich über 26 Wochen und ergab, dass Teilnehmer, die ein CGM-Gerät verwendeten, im Vergleich zur Kontrollgruppe eine stärkere Senkung des HbA1C-Werts erreichten. Außerdem verbrachten sie täglich fünf zusätzliche Stunden im normalen Glukosebereich. Das Unternehmen erwartet, dass diese Ergebnisse den Antrag auf eine Ausweitung der Erstattung unterstützen werden. Die Quelle besagt jedoch nicht, dass die CMS auf dieser Grundlage eine Entscheidung getroffen hat, und erläutert auch nicht die möglichen endgültigen Bedingungen der Erstattung.

Warum ist diese Nachricht wichtig?

Die mögliche tatsächliche Veränderung besteht nicht in der Einführung eines neuen Geräts, sondern in einer Änderung des Zugangs zu einer bestehenden Technologie über ein umfassendes staatliches Versicherungsprogramm. Sollte die Ausweitung genehmigt werden, wären anspruchsberechtigte Patienten, Leistungserbringer und Versicherungsunternehmen ebenso betroffen wie die Vertriebs- und Verkaufsketten von Dexcom und Abbott. Der Umfang und der Zeitpunkt der Auswirkungen hängen derzeit jedoch von der endgültigen Entscheidung der CMS sowie von den Einzelheiten der Anspruchsberechtigung und Erstattung ab, die in dem Artikel nicht bekannt gegeben wurden.

Die Ergebnisse der beiden Unternehmen zeigen, dass die erwartete Ausweitung auch eine erhebliche kommerzielle Dimension hat. Dexcom erzielte im zweiten Quartal einen Umsatz von 1,31 Milliarden US-Dollar, was einem jährlichen Anstieg von 13 % entspricht, während Abbotts Umsatz im Bereich Diabetesversorgung 2,19 Milliarden US-Dollar betrug, ein Plus von 10,5 %. Diese Zahlen stellen die Erwartungen hinsichtlich der Erstattung in den Kontext des Geschäftswachstums beider Unternehmen. Sie belegen jedoch allein weder, dass die Ausweitung genehmigt wird, noch dass sich die Marktschätzungen erfüllen werden.

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