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US-Gericht verpflichtet Guardant Health zur Zahlung von mehr als 245 Millionen Dollar in Patentstreit

Ein US-Gericht hat Guardant Health endgültig zur Zahlung von mehr als 245,2 Millionen Dollar an TwinStrand Biosciences und die University of Washington verpflichtet, nachdem das Unternehmen wegen vorsätzlicher Verletzung zweier Patente für DNA-Sequenzierungstechnologien verurteilt worden war. Das Urteil umfasst außerdem Lizenzgebühren in Höhe von 6 % auf die Verkäufe von 11 Produkten und einer Dienstleistung bis zum Ablauf der Patente im März 2033. Das Unternehmen will gegen die Entscheidung Berufung einlegen.

2026-08-26
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فريق تحرير certi.news
US-Gericht verpflichtet Guardant Health zur Zahlung von mehr als 245 Millionen Dollar in Patentstreit

Das US-Bezirksgericht für den District of Delaware hat ein endgültiges Urteil erlassen, das Guardant Health zur Zahlung von mehr als 245,2 Millionen Dollar an TwinStrand Biosciences und die University of Washington in einem Streit über zwei Patente für DNA-Sequenzierungstechnologien verpflichtet. Die Geschworenen waren im November 2023 zu dem Schluss gekommen, dass Guardant die beiden Patente vorsätzlich verletzt hatte. Am 16. Juni 2026 erließ das Gericht seine Entscheidung zu den nach dem Prozess gestellten Anträgen.

Der Betrag umfasst ein früheres Schadensersatzurteil in Höhe von 83,4 Millionen Dollar für Verletzungsansprüche bis zum 30. Juni 2023, zusätzlich 19,5 Millionen Dollar an ergänzendem Schadensersatz, 119,4 Millionen Dollar an aufgelaufenen Lizenzgebühren und 22,9 Millionen Dollar an Zinsen. Das Urteil schreibt außerdem laufende Lizenzgebühren in Höhe von 6 % auf die Verkäufe von 11 darin erfassten Produkten und einer Dienstleistung bis zum Ablauf der Patente im März 2033 vor.

Welche Produkte sind vom Urteil erfasst?

Zu den im Urteil genannten Produkten und Dienstleistungen gehören die Guardant360-Tests, die zur Unterstützung der Steuerung von Krebsbehandlungen eingesetzt werden, sowie ältere Versionen der Tests Guardant Reveal und Guardant Shield. Guardant muss TwinStrand und der University of Washington außerdem vierteljährlich eine Abrechnung über die US-Verkäufe der erfassten Produkte und Dienstleistungen vorlegen.

Guardant erklärte, das Unternehmen werde gegen das Urteil Berufung einlegen und sei mit der Entscheidung „grundsätzlich nicht einverstanden“; außerdem sei es weiterhin überzeugt, die Patente nicht verletzt zu haben. Das Unternehmen fügte hinzu, dass die aktuellen Versionen von Guardant Reveal und Guardant Shield vom Gerichtsbeschluss ausgenommen seien und dass Verbesserungen am Design von Guardant360 und den damit verbundenen Dienstleistungen überprüft worden seien, um mögliche Auswirkungen von Lizenzgebühren auszuschließen.

Die umstrittene Technologie

Die Patente betreffen die von TwinStrand entwickelte Technologie Duplex Sequencing. Nach Angaben des Unternehmens vergleicht die Technologie die beiden Stränge eines DNA-Moleküls miteinander. Dadurch erhöht sie die Sequenzierungsgenauigkeit gegenüber herkömmlichen Next-Generation-Sequencing-Methoden und hilft, genetische Varianten zu erkennen, die andere Verfahren möglicherweise nicht unterscheiden können.

Die Technologie wurde von Jesse Salk entwickelt, der damals Student an der University of Washington School of Medicine war, gemeinsam mit zwei akademischen Kollegen. Die Erfinder gründeten später TwinStrand, die die Patente exklusiv von der Universität lizenziert. Chad Waite, Vorsitzender des Verwaltungsrats von TwinStrand, erklärte, das Urteil bestätige, dass die Produkte von Guardant ohne Lizenz auf dieser Innovation aufgebaut worden seien.

Warum ist dieses Urteil wichtig?

Die Auswirkungen der Entscheidung beschränken sich nicht auf die Höhe des Schadensersatzes. Sie begründet fortlaufende finanzielle Verpflichtungen auf die Verkäufe diagnostischer Produkte, die im Zusammenhang mit der Krebsbehandlung eingesetzt werden, und macht den Umfang der Produkte, Versionen und Designs zu einem entscheidenden Faktor für die praktischen Auswirkungen des Urteils. Zugleich verdeutlicht der von Guardant angekündigte Ausschluss der aktuellen Versionen von Guardant Reveal und Guardant Shield, dass das Urteil nicht zwangsläufig das gesamte derzeitige Portfolio des Unternehmens betrifft.

Verfahren im Zusammenhang mit den Patenten vor dem United States Patent and Trademark Office sowie dem Patent Trial and Appeal Board sind weiterhin anhängig. Die von Guardant bekundete Absicht, Berufung einzulegen, bedeutet zudem, dass der Streit verfahrensrechtlich noch nicht vollständig beendet ist. Die Quelle belegt nicht, wie das zuständige Berufungsgericht mit dem Urteil umgehen wird oder ob sich die endgültige Höhe der Lizenzgebühren ändern wird.

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