Polestar hat am 2. September 2026 eine SUV-Version seines Elektroautos Polestar 4 auf den Markt gebracht. Der Preis beginnt in Deutschland bei 57.900 Euro; die ersten Fahrzeuge sollen im vierten Quartal des Jahres die Kunden erreichen. Die neue Version behält dieselbe Plattform bei, ergänzt sie jedoch um ein aufrechteres Dach und eine steiler stehende Heckklappe sowie um eine konventionelle Heckscheibe, die bei der Coupé-Version fehlte.
Eine praktische Designänderung
Polestar hatte den Polestar 4 2023 ohne Heckscheibe vorgestellt und stattdessen auf eine im Dach montierte Kamera gesetzt, die das Bild auf einen digitalen Rückspiegel überträgt. Das Unternehmen begründete das Design damals mit dem größeren Kopfraum im Fond und einem breiteren Panoramadach. Zugleich wurde es zum umstrittensten Element des Fahrzeugs.
In der SUV-Version kehrt die Heckscheibe zurück, und der herkömmliche Rückspiegel gehört zur Serienausstattung. Für Kunden, die das Kamerasystem bevorzugen, bleibt der digitale Rückspiegel als Option erhältlich. Praktisch zeigt diese Änderung, dass Polestar nicht allein auf ein außergewöhnliches Design setzt, sondern eine Option anbietet, die näher an den Erwartungen alltäglicher SUV-Nutzer liegt.
Mehr Platz bei gleicher Plattform
Das Fahrzeug basiert auf derselben Geely-SEA-Architektur, die auch in der aktualisierten Coupé-Version des Polestar 4 verwendet wird. Die neue Version bietet in den vorderen und hinteren Ablagebereichen insgesamt 1.680 Liter Stauraum. Das Gepäckraumvolumen beträgt bei umgeklappten Rücksitzen 1.665 Liter. Das höhere Dach vergrößert den Kopfraum in der zweiten Sitzreihe im Vergleich zum Coupé außerdem um 2,5 Zentimeter. Die serienmäßigen Dachreling ermöglicht eine dynamische Dachlast von bis zu 100 Kilogramm.
Das serienmäßige Panoramaglasdach erstreckt sich bis zur Heckklappe. Exklusiv für den SUV ist außerdem eine elektrochrome Version erhältlich, die sich über den zentralen Bildschirm verdunkeln lässt.
Eine Batterie und zwei Antriebsoptionen
Alle Versionen des Polestar 4 SUV verfügen über eine Batterie mit einer Kapazität von 100 Kilowattstunden. Die Version mit Heckmotor nutzt einen 200 Kilowatt beziehungsweise 272 PS starken Motor und erreicht nach dem WLTP-Zyklus eine Reichweite von bis zu 630 Kilometern. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h dauert 7,3 Sekunden.
Die Allradversion mit zwei Motoren bietet hingegen 400 Kilowatt beziehungsweise 544 PS und ein Drehmoment von 686 Newtonmetern. Sie beschleunigt in 3,9 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Reichweite von bis zu 600 Kilometern. Die Ladeleistung beträgt in ausgewählten Märkten 200 Kilowatt über Gleichstrom und 22 Kilowatt über Wechselstrom.
Das Performance-Paket ergänzt aktive Dämpfer von ZF, Brembo-Bremsen mit goldfarbenen Bremssätteln sowie 22-Zoll-Räder mit Pirelli-P-Zero-Reifen. Polestar bestätigte außerdem, dass die Vehicle-to-Load-Technologie für alle Polestar-4-Fahrzeuge mit einer Leistung von bis zu 3,3 Kilowatt Wechselstrom über einen zugelassenen Adapter verfügbar ist. Hinzu kommt ein Campingmodus, der die Klimaregelung während des Stillstands des Fahrzeugs aufrechterhält.
Preise, Produktion und was sich tatsächlich ändert
Die deutschen Preise einschließlich Mehrwertsteuer beginnen bei 57.900 Euro für die Version mit Heckmotor und bei 65.900 Euro für die Version mit zwei Motoren. Mit dem Performance-Paket steigt der Preis auf 76.300 Euro. Das Fahrzeug wird in Busan in Südkorea hergestellt; die Produktion begann im zweiten Quartal 2026.
Polestar ersetzt außerdem den Sprachassistenten Google Assistant durch Google Gemini, das in 22 Ländern und 16 Sprachen eingeführt wird. Die neue Version kombiniert eine große Reichweite, digitale Ausstattung und mehr praktischen Platz. Die Quelle nennt jedoch weder die Liste der Märkte, in denen das Fahrzeug erhältlich sein wird, noch die Preise außerhalb Deutschlands. Die tatsächlichen kommerziellen Auswirkungen hängen daher von der lokalen Verfügbarkeit und den Ausstattungsdetails in jedem Markt ab und nicht allein von den angekündigten Zahlen.