Tesla gab am 10. September 2026 bekannt, dass die Funktion Cybertruck Powershare nun in der Lage ist, ein Haus gleichzeitig mit einer Powerwall 3-Batterie zu versorgen. Nach Angaben des Unternehmens kann der Betrieb der Hausbatterie zusammen mit dem 123 Kilowattstunden großen Akku des Cybertruck mehr als drei Tage Notstrom liefern – beziehungsweise ungefähr der Kapazität von neun zusätzlichen Powerwall-Batterien entsprechen.
Die Änderung behebt eine Einschränkung, die seit der Einführung von Powershare bestand. Der Cybertruck konnte zwar ein Haus versorgen, jedoch nicht, wenn dieses bereits mit einer Powerwall-Batterie ausgestattet war; der Besitzer musste sich für eine der beiden Quellen entscheiden. Damit konnten Nutzer, die bereits ein Tesla-Haussystem gekauft hatten, die Batterie des Trucks nicht als Erweiterung nutzen.
Was ändert sich in der Praxis?
Mit dem Update verwaltet die Powerwall 3 das Haus weiterhin wie bisher, während die Batterie des Cybertruck für eine längere Laufzeit sorgt. Dem Artikel zufolge basiert Teslas Berechnung auf der Kapazität der Powerwall von 13,5 Kilowattstunden; neun Batterien dieses Typs kommen der 123 Kilowattstunden großen Batterie des Trucks nahe.
Powershare liefert bis zu 11,5 Kilowatt Leistung an das Haus, erfordert jedoch eine Universal Wall Connector-Einheit und ein Powershare Gateway. Den verfügbaren Informationen zufolge liegen die Kosten für diese Ausrüstung einschließlich Installation bei etwa 4.000 Dollar, wobei deutlich höhere Angebote existieren; ein Besitzer erhielt ein Angebot von mehr als 30.000 Dollar.
Verspätetes Update nach früheren Versprechen
Tesla führte Powershare zusammen mit dem Cybertruck Ende 2023 ein und erklärte im Oktober 2024, dass die Integration der Powerwall irgendwann im Jahr 2025 verfügbar sein werde. Der Termin verstrich ohne Veröffentlichung, bevor das Unternehmen den Zeitrahmen im Dezember 2025 auf Mitte 2026 verschob und einräumte, dass dies ungefähr ein ganzes Jahr hinter dem Termin lag, der den Besitzern genannt worden war. Bis Ende August 2026 hatte Wes Morrill, leitender Ingenieur des Cybertruck, noch keinen konkreten Termin bekannt gegeben.
Nach Darstellung des Unternehmens war es erforderlich, zwei Geräte, die das Stromnetz bilden können – den Truck und die Powerwall –, sicher und ohne Abhängigkeit vom Stromnetz zu koordinieren, obwohl sich die Hardware-Generationen unterscheiden. Außerdem musste das System die entsprechenden Sicherheitszertifizierungen für das Stromnetz abschließen.
Warum ist diese Nachricht wichtig?
Die Bedeutung des Updates liegt darin, dass der Cybertruck von einer separaten Notstromquelle zu einem tatsächlichen Bestandteil des bestehenden, auf Powerwall basierenden Haussystems wird. Dadurch erweitert sich der praktische Nutzen für Besitzer beider Produkte, die Hardwareanforderungen und Installationskosten entfallen jedoch nicht. Außerdem nennt die Quelle weder den geografischen Verfügbarkeitsbereich noch Einzelheiten zur Kompatibilität mit jedem Haus.
Dies folgt auf weitere Schritte von Tesla zur Nutzung der Cybertruck-Batterie als netzgebundene Ressource. Das Unternehmen startete im Februar 2026 in Texas ein Vehicle-to-Grid-Programm für das Fahrzeug und machte den Truck im April über PG&E zum ersten Fahrzeug-Asset mit AC-Vehicle-to-Grid-Technologie in Kalifornien. Die Unterstützung des Hauses zusammen mit Powerwall 3 bleibt laut dem Ausgangsmaterial der letzte große verbraucherorientierte Bestandteil des Powershare-Systems, der noch gefehlt hatte.