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Entwicklung eines türkischen Sonars zur hochpräzisen Darstellung von Zielen unter Wasser

Ein Team der OSTİM Technischen Universität entwickelte mit Unterstützung von KOSGEB ein lokales Sonarsystem zur Ortung von Zielen unter Wasser und zur Darstellung des Bodens von Gewässern und testete es bis zu einer Tiefe von 60 Metern. Das Team produzierte sechs Einheiten, von denen fünf der AFAD für Such- und Rettungseinsätze übergeben wurden.

2026-08-21
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certi.news
Entwicklung eines türkischen Sonars zur hochpräzisen Darstellung von Zielen unter Wasser

Ein Team der Abteilung für Computertechnik der OSTİM Technischen Universität (OSTİM Teknik Üniversitesi) entwickelte nach rund zweijähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit mit Unterstützung der türkischen Agentur für Entwicklung und Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen KOSGEB ein tragbares Sonarsystem zur hochpräzisen Ortung von Zielen unter Wasser und Darstellung des Bodens von Gewässern. Das Team hat bisher sechs Einheiten produziert, von denen fünf der türkischen Katastrophen- und Notfallmanagementbehörde (AFAD) zur Nutzung bei Such- und Rettungseinsätzen übergeben wurden.

Das System wurde während einer in Samsun veranstalteten Ausstellung im Rahmen des von AFAD organisierten, drohnengestützten Such- und Rettungswettbewerbs vorgestellt. Das Fakultätsmitglied der Universität, Metin Balcı, erklärte, die Idee zur Entwicklung des Sonars sei entstanden, nachdem er 2023 bei einer von AFAD in Ankara veranstalteten Ausstellung ein ausländisches Gerät gesehen hatte, woraufhin das Team mit dem Entwurf eines eigenen Systems begonnen habe.

Tests in unterschiedlichen Gewässern

Das Team testete das System unter der Koordination von AFAD am Hirfanlı-Staudamm, im Sapanca-See und im Mavi-Göl-See in Ankara sowie in der Ägäis. Das Sonar kann Objekte beziehungsweise die vom Team als „Kontakte“ bezeichneten Ziele unter Wasser erkennen und zugleich die Beschaffenheit des Bodens anzeigen. Balcı erklärte, das System könne eingesetzt werden, um nach einem ins Wasser gefallenen Fahrzeug oder nach den darin befindlichen Personen zu suchen, ebenso wie zur Untersuchung des Bodens von Gewässern, wenn Forschungs- oder Vermessungsarbeiten erforderlich seien.

Das System wurde bis zu einer Tiefe von 60 Metern getestet. Außerdem misst es den Abstand zwischen der Sensoreinheit und dem Boden des Meeres oder Sees sowie den Abstand zwischen ihr und der Wasseroberfläche, wodurch die Tiefe des Bodens direkt bestimmt werden kann.

Was zeichnet das Design praktisch aus?

Der im Boot befindliche Teil besteht aus einem Computer, einer Schnittstellenbox und einer Batterie, während der ins Wasser abgesenkte Teil Kabel und eine als „Fisch“ bezeichnete Einheit umfasst. Diese Einheit wiegt im Wasser 3,5 Kilogramm und in der Luft 7,3 Kilogramm und kann etwa vier bis fünf Stunden im Wasser verbleiben.

Das System führt die Signalverarbeitung, einschließlich der Umwandlung vom analogen in das digitale Signal, innerhalb der untergetauchten Einheit statt im Boot durch. Die Daten werden in Echtzeit über ein Ethernet-Kabel an die Oberfläche übertragen. Nach Balcıs Erläuterung ermöglicht dieses Design, die Einheit in unterschiedliche Tiefen abzusenken, und trägt dazu bei, klarere und präzisere Bilder und Daten zu erzeugen, da die digitale Umwandlung innerhalb kurzer Zeit im Wasser erfolgt.

Nutznießer und Kosten

Balcı erklärte, das Sonar könne von AFAD, der Küstenwache, der Gendarmerie, der Polizei, Gemeinden und Feuerwehren eingesetzt werden. Er fügte hinzu, dass mit Ausnahme der Schallwandler (Transducers) alle Komponenten des Systems lokal hergestellt würden und die Kosten des Geräts niedriger seien als bei ausländischen Systemen derselben Klasse. Er erklärte, das Team schätze seine Leistung als mindestens doppelt so gut und seine Kosten als mindestens halb so hoch wie bei einigen ausländischen Alternativen ein. Andere Systeme seien sieben- oder achtmal teurer, während die Bildgebungsempfindlichkeit vergleichbar mit der dieser Systeme sei.

Warum ist diese Entwicklung wichtig?

Der wesentliche praktische Nutzen besteht in der Bereitstellung eines tragbaren Geräts, das von einem Boot aus betrieben werden kann und seine Daten direkt an die Oberfläche übermittelt. Dies unterstützt die Suche nach Objekten oder Personen im Wasser sowie die Untersuchung des Bodens. Die hier genannten Angaben zur überlegenen Leistung und zum Preisvorteil sind jedoch Schätzungen des Systementwicklers; unabhängige Vergleichsergebnisse oder kommerzielle Angaben zum Zeitpunkt einer breiteren Markteinführung wurden in dem Beitrag nicht genannt.

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Anadolu Agency Technology
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