Robotik und Automatisierung

Die Robotersparte von XPeng sammelt mehr als 900 Millionen Dollar zur Beschleunigung der IRON-Humanoidenproduktion

Die Robotersparte von XPeng hat bei einer Bewertung von mehr als 6,3 Milliarden Dollar über 900 Millionen Dollar eingesammelt. Gleichzeitig ist geplant, sie als eigenständige Tochtergesellschaft auszugliedern und bis Ende 2026 die groß angelegte Produktion des IRON-Roboters vorzubereiten.

2026-08-24
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فريق تحرير certi.news
Die Robotersparte von XPeng sammelt mehr als 900 Millionen Dollar zur Beschleunigung der IRON-Humanoidenproduktion

XPeng gab bekannt, dass seine Robotersparte in einer Finanzierungsrunde mehr als 900 Millionen Dollar eingesammelt hat, wodurch ihre Bewertung nach der Investition auf über 6,3 Milliarden Dollar steigt. Nach Angaben des Unternehmens war die von IDG Capital angeführte Runde unter Beteiligung von Gaorong Ventures und mit strategischer Unterstützung von Tencent und Alibaba die bislang größte einzelne private Finanzierungsrunde im chinesischen Bereich der verkörperten künstlichen Intelligenz.

XPeng beabsichtigt, die Finanzierung zu nutzen, um seinen humanoiden Roboter IRON bis Ende 2026 in die Massenproduktion zu überführen. Zunächst soll er in XPeng-Filialen und auf den Unternehmensgeländen eingesetzt werden; die Markteinführung und Auslieferung an Kunden in China und auf Auslandsmärkten soll 2027 beginnen.

Finanzierung geht mit Ausgliederung der Robotersparte einher

Die Finanzierung umfasst mehr als 600 Millionen Dollar von externen Investoren, rund 200 Millionen Dollar von einer Tochtergesellschaft von XPeng und 100 Millionen Dollar von Führungskräften des Unternehmens. Parallel zur Runde arbeitet XPeng in den kommenden 18 Monaten daran, die Roboter-Assets, das geistige Eigentum und die Mitarbeiter in eine eigenständige Tochtergesellschaft zu übertragen, wobei der Konzern einen Anteil von rund 82 % behalten soll. Dies wird eine separate Bewertung der Sparte ermöglichen, während sie in der konsolidierten Finanzberichterstattung des Konzerns verbleibt.

He Xiaopeng, CEO von XPeng, übernahm im Juni 2026 die direkte Kontrolle über das Robotergeschäft. Dieser Schritt unterstreicht, dass das Unternehmen das Projekt als einen kommerziellen Geschäftszweig betrachtet, der über ein Forschungsprojekt hinausgeht.

Spezifikationen des IRON und der Einsatz lokaler Verarbeitung

XPeng stellte die neueste Generation des IRON während der AI-Day-Veranstaltung im November 2025 vor. Der Roboter verfügt über 76 Freiheitsgrade im gesamten Körper und 21 Freiheitsgrade in jeder Hand. Hinzu kommt eine vollständig geschlossene, flexible Netzstruktur, die das Unternehmen als künstliche Haut beschreibt, die ein menschenähnliches Erscheinungsbild mit den Sicherheitsanforderungen in Einklang bringt.

IRON basiert auf drei intern entwickelten Turing-AI-Chips mit einer Gesamtleistung von 2.250 TOPS. XPeng zufolge führt dieses System sein grundlegendes Modell für physische künstliche Intelligenz direkt auf dem Roboter aus, sodass dieser komplexe Aufgaben selbstständig und ohne Fernsteuerung erledigen kann.

Was ändert sich in der Praxis?

Die Bedeutung der Ankündigung liegt in der Verbindung einer umfangreichen Finanzierung, einer Umstrukturierung, die dem Robotergeschäft eine eigenständige Bewertung verleiht, und eines Produktionsplans, der direkt mit der Lieferkette für Elektrofahrzeuge von XPeng verknüpft ist. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass seine Erfahrung mit automotive-grade-Qualitätsstandards und der Großserienproduktion ihm dabei helfen kann, eines der größten Hindernisse für humanoide Roboter zu überwinden: den Übergang von Demonstrationen zu einer reproduzierbaren Fertigung von Einheiten.

Die Robotersparte strebt eine monatliche Kapazität von mehr als 1.000 IRON-Robotern an und hat zudem ein Ziel von bis zu einer Million Einheiten bis 2030 formuliert. XPeng stützt seine Argumentation zur Fertigung auf den aktuellen Umfang seiner Geschäftstätigkeit: Das Unternehmen gab bekannt, im zweiten Quartal 2026 103.295 Fahrzeuge ausgeliefert zu haben, was einem Anstieg von 64,8 % gegenüber dem Vorquartal entspricht.

Die Quelle lässt jedoch wichtige Fragen offen. Die Behauptung der Autonomie auf dem Gerät muss unter realen Einsatzbedingungen und nach der Auslieferung des Roboters an Kunden überprüft werden, nicht nur bei Bühnendemonstrationen. Auch die Produktionsziele, einschließlich einer Million Einheiten bis 2030, bleiben Zukunftspläne und sind keine erreichten Zahlen. Der eigentliche Test für IRON wird daher darin bestehen, nützliche und wiederholbare Aufgaben zu akzeptablen Kosten auszuführen und zugleich zu beweisen, dass die für Fahrzeuge eingesetzte Fertigungsinfrastruktur tatsächlich auf komplexere Roboter übertragbar ist.

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Electrek - EV Technology
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