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Geely entwickelt eine Batterie, die eine Ladeleistung von nahezu 1,1 Megawatt verkraftet und Systeme zur Verringerung der Degradation nutzt

Geely hat die Ultra Short Blade Battery vorgestellt, die eine Ladeleistung von nahezu 1.100 Kilowatt aufnehmen kann und Technologien zur Reduzierung von Hitze und Lithiumablagerungen sowie zur Verlängerung der Betriebslebensdauer nutzt. Nach Angaben des Unternehmens wurde die Batterie in einem Test innerhalb von 8 Minuten und 40 Sekunden von 10 % auf 97 % geladen. Die langfristigen Auswirkungen des Ladens mit Megawatt-Leistungen sind jedoch weiterhin ungeklärt.

2026-09-30
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certi.news Editorial Team
Geely entwickelt eine Batterie, die eine Ladeleistung von nahezu 1,1 Megawatt verkraftet und Systeme zur Verringerung der Degradation nutzt

Die Geely Auto Group hat eine neue Batterie für Elektrofahrzeuge vorgestellt, die eine Ladeleistung von bis zu etwa 1.100 Kilowatt aufnehmen kann. Gleichzeitig wurde bei einer Veranstaltung in der chinesischen Stadt Ningbo ein Ladegerät mit einer Leistung von 2,2 Megawatt präsentiert. Nach Angaben des Unternehmens kann die Station zwei Fahrzeuge gleichzeitig mit Megawatt-Leistungen versorgen, während einige Fahrzeuge der Unternehmensgruppe eine maximale Leistung von etwa 1.100 Kilowatt nutzen können.

In einem vom Unternehmen präsentierten Test wurde ein Lynk & Co 10 innerhalb von 8 Minuten und 40 Sekunden von 10 % auf 97 % geladen. Dieses Ergebnis übertrifft die genannten maximalen Ladeleistungen von Fahrzeugen wie dem Lucid Gravity und dem Porsche Cayenne Electric, die 400 Kilowatt betragen, während das erwartete Modell Mercedes-AMG GT 600 Kilowatt erreicht. Die hohe Geschwindigkeit stellt jedoch eine unmittelbare technische Herausforderung dar, da Hitze und Lithiumablagerungen die Degradation der Zellen beschleunigen können.

Wie versucht Geely, die Batterie zu schützen?

Geely erklärte, dass die Ultra Short Blade Battery auf Zellen mit zwei grundlegenden Längen von 395 und 370 Millimetern setzt, anstelle einer derzeit vom Unternehmen verwendeten 580 Millimeter langen Zelle und einer Länge von etwa 960 Millimetern, die das Unternehmen als in der Branche üblich bezeichnete. Die Verkürzung der Strecke, die die Ionen innerhalb der Zelle zurücklegen, führt den Angaben des Unternehmens zufolge zu einer Verringerung des Innenwiderstands und der beim Laden und Entladen entstehenden Wärme.

Das Unternehmen nahm außerdem Änderungen an der Struktur von Kathode und Anode vor, um die Ablagerung von Lithium auf der Oberfläche der Anode zu begrenzen. Diese Erscheinung kann zum Wachstum sogenannter Lithium-Dendriten führen und dadurch das Risiko eines elektrischen Kurzschlusses oder dauerhafter Schäden an der Zelle erhöhen. Zudem wurde eine Technologie namens „Lithium-Pulsregeneration“ hinzugefügt, die einen präzisen Impulsstrom mit einer bestimmten Frequenz nutzt, um die Ansammlung von Ionen auf der Oberfläche der Anode zu verringern.

Zur Wärmeregulierung verwendet die Batterie ein Flüssigkühlsystem mit fünf Punkten, das die Energiespeicherbatterie am Standort, die Leistungseinheit, das Ladegerät, den Ladeanschluss und die Fahrzeugbatterie koordiniert. Das KI-gestützte System Xingrui PowerMind prognostiziert die Batterietemperatur 30 Sekunden im Voraus und passt die Ladegeschwindigkeit in Echtzeit an. Geely zufolge zielt das Design auf eine durchschnittliche Temperatur von 55 Grad Celsius und eine Höchsttemperatur von 65 Grad Celsius ab.

Was ändert sich in der Praxis?

Geely verlängerte die Batteriegarantie von 8 Jahren oder 150.000 Kilometern auf 8 Jahre oder 200.000 Kilometer. Dies deutet auf das Vertrauen des Unternehmens in die Fähigkeit des neuen Designs hin, der Nutzung standzuhalten. Die Garantie allein belegt jedoch nicht die Leistungsfähigkeit der Batterie über Jahre wiederholten Ladens mit Megawatt-Leistungen, zumal die kommerzielle Verbreitung dieser Technologie in großem Umfang erst im vergangenen Jahr in China begonnen hat.

Der Beitrag weist darauf hin, dass die Degradation von Batterien nicht allein von der Ladeleistung abhängt, sondern auch durch das Fahrverhalten, die Ladegewohnheiten, das Klima und das Batteriedesign beeinflusst wird. Zudem wurde ein unabhängiger Test rund um einen BYD Fangchengbao Tai 3 thematisiert, bei dem eine Höchsttemperatur von 76,42 Grad Celsius gemessen wurde – höher als der vom Fahrzeug angezeigte Wert. Dies verdeutlicht den Bedarf an unabhängigen und konsistenten Messungen.

Redaktionelle Einschätzung: Die tatsächliche Veränderung besteht hier nicht nur in der Erhöhung der Ladeleistung, sondern in dem Versuch, Zelle, Kühlsystem und Softwaresteuerung gemeinsam neu zu gestalten, um die Kosten der hohen Geschwindigkeit für die Lebensdauer zu bewältigen. Dennoch beruhen Geelys Versprechen auf Unternehmensdaten und einem einzigen Demonstrationstest, während eine Beurteilung der langfristigen Zuverlässigkeit jahrelange Nutzung und unabhängige Daten erfordert. Daher wirkt die Technologie für Nutzer von Elektrofahrzeugen, die Wert auf eine Verkürzung der Standzeit legen, vielversprechend. Ihre praktischen Grenzen werden sich jedoch erst nach Tests unter unterschiedlichen Fahr-, Klima- und Ladebedingungen zeigen.

Nachrichtenquelle
InsideEVs - Battery Tech
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