Die Hyundai Motor Company einschließlich der Marke Genesis hat einen Plan vorgestellt, bis 2030 weltweit mehr als 100 neue oder aktualisierte Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Die Initiative umfasst Elektro- und Hybridfahrzeuge, SUVs und leichte Nutzfahrzeuge. Der Plan wurde während des CEO-Investorentags 2026 bekannt gegeben und umfasst das erste Elektrofahrzeug des Unternehmens mit verlängerter Reichweite sowie Investitionen in Batterien, Software und Fertigung.
Ein Plan für mehrere Märkte und Antriebssysteme
Nach Regionen verteilen sich die geplanten Fahrzeuge auf 58 Modelle in Nordamerika, 49 in Korea, 41 in Europa, 26 in Indien und 22 in China. Die erste Tranche umfasst neue oder aktualisierte Modelle wie Elantra, IONIQ 3, Tucson und Tucson Hybrid sowie den Santa Fe EREV, ein Elektro-SUV der A-Klasse für Indien und zwei SUVs der B-Klasse für globale und europäische Märkte.
Der Tucson und der Tucson Hybrid sollen später im Jahr 2026 auf den Markt kommen, während der Santa Fe EREV im ersten Halbjahr 2027 folgen soll. Das Fahrzeug basiert auf einem elektrischen Antriebssystem, bei dem ein kleiner Benzinmotor als Generator fungiert und die Batterie lädt, sobald ihr Ladezustand sinkt. Hyundai strebt eine Gesamtreichweite von mehr als 600 Meilen an. Das Fahrzeug wird im Werk des Unternehmens im US-Bundesstaat Alabama gefertigt und in den Vereinigten Staaten verkauft.
Kostengünstigere Batterien und neue Fertigungstechnologien
Hyundai erklärte, die intern entwickelten neuen Batteriezellen böten mehr als die doppelte Produktivität seiner bisherigen Zellen mit hohem Nickelanteil und verkürzten die Ladezeit um 40 Prozent. Diese Hochleistungszellen sollen erstmals im ersten Halbjahr 2027 in einem EREV zum Einsatz kommen. Außerdem plant das Unternehmen, 2027 neue Elektrofahrzeuge mit NCM-Zellen mit mittlerem Nickelanteil auf den Markt zu bringen, durch die die Batteriekosten voraussichtlich um etwa 30 Prozent sinken werden.
In Nordamerika strebt Hyundai an, bis 2030 zehn neue Hybridfahrzeuge auf den Markt zu bringen, beginnend mit dem Genesis GV80 Hybrid, dessen Einführung für September vorgesehen ist. In Europa will das Unternehmen 85 Prozent des Marktes mit einem vollständig elektrifizierten Angebot abdecken, darunter fünf SUVs und leichte Nutzfahrzeuge, und den Absatz von Elektrofahrzeugen von 116.000 im vergangenen Jahr auf 420.000 Fahrzeuge im Jahr 2030 steigern.
Was ändert sich konkret?
Die Aufnahme eines EREV zeigt, dass Hyundai seine Expansion nicht auf ausschließlich batterieelektrische Fahrzeuge beschränkt, sondern ein Konzept ergänzt, das elektrisches Fahren mit einem kraftstoffbetriebenen Generator verbindet, um Reichweiten- oder Ladebeschränkungen zu begegnen, die sich von Markt zu Markt unterscheiden können. Die genannten Zahlen, etwa die Reichweite des Santa Fe EREV sowie die Senkung der Kosten und der Ladezeit, sind jedoch Unternehmensprognosen oder -schätzungen und wurden im Material nicht durch unabhängige Testdetails gestützt.
Der IONIQ 3, der in diesem Monat in den Verkauf gegangen ist, bietet eine Reichweite von bis zu 309 Meilen und ist das erste Hyundai-Fahrzeug in Europa, das die Infotainmentplattform Pleos Connect der nächsten Generation nutzt. In Korea wird der Genesis GV90 im neuen Elektrofahrzeugwerk Ulsan in die Produktion gehen. Das Werk arbeitet als softwaredefinierte Fabrik und nutzt 108 fortschrittliche Fertigungsmethoden, darunter Qualitätsüberwachung und Inspektionen mittels künstlicher Intelligenz.
Genesis und Produktionskapazität
Genesis strebt an, bis 2030 mehr als 40 Märkte zu erreichen und einen Jahresabsatz von 350.000 Fahrzeugen zu erzielen. Spanien soll vor Ende 2026 hinzukommen, später sollen Indien sowie der asiatisch-pazifische Raum folgen. In China setzt Hyundai auf lokale Partnerschaften. Dort sollen 2027 der IONIQ V, ein weiteres Elektrofahrzeug und ein EREV auf den Markt kommen. Bis 2030 strebt das Unternehmen dort einen Absatz von mehr als 500.000 Fahrzeugen an.
Zur Unterstützung dieser Expansion plant die Gruppe, ihre weltweite Produktionskapazität bis 2030 auf 1,27 Millionen Einheiten zu erhöhen, darunter 500.000 in Nordamerika, 320.000 in Indien, 200.000 in Korea und 250.000 Einheiten über die CKD-Produktion. Die Bedeutung des Plans liegt in seiner Reichweite und seinem zeitlichen Zusammentreffen mit einem technologischen Wandel bei Batterien und Fertigung. Ob das Unternehmen diese Zahl an Markteinführungen umsetzen und seine Absatzziele erreichen kann, bleibt jedoch eine offene Frage, die weiter beobachtet werden muss.